🇰🇬Kirgisistan·Für die Öffentlichkeit geöffnet

Orangerie des Botanischen Gartens E. Z. Gareev (Oranzhereya Botanicheskogo sada)

Bischkek

Orangerie des Botanischen Gartens E. Z. Gareev (Oranzhereya Botanicheskogo sada), Bischkek
Foto : Элдин беги — CC BY-SA 4.0

Quellen geprüft im Oktober 2026

„1947 von deutschen Kriegsgefangenen begonnen, beherbergt dieses 500 m² große Gewächshaus eine rund 70 Jahre alte Butia-Palme und mehr als 500 Arten.“
Jahr
1947
Stil
Sowjetisches Gewächshaus der Nachkriegszeit mit verglasten Gewölben, einem Palmenhaus und einer oberen Sukkulentenebene
Abmessungen
Etwa 500 m²
Status
Für die Öffentlichkeit geöffnet (Führungen nach Buchung); Decke und Heizung 2023 erneuert

Im Zierpflanzenbereich des Botanischen Gartens der Nationalen Akademie der Wissenschaften in der Gorki-Straße wird die Orangerie als das einzige Gewächshaus für tropische und subtropische Pflanzen Kirgisistans vorgestellt. 1947 von deutschen Kriegsgefangenen begonnen, versammelt sie mehr als 500 Arten auf 500 m² unter verglasten Gewölben: ein Palmenhaus mit einer rund 70 Jahre alten Butia-Palme, eine Bananenpflanze, die bis zur Decke reicht, eine großblütige Magnolie und, auf einer oberen Ebene, Kakteen und Sukkulenten. Lange verfallen und im Januar 2018 eingefroren, als das Heizwerk von Bischkek ausfiel, erhielt sie 2023 eine neue Decke und neue Heizung.

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Route
Im Detail ≈ 3 Min. Lesezeit

Geschichte

Der Botanische Garten der Akademie der Wissenschaften der Kirgisischen SSR wurde im März 1938 per Erlass gegründet, nach einem Generalplan des Botanischen Komarov-Instituts. Sein erstes Gelände von etwa hundert Hektar lag jenseits der Eisenbahnlinie am südlichen Rand von Frunze, dem heutigen Bischkek. Dort, an der Gorky-Straße, befinden sich weiterhin das Dendrarium-Reservat und die Abteilung für Zierpflanzen mit ihrer Sammlungsorangerie, während ein 1962 in der Aue des Alamedin zugeteiltes Gelände von 142 Hektar zum Hauptstandort an der Akhunbaev-Straße wurde.

Laut der Leiterin des Labors für Zierpflanzen, die im April 2026 von 24.kg interviewt wurde, begann der Bau der Orangerie 1947 mit der Arbeit deutscher Kriegsgefangener; 2017 beging der Garten das Jubiläum des Gewächshauses. Die tropische und subtropische Sammlung wurde ab den 1950er-Jahren von zwei früheren Leiterinnen aufgebaut, Lyubov Krivosheyeva und Yulia Pototskaya; die offizielle Geschichte datiert den Beginn dieser Sammlungen auf 1952 und die Gründung des Labors für Blumen und Zierpflanzen, das das Haus bis heute betreibt, auf 1964. 1996 wurde der Garten nach Enver Gareev benannt, seinem langjährigen Direktor.

Die jüngsten Jahrzehnte waren hart. 2017 beschrieb die Presse ein so baufälliges Gebäude, dass die Mitarbeiter die Löcher selbst flickten und neu verglasten, wobei die Heizung im Vorjahr ersetzt worden war. Ende Januar 2018 ließ ein Ausfall des Bischkeker Heizwerks bei strengem Frost die Rohre platzen: Die Innentemperatur fiel auf –10 °C, und Monsteras, Ficus und Bananenpflanzen erfroren, der Rest wurde mit einem Diesel-Heißluftgebläse gerettet. Der Wiederaufbau des Gewächshauses wurde daraufhin in den Entwicklungsplan des Gartens aufgenommen; 2023 wurden Decke und Heizung schließlich erneuert, und im Januar 2025 erhielt der Garten den Status eines besonders geschützten Naturgebiets.

Orangerie des Botanischen Gartens E. Z. Gareev (Oranzhereya Botanicheskogo sada), Bischkek — Orangerie des Botanischen Gartens E. Z. Gareev — Ansicht 1
Orangerie des Botanischen Gartens E. Z. Gareev — Ansicht 1 · Элдин беги — CC BY-SA 4.0
Orangerie des Botanischen Gartens E. Z. Gareev (Oranzhereya Botanicheskogo sada), Bischkek — Orangerie des Botanischen Gartens E. Z. Gareev — Ansicht 2
Orangerie des Botanischen Gartens E. Z. Gareev — Ansicht 2 · Элдин беги — CC BY-SA 4.0

Architektur und Ingenieurbau

Die Orangerie ist ein Gewächshaus von 500 m², von der örtlichen Presse für eine staatliche Einrichtung als klein beurteilt, dessen Dach verglaste Gewölbe bildet. Die größte Höhe erhält das Palmenhaus: Eine etwa 70 Jahre alte Geleepalme steht am Eingang, ihr gesamtes Laub gegen die Decke gedrängt, gegenüber einer Washingtonia mitten in einem kleinen Bambushain. Auch eine Großblütige Magnolie und eine Textilbanane reichen bis zum Dach. Ein zweiter Baukörper, scherzhaft „Bananenhaus“ genannt, beherbergt Zuckerrohr, und die Sukkulenten nehmen eine obere Ebene ein, die die Mitarbeiter den „zweiten Stock“ nennen.

Die ursprüngliche Konstruktion ist gealtert. 2018 beschrieb das Labor verschlissene tragende Balken, Jahr für Jahr mit dem Nächstbesten abgedichtete Spalten und eine Zentralheizung, die den Wärmeverlust nicht ausgleichen konnte; für das Auswechseln von Scheiben musste ein Kran gemietet werden. Die Heizung war 2016 ausgetauscht worden, dann wurden Decke und Heizung bei der großen Renovierung von 2023 erneuert; die Quellen sagen nicht, woraus die neue Verglasung besteht. Da unter Glas zu wenige bestäubende Insekten vorhanden sind, bestäubt das Team die Blüten mit dem Pinsel und hofft, Hummeln einzuführen, dazu Raubmilben und Schlupfwespen gegen Schädlinge.

Pflanzensammlungen

Mehr als 500 Arten, 550 nach einer Zählung von 2017, teilen sich das Haus: Zierspargel, Kakteen und Sukkulenten, Ficus, Farne, Hibiskus, Monsteras, Japanische Wollmispel, Feijoa, Guave, Avocado, Araukarie, Fuchsien und Zitruspflanzen. Eine Grapefruit, eine Kreuzung aus Pomelo und Orange, parfümiert im Frühling den Eingang, und Königs- und Nicolai-Strelitzien öffnen ihre Blüten in Vogelkopfform. Die Fröste von 2018 töteten Monsteras, Ficus und Bananenpflanzen, Gattungen, die wieder gut vertreten sind.

Die Sammlung von Kakteen und Sukkulenten, darunter einige seltene, verdankt viel einer 82-jährigen Freiwilligen, die dem Garten den größten Teil ihrer Privatsammlung schenkte und dreimal pro Woche kommt, um sie zu pflegen. Die Blüte hält das ganze Jahr über an; die Handbestäubung der Obstbäume führt zu ungleichmäßigen Ernten. Außerhalb des Gewächshauses unterhält das Labor Freilandsammlungen von Zierpflanzen, die auf ihre Hitze- und Dürretoleranz im Hinblick auf die Begrünung von Bischkek und der Regionen untersucht werden; der Garten als Ganzes beansprucht mehr als 3.500 Blüh-, Gewächshaus- und krautige Pflanzen.

Besuch

Die Orangerie steht in der Abteilung für Zierpflanzen des Gartens an der Gorky-Straße, neben dem Dendrarium-Reservat, und nicht auf dem großen Hauptgelände an der Akhunbaev-Straße. Man besucht sie bei einer Führung, die telefonisch beim Labor gebucht wird; Schul- und Studentengruppen kommen vor allem im Winter, wenn das Haus einen beständigen Sommer bietet. Der Garten, montags bis freitags geöffnet, wird auf seinen ausgeschilderten Wegen erkundet, das Dendrarium nur mit einem Führer. Ein Besuch lässt sich mit dem benachbarten Dendrarium oder, quer durch die Stadt, mit dem Hauptgelände des Gartens und seinen Freilandsammlungen verbinden.

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42.86° N, 74.59° E

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Quellen (8)

  1. botanica.kg/information/
  2. botanica.kg/history_all/
  3. botanica.kg/p1531313020/
  4. 24.kg/obschestvo/369108_tam_gde_zimyi_nebyivaet_istoriya_tsvetochnoy_oranjerei_vbotaniches
  5. 24.kg/obschestvo/367097_unichtojenie_ili_vozrojdenie_chto_nasamom_dele_proishodit_zazaboro
  6. kaktus.media/doc/365085_oranjereia_botanicheskogo_sada._kakyu_krasoty_my_mojem_poteriat_fo
  7. kaktus.media/doc/369520_iz_za_avarii_na_tec_pogibli_ynikalnye_rasteniia_botsada_bishkeka.h
  8. sxodim.com/bishkek/place/oranzhereya-v-botanicheskom-sadu
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