Romeo- und Julia-Pyramiden (Botanischer Garten der Universität Oulu)
Oulu, Nordösterbotten

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Stil
- Zwei Gewächshäuser in Form von Glaspyramiden
- Abmessungen
- Romeo 16 m hoch; Julia 14 m hoch
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
Die Wahrzeichen des Botanischen Gartens der Universität Oulu, die beiden pyramidenförmigen Gewächshäuser Romeo und Julia, stehen auf dem Campus Linnanmaa am See Kuivasjärvi, etwa sieben Kilometer nördlich des Stadtzentrums. 1960 im Park auf den Hupisaaret-Inseln nahe dem Zentrum gegründet, zog der Garten im Sommer 1983 hierher um. Romeo, 16 m hoch, beherbergt tropische und subtropische Pflanzen; Julia, 14 m hoch, zeigt mediterrane, Wüsten- und gemäßigte Flora. Zusammen zeigen sie rund 1.200 exotische Pflanzentaxa.
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Geschichte
Der Botanische Garten der Universität Oulu wurde 1960 gegründet. Sein erster Standort war der Park auf den Hupisaaret-Inseln nahe dem Stadtzentrum. Im Sommer 1983 zog er nach Linnanmaa neben den neuen Campus der Universität um, auf ein Gelände zwischen den Universitätsgebäuden und dem See Kuivasjärvi, etwa sieben Kilometer nördlich des Zentrums. Die beiden Pyramidengewächshäuser mit den Namen Romeo und Julia sind seither zum Wahrzeichen des Gartens geworden.
Der Garten gehört heute zur Biodiversitätseinheit der Universität, und das Botanische und das Zoologische Museum teilen sich seine Räumlichkeiten. Seine Sammlungen werden vor allem für Lehre und Forschung gepflegt, sind aber öffentlich zugänglich. Der Garten dokumentiert die Herkunft jeder Pflanze, sodass jedes Exemplar bis zu seiner Quelle zurückverfolgt werden kann, und gibt Saatgut nordfinnischer Herkunft an andere Botanische Gärten in aller Welt ab. Die Universität beschreibt ihn als einen der nördlichsten wissenschaftlichen Gärten der Welt.

Architektur und Ingenieurbau
Beide Gewächshäuser haben die Form verglaster Pyramiden, die als Orientierungspunkte für den Garten und für den Campus Linnanmaa dienen. Romeo, der höhere der beiden, ragt 16 Meter auf; sein Nachbar Julia erreicht 14 Meter. Diese hohen Volumen ermöglichen es, unter Glas große Pflanzen zu ziehen, von Bananen und Lianen bis zu Bäumen gemäßigter Regionen.
Jede Pyramide hat ihr eigenes Klima. Romeo beherbergt die tropische und subtropische Vegetation, mit Becken, in denen Reis und Papyrus wachsen. Julia vereint drei Bereiche: eine mediterrane Zone, eine Wüstenzone, die Kakteen und Sukkulenten gewidmet ist, und eine gemäßigte Zone mit Bäumen wie Mammutbaum und Magnolie. Etiketten nennen zu jeder Pflanze den wissenschaftlichen Namen, das hauptsächliche natürliche Verbreitungsgebiet und den finnischen Namen, und Informationstafeln liefern weitere Einzelheiten.

Pflanzensammlungen
Rund 1.200 exotische Taxa werden in den beiden Pyramiden gezeigt, von insgesamt mehr als 4.000 Pflanzenarten im gesamten Garten. Romeo versammelt tropische Früchte, Orchideen, fleischfressende Pflanzen, Lianen und Wasserpflanzen sowie bekannte und weniger bekannte Nahrungs- und Futterpflanzen: Banane, Kakao, Kaffee, Tee, Gardenie und Kamelie wachsen Seite an Seite. Der Garten weist auch auf einige Kuriositäten hin, darunter das, was er als den seltensten Baum der Welt, die kleinste Blütenpflanze und den größten Samen der Welt bezeichnet.
Julia zeigt auf der einen Seite mediterrane Flora, mit Olive, Weinrebe, Geranien, Zitrusbäumen, Zedern und einer Araukarie, dann die Agaven, Aloen und Kakteen der Wüstenzone und schließlich gemäßigte Bäume wie Mammutbaum, Magnolie und Maulbeerbaum. Jede Pflanze ist mit ihrer Herkunft dokumentiert, und die Sammlungen dienen der Lehre und Forschung der Universität.
Besuch
Der Garten nimmt einen Teil des Campus Linnanmaa ein, zwischen der Universität und dem See Kuivasjärvi, etwa sieben Kilometer nördlich des Zentrums von Oulu. Der Garten im Freien ist kostenlos zugänglich, und in den Pyramiden gehen die Besucher nach Belieben umher, statt einem festen Rundweg zu folgen. Eine Stunde genügt für die beiden Gewächshäuser; für den Garten im Freien, den man am besten im Sommer erkundet, sollte man mehr Zeit einplanen: Er zeigt Nutz- und Heilpflanzen, einheimische Flora, Gebirgspflanzen und ein nach biogeografischen Regionen angeordnetes Arboretum. Das Botanische und das Zoologische Museum der Universität teilen sich dieselben Räumlichkeiten.
65.06° N, 25.47° E
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Quellen (5)
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