Gewächshaus-Ausstellungshalle, Botanischer Garten Hengshui (衡水植物园温室展览馆)
Hengshui, Hebei
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2021
- Architekt
- Interval Architects (空格建筑)
- Stil
- Verglaste Halle auf einem Stahltragwerk aus umgekehrt pyramidenförmigen Einheiten
- Abmessungen
- 3.113 m² Bruttofläche laut den Architekten; 3.570 m² laut der Lokalpresse (2026)
- Status
- Öffentlich zugänglich (Garten am 1. Mai 2026 wiedereröffnet, Eintritt frei)
Im Süden von Hengshui, am Zentralsee des Botanischen Gartens, ist die Gewächshaushalle ein Werk des Büros Interval Architects. Sie wiederholt umgekehrt pyramidenförmige Stahleinheiten, umhüllt von einer Glasfassade, anstelle der riesigen Kugel, wie sie in Schaugewächshäusern üblich ist. Ihr Haupttragwerk erreicht 18 m Höhe und umfasst laut den Architekten 3.113 m² Bruttofläche, laut der Lokalpresse 3.570 m². Sie hat eine tropische Zone und eine Zone für Wüstenpflanzen; 2026 zählt die Presse dort mehr als 200 tropische, subtropische und Wüstenarten. Der Garten wurde nach einer Umgestaltung am 1. Mai 2026 wiedereröffnet.
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Geschichte
Der Botanische Garten Hengshui in der Provinz Hebei wurde im Süden der Stadt auf einem natürlichen Feuchtgebiet neben dem Hengshui-See geplant. Die lokalen Behörden wollten einen Landschaftspark und eine kulturelle Plattform, die den Einwohnern offensteht, mit Ökotourismus und Pflanzenbildung. Das Büro Interval Architects (空格建筑) entwarf dort eine Reihe von Bauten: die Gewächshaushalle, ein Museum für Wasserpflanzen, das Botanical Art Center, im Volksmund „Backsteinturm“ genannt, und ein botanisches Forschungszentrum.
Die Gewächshaushalle ist in den von gooood veröffentlichten Angaben auf 2016 bis 2021 datiert. Die Texte der Architekten widersprechen sich zur Fertigstellung: Der chinesische Text setzt den Bau der Gebäudereihe auf 2019, der englische Text nennt 2019 bis 2021, das Projektblatt 2021. Die Entwerfer verzichteten auf die riesige Kugel, die man oft in Schaugewächshäusern sieht und die sie für das Feuchtgebiet als ungeeignet beurteilten, zugunsten wiederholter Stahlmodule, die mit denselben Formen gefertigt werden, um Kosten und Bauzeit zu senken. Als historischen Bezug nennen sie den Kristallpalast der Weltausstellung von 1851.
Der Garten wurde nach einer Umgestaltung am 1. Mai 2026 wiedereröffnet, laut Lokalpresse mit freiem Eintritt an diesem Tag, und mit neuen Bereichen: einem Kinderpark, einer Vogelbeobachtungsstation und einem Ruhebereich für ältere Besucher. Ein Artikel der Provinzpresse vom 6. September 2026 führt die Gewächshaushalle unter den Einrichtungen auf, die „vollständig geöffnet“ sind.
Architektur und Ingenieurbau
Die Halle ruht auf der Wiederholung umgekehrt pyramidenförmiger Stahleinheiten, deren Zusammenfügung ein gefaltetes Dach bildet; das Haupttragwerk ist 18 m hoch. Dreizehn trapezförmige Betonsockel, die auf einem roten Ziegelsockel stehen, tragen die Einheiten, die mit einer Vorhangfassade aus Glas umhüllt sind. Die Bauteile werden mit denselben Formen und Parametern vorgefertigt, und ein gemischtes Tragsystem lässt das Innere stützenfrei.
Die starken Schneefälle in Hebei erklären die steilen Dachneigungen: Fallrohre an den Verbindungsstellen der Pyramiden sammeln das Schmelzwasser in einer Zisterne. Hinter der Vorhangfassade sind Rollos zur Beschattung verborgen, die Zusatzbeleuchtung ist in sie integriert, und die Klimatechnik ist in Balken und Fachwerken versteckt. Kleine Holzbauten, die „Space-Boxes“ (Läden, Büros, Toiletten, Lager), schieben sich unter die Hülle; ihre Höhe beträgt im chinesischen Text 4 bis 6 m, im englischen 3 bis 4 m. Der Haupteingang im Nordosten ist eine nicht verglaste pyramidenförmige Stahleinheit, die einen beschatteten Raum bildet; drei Nebeneingänge öffnen sich nach Westen zum See und nach Süden zur Ringstraße. Die Grundfläche beträgt laut Projektblatt 3.113 m² brutto, laut der Einführung der Architekten etwa 3.000 m² und laut Lokalpresse 3.570 m².
Pflanzensammlungen
Die Architekten planten zwei Zonen. Die tropische Zone stellt hohe Bäume in die Mitte jeder Pyramideneinheit und niedrige, saisonale Blütenpflanzen an die vier Seiten. Die Sand- und Wüstenpflanzenzone liegt in einer eigenen, niedrigeren Einheit im Süden, um den besonderen Ansprüchen dieser Pflanzen an Fläche, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Boden gerecht zu werden. Das Architekturmaterial enthält keine Artenliste.
Die Lokalpresse vom 1. Mai 2026 beschreibt eine Pflanzenhalle mit konstanter Temperatur (恒温温室植物馆) von 3.570 m², in der mehr als 200 tropische, subtropische und Wüstenarten versammelt sind, und nennt Bougainvillea-Stämme (三角梅桩), 鸭脚木 und Dattelpalmen (海枣). Ein anderer Artikel vom 6. September 2026 schreibt dem Garten insgesamt mehr als tausend Arten und 22 Themengärten zu; er beschreibt den Inhalt der Halle nicht im Einzelnen.
Besuch
Die Halle nimmt den südlichen Teil des Gartens ein, am Rand des Zentralsees, und liegt dem Botanical Art Center mit seinem Backsteinturm über das Wasser gegenüber. Der Haupteingang liegt im Nordosten; zwei Nebeneingänge führen nach Westen hinab zum See, ein dritter verbindet sich im Süden mit der Ringstraße.
Der Besuch lässt sich mit der Hongfu-Terrasse (鸿鹄台) fortsetzen, dem höchsten Punkt des Gartens mit Blick über den gesamten Park, und mit der Aussichtsplattform eines 36 m hohen Schornsteins, den die Presse vom 6. September 2026 unter den geöffneten Einrichtungen nennt. Die Architekten erwähnen für den See einen Zugvogelzug von Mitte Oktober bis Anfang November, und der Garten hat 2026 eine Vogelbeobachtungsstation eröffnet.
37.69° N, 115.65° E
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