Gewächshäuser des Kebun Raya Cibodas (Nepenthes-Haus und Gewächshaus)
Cipanas, Cianjur, Westjava

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2014 · Gewächshaus 2022 eröffnet
- Stil
- Zeitgenössische Gewächshäuser eines Botanischen Berggartens
- Abmessungen
- Gewächshaus: etwa 942 m²
- Status
- Garten für die Öffentlichkeit geöffnet; Gewächshaus 2022 im Probebetrieb eröffnet
Am 11. April 1852 von Johannes Elias Teijsmann am Fuß der Berge Gede und Pangrango auf 1.300 bis 1.425 m über dem Meeresspiegel gegründet, diente Kebun Raya Cibodas zunächst der Akklimatisierung wirtschaftlich wertvoller Pflanzen wie des Chinarindenbaums. Seine Gewächshäuser sind neu: Das am 11. April 2014 eingeweihte Nepenthes-Haus vereint 80 Arten dieser fleischfressenden Pflanzen und sieben weitere Gattungen fleischfressender Pflanzen, während ein Gewächshaus von etwa 942 m², das ein tropisches Klima nachbilden soll, 2022 erstmals im Probebetrieb für die Öffentlichkeit geöffnet wurde.
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Geschichte
Das Kebun Raya Cibodas wurde am 11. April 1852 als Bergtuin te Tjibodas gegründet, als „Berggarten von Cibodas“. Sein Gründer Johannes Elias Teijsmann, Kurator des Botanischen Gartens von Bogor, sah darin einen Standort im Bergland, an dem sich fremde Arten von hohem wirtschaftlichem Wert akklimatisieren ließen, allen voran der Chinarindenbaum. Lange eine Zweigstelle des Gartens von Bogor, wurde Cibodas 2003 unter dem Indonesischen Institut der Wissenschaften (LIPI) zu einer eigenständigen Einheit für Pflanzenerhaltung; dessen Aufgabe ist inzwischen auf die Nationale Forschungs- und Innovationsagentur (BRIN) übergegangen. Seit 2020 arbeitet der Garten außerdem mit einem privaten Unternehmen zusammen, PT Mitra Natura Raya.
Die Gewächshäuser gehören dieser jüngeren Zeit an. Das Nepenthes-Haus wurde am 11. April 2014, dem 162. Jahrestag des Gartens, eingeweiht, um fleischfressende Pflanzen, denen der Garten einen sehr hohen Erhaltungswert beimisst, außerhalb ihres natürlichen Lebensraums zu bewahren. Das Gewächshaus, das seit seinem Bau für Besucher geschlossen war, wurde der Öffentlichkeit von Mai bis Juli 2022, während der Eid- und der Schulferien, erstmals im Probebetrieb gezeigt; seine Innengestaltung ging aus einer Initiative der Mitarbeiter hervor, die als „Saturday Project“ bekannt ist.
Architektur und Ingenieurbau
Der Garten steigt am Fuß der Vulkane Gede und Pangrango von 1.300 auf 1.425 m über dem Meeresspiegel an, und sein natürliches Klima ist kühl. Das Gewächshaus mit rund 942 m² ist eigens dafür ausgelegt, dort tropische Bedingungen nachzubilden; ein 2 Meter hoher Brunnen hilft, die Temperatur zu regulieren. Das Innere ist als Themengarten angelegt, mit getrennten Bereichen für Kakteen und Sukkulenten, Bromelien, Agaven, Rhododendren, Farne, Ophiopogon und Bougainvilleen sowie mit Informationstafeln und für Fotos eingerichteten Orten.
Das Nepenthes-Haus ist der Präsentation und der Ex-situ-Erhaltung fleischfressender Pflanzen gewidmet; die herangezogenen Quellen nennen weder seine Abmessungen noch seine Materialien. Der Garten verfügt außerdem über Sammlungsgewächshäuser, in denen seine Kakteen, Sukkulenten und Orchideen gezogen werden.
Pflanzensammlungen
Das Nepenthes-Haus vereint 80 Arten dieser Kannenpflanzen, darunter in Indonesien vorkommende Hochlandarten, dazu sieben weitere Gattungen fleischfressender Pflanzen: Cephalotus, Sarracenia, Dionaea (die Venusfliegenfalle), Utricularia, Pinguicula, Drosera und Heliamphora.
Im Gewächshaus wachsen etwa 27 Arten tropischer Kakteen und Sukkulenten neben Bromelien, Agaven, Rhododendren, Farnen, Ophiopogon und Bougainvilleen. In allen Gewächshäusern des Gartens umfassen die Sammlungen 98 Kakteenarten, 262 Orchideenarten und 71 Sukkulentenarten. Der Garten verzeichnet außerdem 134 Moosarten, 101 Farnarten und 164 Heilpflanzen.
Besuch
Der Garten liegt in Cipanas, in der Regentschaft Cianjur in Westjava, auf einem Gelände von etwa 85 Hektar am Fuß der Berge Gede und Pangrango. Die Gewächshäuser sind Teil eines Rundgangs, zu dem auch ein japanischer Kirschgarten gehört, dessen fünf Sorten zweimal im Jahr blühen, dazu ein Rhododendrongarten, ein Moosgarten, ein Lianengarten und ein Heilpflanzengarten. Vom Garten aus sind zwei Wasserfälle zu erreichen: der Ciismun, etwa 25 m hoch, und der Cibogo mit 15 bis 18 m. Da das Gewächshaus zunächst in den Ferienzeiten geöffnet wurde, empfiehlt es sich, den Zugang vor einem Besuch zu prüfen.
6.74° S, 107.01° E
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