Rosendal Drivhus (2004 wiederaufgebautes Gewächshaus), Baroniet Rosendal
Baroniet Rosendal, Rosendal, Kvinnherad (Vestland)
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2004
- Architekt
- Elin Thorsnes (Entwurf); Victorian Greenhouses (Hersteller)
- Stil
- Verglastes Gartengewächshaus, Nachbau eines Gewächshauses von etwa 1860, mit einem Caféraum
- Status
- Garten ganzjährig geöffnet (Eintritt kostenpflichtig); Café unter dem Glasdach in der Saison (2026 von Mai bis August)
In den Gärten der Baroniet Rosendal am Hardangerfjord ist das Gewächshaus ein Nachbau, der 2004 auf der Grundmauer des auf etwa 1860 datierten Originals errichtet wurde. Von der englischen Firma Victorian Greenhouses nach Plänen von Elin Thorsnes (Architektur) geliefert, steht es samt seinem Innenraum unter Schutz. Es setzt die gartenbauliche Tradition des alten Küchengartens der Barone fort: 2008 wurden darin Zitruspflanzen, Weinreben und Pfirsichbäume gezogen, und das Gartencafé serviert dort unter einem Glasdach Mittagessen mit Blick auf das Herrenhaus von 1665.
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Geschichte
Das Gewächshaus erinnert an den gartenbaulichen Tatendrang des Besitzers des Fideikommissguts, Marcus Gerhard Hoff-Rosencrone, der 1849 den Gärtner Ludvig Lundberg einstellte, um den Gartenbau auf der Baronie und im Bezirk voranzubringen. Die Schutzverordnung datiert die Anlage des heutigen Küchengartens samt Landschaftspark auf etwa 1850. Zwei Gewächshäuser und fünf Frühbeete standen damals unmittelbar unterhalb des Hundehaugen. Das ursprüngliche, um 1860 errichtete Gewächshaus wurde über Rauchzüge von einem Kesselhaus aus beheizt, das dort stand, wo sich heute das Hagecafé befindet; man zog und überwinterte darin viele exotische Blumen, Gemüsepflanzen und andere Kulturen. Im 20. Jahrhundert wurde der Gartenbau nach und nach vernachlässigt, und das Gewächshaus verfiel. Das Gut war 1927 der Universität Oslo geschenkt worden.
Das heutige Gewächshaus ist ein Nachbau auf der Grundmauer des alten. Die Verordnung nennt es 2004 neu; die Datenbank Askeladden datiert es auf 2005 und setzt das Original an einer Stelle um 1860, an einer anderen um 1870 an. Geliefert wurde es von der englischen Firma Victorian Greenhouses, laut der Datenbank nach Plänen von Elin Thorsnes (Architektur). Das 2005 erbaute Hagecafé & Butikk steht auf der Grundmauer des früheren zweiten Gewächshauses. Obwohl es jung ist, steht das Gewächshaus unter Schutz, und zwar durch eine Verordnung für die staatlichen Kulturgüter, die in Askeladden auf den 20. November 2015 datiert ist, weil es die Bedeutung der Erzeugung von Zier- und Nutzpflanzen für die Baronie dokumentiert.
Architektur und Ingenieurbau
Die Quellen nennen weder Abmessungen noch Materialien oder Verglasungsart des Bauwerks: Sie sagen lediglich, es sei ein Nachbau des Gewächshauses von etwa 1860, auf dessen Grundmauer errichtet und von einem englischen Hersteller geliefert. Der Schutztext umfasst Äußeres und Inneres: Konstruktion, Fassadenkomposition, Grundriss, Materialien, Oberflächenbehandlung sowie Elemente wie Fenster und Türen; fest eingebaute Ausstattung gehört zum geschützten Interieur. Der Besitzer der Baronie spricht davon, im Gewächshaus „unter einem Glasdach“ zu sitzen, was eine gläserne Überdachung belegt, ohne Näheres zu nennen. Askeladden vermerkt, dass die Raumaufteilung im Innern für die heutige Nutzung, bestehend aus Gartenmärkten und Vermittlungsaktivitäten, flexibel bleibt.
Der Gebäudeumriss in OpenStreetMap, als Kulturdenkmal erfasst und mit derselben Gebäudenummer wie im Register (22804324) versehen, misst etwa 14 mal 9 m. Das 2005 erbaute Hagecafé & Butikk ist ein eigenes Nachbargebäude (Nummer 22804316), von dem nur das Äußere geschützt ist; das Café belegt dieses Gebäude und reicht nach Angabe des Besitzers unter das Glasdach des etwa zehn Meter entfernten Gewächshauses.
Pflanzensammlungen
Ein Artikel auf der Website von Bo Bedre aus dem Jahr 2008 schreibt, dass im Inneren mediterrane Pflanzen, Wein, Pfirsich und Zitrusfrüchte, wachsen und dass sich die exotischeren Pflanzen dort wohlfühlen; an schönen Tagen werden Töpfe mit südlichen Pflanzen ins Freie gestellt. Ein regionaler Werbeartikel vom Juni 2026 beschreibt ein Mittagessen, serviert zwischen Geranien, Zitrusbäumen und voll erblühten Rosen. Ein Inventar oder genaue Artnamen sind nicht veröffentlicht.
Rundherum liefert der restaurierte Küchen- und Kräutergarten Obst, Beeren, Gemüse, Salate und Kräuter für die Speisekarten des Cafés. Der Artikel von 2008 erwähnt zudem einen Pflanzenverkauf unmittelbar neben dem Kräutergarten. Die Schutzverordnung ihrerseits verbindet das Gewächshaus mit der Erzeugung von Zier- und Nutzpflanzen für die Baronie.
Besuch
Das Gewächshaus steht im Garten von Rosendal, keine hundert Meter vom Herrenhaus von 1665 entfernt, neben dem Hagecafé: In der Saison sitzt man dort zum Mittagessen. Laut der Website der Baronie ist der Garten ganzjährig zugänglich, gegen Eintritt; die Führungen durch das Herrenhaus und das Café richten sich nach der Saison, 2026 von Mai bis August. Ein regionaler Reiseführer empfiehlt zwei bis drei Stunden für Garten und Café. Der Hardangerfjord Express verbindet Bergen in etwa zwei Stunden mit Rosendal, und ein Fußweg von rund 1,5 km führt zum Herrenhaus. Der Besuch lässt sich mit den Rosen im Juli, dem Kammermusikfestival im August und dem Wasserfall Hattebergfossen verbinden.
59.99° N, 6.03° E
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Quellen (8)
- baroniet.no/restauranter/
- riksantikvaren.no/content/uploads/2020/12/Baroniet-Rosendal-Dokumentasjon.pdf
- api.ra.no/KulturminnerFredaBygninger/collections/fredabygninger/items?f=json&bbox=6.020,59
- baroniet.no/rosendal-have/
- baroniet.no/praktisk-informasjon/
- hardangerfjord.com/en/artikler/culture-history/baroniet-rosendal-a-castle-a-garden-a-summe
- bo-bedre.no/hage/norges-vakreste-urtehage
- openstreetmap.org/way/710690850
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