Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Pädagogischen Universität W. G. Korolenko Poltawa
Poltawa, Oblast Poltawa

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1990
- Stil
- Verglastes Universitätsgewächshaus in einem botanischen Lehrgarten
- Status
- Wochentags für Besucher geöffnet; Eintritt in den Garten frei, Gewächshaus kostenpflichtig, Besuche auf Anfrage
In einem ehemaligen bischöflichen Garten im Zentrum von Poltawa, heute der Botanische Garten der Pädagogischen Korolenko-Universität, vereint ein 1990 errichtetes Gewächshaus Pflanzen der Wüsten, Halbwüsten, Tropen und Subtropen: Palmen, Kakteen, Agaven und Aloen, darunter eine 40 Jahre alte Agave. Die Quellen widersprechen sich bei der Größe, für die einen 200 m², für andere 2.000 m²; die lokale Presse (2024) stellt es als wochentags für Besucher geöffnet dar, bei freiem Eintritt in den Garten und kostenpflichtigem Eintritt ins Gewächshaus.
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Geschichte
Der Garten nimmt einen Teil eines ehemaligen bischöflichen Gartens ein: Die Leiterin des Labors führt seine Geschichte bis 1848 zurück, während ein Artikel in ZMIST gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen Obstgarten im früheren Garten des Archimandriten erwähnt. Nach 1917 ging das Land in Staatsbesitz über und lag bis in die 1930er Jahre brach, als Studierende der naturwissenschaftlichen Fakultät des Pädagogischen Instituts dort Parzellen für Versuche übernahmen. Eine agrobiologische Station mit Obstgarten, Gemüse und Getreide diente als Lehrbasis, und das Herbarium mit rund 10.000 Belegen wurde in den 1930er Jahren angelegt. Wikipedia nennt 1927 als Gründungsjahr, was andere Quellen nicht bestätigen. In den 1960er bis 1980er Jahren entstanden Blumenbeete, alpine Steingärten und eine große Kakteensammlung. Das Gelände erhielt 1964 den Status eines Gartenkunstdenkmals und 1989 den eines Botanischen Gartens; 1990 wurde ein neues Gewächshaus von 200 m² errichtet, und der Garten ist seit 1991 für Besucher geöffnet.
Die ersten Jahre der Unabhängigkeit waren hart: Ohne Zaun wurde das Gelände kahl geräumt, und außer großen, tief wurzelnden Pflanzen und dem Gewächshaus, das selbst geplündert und dessen Beete umgegraben worden waren, blieb wenig übrig, erinnert sich die Leiterin des Labors. Der Neubeginn datiert von 1992, als sie die Leitung übernahm; er stützte sich auf Pflanzentausch mit dem Park Sofiyivka, dem Hryshko-Garten in Kiew und den Gärten von Krywyj Rih und Charkiw.


Architektur und Ingenieurbau
Die Quellen widersprechen sich bei den Maßen. Laut ZMIST (2020) wurde 1990 ein neues Gewächshaus von 200 m² errichtet, und Wikipedia nennt dieselbe Fläche, während der Bericht von Suspilne (Mai 2024) und eine Mitteilung der Universität vom Mai 2026 von einem Gewächshaus von 2.000 m² sprechen; der in OpenStreetMap mit „Оранжерея“ beschriftete Gebäudeumriss umfasst rund 1.650 m². Keine der herangezogenen Quellen erklärt die Abweichung. Die Konstruktion ist verglast: Am Eingang warnte die Leiterin des Labors 2020, dass starker Wind Scheiben herunterbringen kann und die Decke bei Regen tropft.
Die Gasheizung wurde einst abgestellt; der Garten stellte auf Pellets um, wodurch die Pflanzensammlung des Gewächshauses erhalten werden konnte, die laut derselben Quelle in den meisten wissenschaftlichen Gärten verschwunden ist. Die Reparaturen führt das Personal aus, insgesamt sechs Personen. Die Pflanzen sind nach Boden- und Klimazonen gruppiert: Wüsten, Halbwüsten, Tropen und Subtropen. Weder Architekt noch Bauunternehmer werden in den herangezogenen Quellen genannt.


Pflanzensammlungen
Suspilne nennt rund 300 Arten und Sorten unter Glas, während Wikipedia und eine Mitteilung der Universität von 2026 von 600 Arten im Gewächshaus sprechen; der ZMIST-Artikel ordnet diese 600 Arten dem gesamten Garten zu, davon etwa 500 im Freiland. Wikipedia nennt Kakteen (Cereus, Echinopsis, Epiphyllum, Mammillaria, Opuntia, Rhipsalis), die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) und die Baumaloe (Aloe arborescens). Eine 40 Jahre alte Agave ist der Stolz des Teams: Sie blüht nur einmal in ihrem Leben und stirbt danach, und der Garten hofft, dass sie darauf verzichtet. Die Kakteensammlung wird seit den 1960er bis 1980er Jahren aufgebaut, und wärmeliebende Pflanzen blühen dort das ganze Jahr, wie ZMIST vermerkt.
Im Freien zählt Wikipedia ein Dendrarium mit 136 Baum- und Straucharten und einen alpinen Steingarten mit 87 Arten; eine Mäzenatenfamilie stiftete 16 Fliedersorten. Ab dem Frühjahr blühen Pfingstrosen, Iris, Schneeball, Jasmin und Zierweißdorn, und 2024 wurde ein Granatapfelbaum gepflanzt, um zu testen, wie er mit dem Winter zurechtkommt.

Besuch
Der Garten liegt in der Kirkhova-Straße 16 (früher Fedora-Morhuna-Straße, zwei Namen, die die Quellen noch verwenden). Er ist wochentags für Besucher geöffnet: freier Eintritt auf das Gelände, Gewächshaus kostenpflichtig, Führungen telefonisch buchbar, auch am Wochenende, sowie kostenpflichtige Fotosessions. Als Teil der naturwissenschaftlichen Fakultät folgt er dem Zeitplan der Universität, und die Leiterin des Labors führt die Rundgänge selbst durch, laut ZMIST (2020) ehrenamtlich.
Im Winter kommen nur selten Besucher, doch wärmeliebende Pflanzen blühen unter Glas das ganze Jahr; das Frühjahr ist die Zeit der Pfingstrosen, Iris und Schneebälle. Ein Denkmal für den Botaniker Mykola Hryshko, der laut ZMIST in einem Haus am Ende des Geländes geboren wurde, steht dort. Es ist ratsam, die Zugangsbedingungen vor dem Besuch zu prüfen.
49.60° N, 34.56° E
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Quellen (6)
- suspilne.media/poltava/753235-botanicnij-sad-u-poltavi-akij-mae-viglad-ta-ak-vidvidati/
- zmist.pl.ua/publications/vosme-chudo-poltavi-chomu-varto-pobuvati-v-universitetskomu-botan
- uk.wikipedia.org/wiki/Ботанічний_сад_Полтавського_національного_педагогічного_університету
- pdau.edu.ua/sites/default/files/academicdepartment/kafedra-selekciyi-nasinnyctva-i-genetyk
- dumka.poltava.ua/botanichnyy-sad-u-poltavi-iak-vidvidaty-ta-shcho-mozhna-pobachyty/
- wikidata.org/wiki/Q20073888
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