Estufa do Jardim Botânico de Curitiba
Curitiba, Paraná

Quellen geprüft im September 2026
- Jahr
- 1991
- Architekt
- Abrão Assad
- Stil
- Eisen und Glas, drei vom Jugendstil inspirierte Kuppeln
- Abmessungen
- Gewächshaus von 458 m²
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
Das Gewächshaus wurde am 5. Oktober 1991 zusammen mit dem Botanischen Garten von Curitiba eröffnet; entworfen vom Architekten Abrão Assad, reiht es drei Kuppeln aus Eisen und Glas in einer vom Jugendstil inspirierten Formensprache aneinander, die an den Londoner Crystal Palace erinnert. Es ist klimatisiert, überblickt einen formalen Garten im französischen Stil und beherbergt Arten des Atlantischen Regenwalds wie Caraguatá, Caetê und Palmito. Zusammen mit dem Botanischen Museum und seinem Herbarium, dem Garten der Empfindungen und dem Raum Frans Krajcberg bildet es eine der wichtigsten touristischen Stätten der Hauptstadt von Paraná und ist zum bekanntesten Bild der Stadt geworden.
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Geschichte
Der Botanische Garten von Curitiba wurde am 5. Oktober 1991 eröffnet. Sein offizieller Name ehrt die Stadtplanerin Francisca Maria Garfunkel Rischbieter (die englischsprachige Wikipedia verwendet die Form Fanchette Rischbieter), die als eine der Pionierinnen der Planung in der Hauptstadt von Paraná gilt, einer für ihre Stadtpolitik bekannten Stadt. Das Hauptgewächshaus entwarf der Architekt Abrão Assad, der zur gleichen Zeit die Rua 24 Horas entwarf, eine überdachte Straße, die im September 1991 von Bürgermeister Jaime Lerner eröffnet wurde.
Die portugiesischsprachige Wikipedia gibt dem Garten im Stadtteil Jardim Botânico eine Fläche von 278.000 m²; andere Sprachversionen nennen 240.000 oder 245.000 m². 1992 nahm er das Städtische Botanische Museum auf, dessen Herbarium mit rund 400.000 getrockneten Exemplaren, dazu Holz- und Fruchtsammlungen, als viertgrößtes Brasiliens genannt wird. Weitere Räume folgten, darunter der Kulturraum Frans Krajcberg und, im Dezember 2008, der Garten der Empfindungen.
Das Gewächshaus wurde bald zum Bild, das am engsten mit Curitiba verbunden ist; 2007 erhielt der Garten bei einer Abstimmung zur Wahl der Sieben Wunder Brasiliens die meisten Stimmen. Die herangezogenen Quellen verzeichnen seit der Eröffnung keine größere Restaurierung des Gewächshauses.


Architektur und Ingenieurbau
Das Hauptgewächshaus besteht aus einem Metallgerüst, laut der portugiesischsprachigen Wikipedia aus Eisen und Glas, das als drei Kuppeln im Jugendstil angeordnet ist. Sein Entwurf lehnt sich offen an den Londoner Crystal Palace an, die große Glashalle aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei er dessen Geist übernimmt, nicht dessen Maßstab: Die englischsprachige Wikipedia gibt ihm eine Grundfläche von 458 m². Es handelt sich also nicht um ein historisches Gewächshaus, sondern um eine Neuinterpretation des viktorianischen und Jugendstil-Gewächshausvokabulars aus dem späten 20. Jahrhundert, von einem Architekten, der auch die 120 Meter lange Rua 24 Horas mit einer Folge von 32 Bögen überdacht hat.
Das Gebäude ist klimatisiert und liegt oberhalb eines Gartens im französischen Stil mit geometrischen Beeten, dessen Parterres, Springbrunnen und Becken sowohl vom Inneren des Gewächshauses als auch von seiner Umgebung aus zu sehen sind. Diese Inszenierung, die das Gewächshaus ans Ende einer Sichtachse stellt, erklärt einen großen Teil seiner Bildwirkung. Seine Höhe, die Zahl der Scheiben und das ausführende Bauunternehmen sind in den herangezogenen Quellen nicht veröffentlicht.


Pflanzensammlungen
Das Gewächshaus zeigt Arten des Atlantischen Regenwaldes, eines der brasilianischen Biome, die durch Abholzung am stärksten dezimiert wurden. Zu den in den Quellen genannten Pflanzen gehören Caraguatá (eine Bromelie), Caetê und Palmito, die wegen ihres Palmherzens geerntete Palme. Zusammen vermitteln sie die Feuchtigkeit und Dichte des tropischen Unterwuchses und setzen unter Glas den im Park bewahrten Rest des Atlantischen Regenwaldes fort.
Über das Gewächshaus hinaus bietet der Garten weitere botanische Angebote: das Botanische Museum mit seinem der Flora von Paraná und Brasiliens gewidmeten Herbarium; den Garten der Empfindungen, in dem Pflanzen durch Tasten und Riechen erkundet werden, mit oder ohne Augenbinde; und den Raum Frans Krajcberg, dessen Dauerausstellung „A Revolta“ 110 große Werke des Künstlers aus illegal gefällten oder verbrannten Bäumen zeigt.


Besuch
Das Gewächshaus steht im Stadtteil Jardim Botânico an der Rua Engenheiro Ostoja Roguski, am Ende der langen Sichtachse des französischen Gartens. Das Gebäude selbst ist schnell gesehen, doch sein Inneres bietet auch den besten Blick zurück über die Parterres, Springbrunnen und Becken. Ein vollständiger Rundgang, der den formalen Garten, den Rest des Atlantischen Regenwaldes, das Botanische Museum, den Garten der Empfindungen und den Raum Krajcberg einschließt, dauert ein bis zwei Stunden. Als Wahrzeichen Curitibas ist das Gewächshaus ein regelmäßiger Halt auf Stadtrundfahrten und lässt sich gut mit der Rua 24 Horas desselben Architekten verbinden, die 2011 nach vierjähriger Schließung wiedereröffnet wurde.
25.44° S, 49.24° W
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