Gewächshaus der Quinta Normal
Santiago, Metropolregion Santiago

Quellen geprüft im September 2026
- Jahr
- ca. 1865 (1890 in die Quinta Normal versetzt)
- Stil
- Französische Eisenbaukunst und Glas des 19. Jahrhunderts
- Status
- Für die Öffentlichkeit geschlossen
Um 1865 aus vorgefertigten Bauteilen aus Schmiedeeisen und Glas gebaut, wahrscheinlich in Frankreich entworfen und hergestellt, stand dieses Gewächshaus zunächst auf dem Anwesen des amerikanischen Geschäftsmanns Henry Meiggs in Santiago, bevor es 1890 in den Parque Quinta Normal versetzt wurde. Es wurde zur Heimat des Observatoriums für exotische Pflanzen des Nationalen Botanischen Gartens, bis sein letzter Direktor es 1922 verließ; danach verfiel es, und seine Sammlung ging verloren. Zwischen 1989 und 1995 kurzzeitig als Heilpflanzen-Gewächshaus wiederbelebt, wurde es mangels Finanzierung erneut aufgegeben. 2009 als Historisches Denkmal eingetragen (Dekret Nr. 279), bleibt es für Besucher geschlossen.
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Geschichte
Da es keine genauen Aufzeichnungen gibt, wird das Gewächshaus im Quinta Normal anhand seines Stils datiert: auf etwa 1865 nach dem Rat für Nationaldenkmäler Chiles, auf etwa 1866 nach anderen Quellen. Es stand zuerst in der Quinta Meiggs, der Residenz des amerikanischen Eisenbahnbauers Henry Meiggs in Santiago, an der Alameda zwischen der Avenida España und der Avenida República. Seine vorgefertigten Teile wurden vermutlich in Frankreich bestellt, angesichts ihrer Ähnlichkeit mit französischer Eisen-und-Glas-Arbeit.
Nachdem es an den chilenischen Staat übergegangen war, wurde es 1890 in die Quinta Normal de Agricultura versetzt, ein 1841 gegründetes Gut, das seit 1853 einen Botanischen Garten besitzt, um als Observatorium für exotische Pflanzen des Botanischen Gartens zu dienen. Nachdem der letzte Direktor 1922 gegangen war, endete die Pflege, und die Pflanzen gingen verloren.
Von 1989 bis 1995 machte ein Projekt unter Beteiligung von Caritas Chile, der Stadtverwaltung von Santiago und des Nationalmuseums für Naturgeschichte daraus ein Gewächshaus für Heilpflanzen, danach wurde es erneut aufgegeben. Durch das Dekret Nr. 279 vom 17. Juli 2009 zum Historischen Denkmal erklärt, wurde es Gegenstand eines kommunalen Plans, den der Rat für Nationaldenkmäler 2016 genehmigte: eine erste Phase mit Freiräumung und Einzäunung, dann eine zweite, auf 1,5 Milliarden Pesos geschätzt, die ein Untergeschoss mit Ausstellungshalle, Auditorium und Café hinzufügen sollte. Für 2018 versprochen, wurde das Vorhaben 2019 als auf Eis gelegt gemeldet.


Architektur und Ingenieurbau
Das Gebäude verbindet vorgefertigte Elemente aus Schmiedeeisen und Glas, darunter farbige Scheiben von ornamentalem Wert, auf einem Steinsockel. Sein länglicher Grundriss ist auf einen überkuppelten Baukörper ausgerichtet, den zwei symmetrische Flügel mit Basilikagrundriss flankieren.
Der Rat für Nationaldenkmäler ordnet es der französischen Eisenbaukunst des 19. Jahrhunderts zu, mit viktorianischen Einsprengseln und Anklängen an den kommenden Jugendstil. Die herangezogenen Quellen veröffentlichen seine Abmessungen nicht. Jahrzehnte der Vernachlässigung haben das Tragwerk stark verfallen lassen, weshalb die Stadtverwaltung seine Restaurierung seit 2010 prüft.


Pflanzensammlungen
Das Gewächshaus enthält keine Sammlung mehr. Laut dem Rat für Nationaldenkmäler ging der botanische Garten der Familie Meiggs mit allen seinen Pflanzen an den chilenischen Staat über, und das Gewächshaus wurde entworfen, um diese Arten zu beherbergen, zu erforschen und zu zeigen, die das Klima von Santiago nicht überstehen konnten. Als ständige Heimat des Observatoriums für exotische Pflanzen, oder Conservatory, verlor es nach 1922 allmählich seine Pflanzen, bis die Sammlung vollständig verschwunden war.
Das Zwischenspiel von 1989–1995 gab ihm eine neue Rolle als Heilpflanzengewächshaus. 2016 organisierte die Nachbarschaftsgruppe EcoBarrio Yugay Freiwilligentage und legte im Inneren einen Gemeinschaftsgemüsegarten an, bis die Anlage Ende jenes Jahres bis zum Beginn der Arbeiten geschlossen wurde. OpenStreetMap verzeichnet das Gebäude heute als Ruine.


Besuch
Das Gewächshaus steht in der südöstlichen Ecke des Parque Quinta Normal, nicht weit vom Nationalmuseum für Naturgeschichte und vom Kulturzentrum Matucana 100. Nach den jüngsten veröffentlichten Berichten blieb es eingezäunt und für die Öffentlichkeit geschlossen, sodass es sich nur von außen betrachten lässt.
Der Park, rund 35 Hektar groß, füllt leicht einen halben Tag: Er beherbergt das Nationalmuseum für Naturgeschichte, das Museum für Wissenschaft und Technik, eine Zweigstelle des Museums für zeitgenössische Kunst und das Eisenbahnmuseum von Santiago.
33.44° S, 70.68° W
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Quellen (5)
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