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Neugotische Orangerie von Schloss Čechy pod Kosířem (zámecká oranžérie)

Čechy pod Kosířem, Region Olomouc

Neugotische Orangerie von Schloss Čechy pod Kosířem (zámecká oranžérie), Čechy pod Kosířem, Region Olomouc
Foto : Pudelek — CC BY-SA 4.0

Quellen geprüft im Oktober 2026

„Diese neugotische Orangerie von 1853 trägt ein von Josef Mánes entworfenes Wappen, und es werden noch immer Zitrusbäume darin gezogen.“
Jahr
1852–1853
Architekt
Vojtěch Ignác Ullmann
Stil
Neugotisch („pseudogotisch“), weitgehend verglaste Front, Pultdach
Status
Park für alle geöffnet; Orangerie bei Veranstaltungen geöffnet; 2011–2012 wiederaufgebaut

Im 21,5 Hektar großen Park von Schloss Čechy pod Kosířem in der Region Olomouc ließ die Familie Silva-Tarouca 1852–1853 nach einem Entwurf von Vojtěch Ignác Ullmann eine neugotische Orangerie errichten. Die weitgehend verglaste Front öffnet sich durch ein Rundbogenportal, das vom Wappen des Grafen August Alexander und seiner Frau bekrönt wird, entworfen vom Maler Josef Mánes. Mit einem vom Hausschwamm zerfressenen Dach bewahrte sie bei ihrem vollständigen Wiederaufbau 2011–2012 nur die tragenden Konstruktionen ihrer Umfassungsverglasung. Zitrusbäume werden darin gezogen, und exotische Pflanzen überwintern dort; sie dient auch für Empfänge und Aufführungen.

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Route
Im Detail ≈ 3 Min. Lesezeit

Geschichte

1768 ging das Gut an Emanuel Tellez Menezes e Castro Silva-Tarouca, dessen Familie es bis 1945 behielt. Das Schloss, im frühen 18. Jahrhundert als vierflügeliger Barockbau an der Stelle einer Wasserburg errichtet, wurde von 1839 bis 1843 im spätklassizistischen Stil umgebaut, während der zunächst barocke Park zu einem Landschaftsgarten wurde. Graf August Alexander Silva-Tarouca ließ 1852–1853 nach einem Entwurf von Vojtěch Ignác Ullmann, einer führenden Gestalt des tschechischen Historismus, in der Nähe des Schlosses eine neugotische Orangerie errichten. Der Maler Josef Mánes, der oft im Schloss zu Gast war, entwarf das Wappen an der Fassade. Die Website des Schlosses fügt hinzu, sie habe eine ältere barocke Orangerie ersetzt, von der nur noch eine Rasenfläche bleibt.

Nach 1945 enteignete der Staat das Gut. Die Region Olomouc, seit 2008 Eigentümerin, vertraute die Verwaltung dem Regionalmuseum in Olomouc an, das 2011 mit der Instandsetzung begann. Die Orangerie, deren Boden und Scheiben beschädigt waren, wurde 2011–2012 vollständig wiederaufgebaut: Das vom Hausschwamm zerfressene Dach und der Boden wurden ersetzt, und nur die tragenden Konstruktionen der Umfassungsverglasung blieben erhalten. Das Tschechische Fernsehen stellte sie im Oktober 2012 als künftigen Erholungsbereich für Parkbesucher mit Café und Ausstellungen vor. Das Schloss öffnete am 2. April 2016 für die Öffentlichkeit. Ein Bericht der Gartenbaufakultät der Mendel-Universität von 2021 zählt sie zu den fünfzehn Bauwerken, die in seiner Erhebung als „vollständig“ bewertet wurden, und zu den neugotischen Gebäuden, die auf 1853 datiert sind.

Neugotische Orangerie von Schloss Čechy pod Kosířem (zámecká oranžérie), Čechy pod Kosířem, Region Olomouc — This is a photo of a cultural monument of the Czech Republic , number:
This is a photo of a cultural monument of the Czech Republic , number: · Jiří Komárek — CC BY-SA 4.0
Neugotische Orangerie von Schloss Čechy pod Kosířem (zámecká oranžérie), Čechy pod Kosířem, Region Olomouc — Neugotische Orangerie von Schloss Čechy pod Kosířem — Ansicht 2
Neugotische Orangerie von Schloss Čechy pod Kosířem — Ansicht 2 · Jiří Komárek — CC BY-SA 4.0

Architektur und Ingenieurbau

Die Orangerie ist neugotisch; die Quellen nennen den Stil auch „pseudogotisch“. Ihr Grundriss ist rechteckig, mit Eckpfeilern, die dekorative Kapitelle tragen; die weitgehend verglaste Hauptfassade ist laut einem Reiseführer rot. Der Eingang ist ein Rundbogenportal, zu dem vier Stufen hinaufführen und dessen Rahmen in einem mit Zahnschnitt und Arkadenfries geschmückten Giebel ausläuft; darüber trägt ein Dreipass das von Mánes entworfene Wappen von August Alexander und seiner Frau Gizela. Das Dach hat ein einziges Gefälle. Die Typologie des Berichts der Mendel-Universität ordnet sie den Orangerien mit einer einzigen verglasten Wand und ohne Schwanenhals-Gesims zu, deren Mitte durch das Portal markiert wird, ohne baulich vom Rest der Fassade getrennt zu sein.

Die Restaurierung von 2011–2012 ersetzte Dach und Boden; nur die tragenden Konstruktionen der Umfassungsverglasung konnten erhalten werden, und das von Mánes entworfene Portal, das wertvollste Element des Gebäudes, blieb bewahrt. Der vor den Arbeiten außer Betrieb befindliche Warmwasser-Heizkanal hielt einst eine stabile Temperatur für die exotischen Pflanzen. Die Abmessungen des Gebäudes werden in den ausgewerteten Quellen nicht genannt.

Pflanzensammlungen

Die Orangerie hat ihre ursprüngliche Funktion bewahrt: Zitrusbäume werden darin gezogen, und exotische Pflanzen überwintern dort, wie Wikipedia und ein 2026 geprüfter Reiseführer übereinstimmend angeben. Die Vermietungsseite des Schlosses erklärt, dass sie das mobile Grün der Schlossgärten beherbergt; der Mietkalender für 2027 bietet zwischen der zweiten Oktoberhälfte und der ersten Aprilhälfte keinen Termin an, wenn die Halle von den Pflanzen belegt ist.

Fotografien von 2022 auf Wikimedia Commons mit der Bildunterschrift „Orangerie“ zeigen blühende und fruchtende Zitronenbäume und einen blühenden Oleander. Die ausgewerteten Quellen nennen weder eine Artenliste noch Sorten. Im übrigen Jahr dient das Gebäude als Rahmen für Zeremonien, Empfänge und Aufführungen, und vor der Fassade kann ein Empfangszelt aufgestellt werden.

Besuch

Die Orangerie steht im Schlosspark, nahe dem Mánes-Pavillon. Der Park ist für alle geöffnet; das Innere öffnet bei Veranstaltungen (Zeremonien, Empfänge, Aufführungen, besondere Tage), einige davon nach Reservierung. Eine Führung durch den Park bei schönem Wetter umfasst den Roten Turm, einen neugotischen Aussichtsturm, und den Mánes-Pavillon. Das Schloss, seit dem 2. April 2016 für die Öffentlichkeit geöffnet und von November bis Februar geschlossen, beherbergt das Museum der Filme von Zdeněk und Jan Svěrák und seit 2019 eine Ausstellung von Zeichnungen von Mánes; ein Café öffnet zu den Zeiten des Schlosses. Der Besuch lässt sich mit Olomouc verbinden, etwa fünfzehn Kilometer Luftlinie entfernt, wo die Sammlungsgewächshäuser Flora stehen.

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49.55° N, 17.04° E

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Quellen (8)

  1. zamekcechy.cz/zamecky-park-historie
  2. zamekcechy.cz/pronajmy
  3. zamekcechy.cz/
  4. ct24.ceskatelevize.cz/clanek/archiv/zamek-v-cechach-pod-kosirem-se-pysni-opravenou-oranzer
  5. cs.wikipedia.org/wiki/Zámek_Čechy_pod_Kosířem
  6. loudavymkrokem.cz/en/?p=342173
  7. ubz.zf.mendelu.cz/wcd/w-zf-ubz/projekty/naki-dg18p02ovv007/nmap-historicke-oranzerie/nmap0
  8. commons.wikimedia.org/wiki/Category:Orangery_in_Čechy_pod_Kosířem
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