Tropisches Gewächshaus (Tropiska växthuset), Botanischer Garten der Universität Uppsala
Uppsala, Provinz Uppsala

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1930er-Jahre
- Stil
- Verglastes Tropenhaus des 20. Jahrhunderts, in den 1980er-Jahren und erneut 2005 umgestaltet
- Abmessungen
- 893 m² seit 2005 (zuvor 1.131 m²)
- Status
- Das ganze Jahr über für die Öffentlichkeit geöffnet; geschlossen am Mittsommerabend sowie vom letzten Wochenende vor Weihnachten bis Silvester
Im Botanischen Garten der Universität Uppsala am Villavägen 8 wurde das Tropische Gewächshaus (Tropiska växthuset) in den 1930er-Jahren für Pflanzen aus der ganzen Welt gebaut und in den 1980er-Jahren umgestaltet. Im Dezember 2004 wegen Kosten- und Arbeitsumweltproblemen geschlossen, wurde es 2005 gerettet: Die Universität investierte 3,2 Millionen Kronen, verkleinerte seine Fläche von 1.131 auf 893 m² und plante, Kunststoffplatten durch Glas zu ersetzen. Palmen, Bananenpflanzen, Kaffeebäume, Orchideen, fleischfressende Pflanzen und die Victoria-Riesenseerose bilden das, was die Universität den einzigen Regenwald der Stadt nennt.
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Geschichte
Das Tropenhaus ist eine Ergänzung des 20. Jahrhunderts zu einem Botanischen Garten, dessen Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Laut einer Pressemitteilung der Universität wurde es in den 1930er-Jahren gebaut, um Pflanzen aus allen Winkeln der Welt aufzunehmen, und in den 1980er-Jahren in seine heutige Form renoviert. Die englischsprachige Wikipedia nennt ohne weitere Quelle das Jahr 1930; die Seiten der Universität selbst bleiben beim Jahrzehnt.
Seine jüngere Geschichte ist bewegter. Am 30. November 2004 kündigte die Universität an, das Gewächshaus werde am 1. Dezember schließen. Drei Gründe wurden genannt: Eine Studie von Professor Jon Ågren habe ergeben, dass der Forschungsbedarf an einem Tropenhaus zurückgegangen sei; die schwedische Arbeitsumweltbehörde habe 2003 Mängel festgestellt, von denen einige im Mai 2004 fortbestanden (blendende Beleuchtung, unzuverlässige Klimaregelung); und der Rektor Bo Sundqvist vertrat die Auffassung, die der Forschung und Lehre auferlegten Einsparungen sollten sich auch auf das auswirken, was die Universität der Öffentlichkeit bietet. Ein Beratungsunternehmen bezifferte die Kosten, das Haus auf den erforderlichen Standard zu bringen, auf 4 bis 5 Millionen Kronen, bei Betriebskosten von etwa 3 Millionen im Jahr für rund 8.000 Besucher. Die Pflanzen sollten vor dem 30. Juni 2005 ausgeräumt werden.
Am 7. Juni 2005 kehrte eine neue Mitteilung mit dem Titel „Tropiska växthuset räddas“ (das Tropenhaus wird gerettet) den Kurs um: Der Rektor sagte 3,2 Millionen Kronen für eine Sanierung zu. Die Fläche sank von 1.131 auf 893 m², eine neue Klimaanlage wurde geplant, Kunststoff sollte überall Glas weichen, und hinten wurde für Gruppen ein Eingang mit einem Anbau nach Art eines Wintergartens ergänzt. Die eingesehenen Seiten geben kein genaues Wiedereröffnungsdatum an.


Architektur und Ingenieurbau
Keines der eingesehenen Dokumente nennt den Architekten des Gewächshauses oder beschreibt seine ursprüngliche Konstruktion. Bekannt ist, dass es aus den 1930er-Jahren stammt, in den 1980er-Jahren umgebaut wurde und vor der 2005 beschlossenen Sanierung 1.131 m² bedeckte, die es auf 893 m² verkleinerte. Der Gebäudeumriss in OpenStreetMap zeigt eine unregelmäßige Grundfläche, an der längsten Stelle rund fünfzig Meter breit, auf einer einzigen Ebene.
Die Arbeiten von 2005 liefern die wichtigsten technischen Merkmale. Die Mitteilung der Universität sieht eine neue Klimaanlage vor, als Folge der 2004 gemeldeten Regelungsmängel, und den Ersatz von Kunststoff durch Glas „im ganzen Gewächshaus“, was nahelegt, dass ein Teil der Verglasung bis dahin aus Kunststoff war. Ein neuer Eingang mit einem hinten angebauten Uterum (einem verglasten Raum oder Wintergarten) schafft für Gruppen einen Versammlungsraum, der bis dahin gefehlt hatte.
Im Inneren führt der Rundgang von einer Atmosphäre in die nächste. Die schwedische Wikipedia spricht von Pflanzen sowohl tropischer als auch arider Umgebungen, während die Universität und die Touristeninformation überwiegend einen Regenwald mit Lianen, großen Blättern und fleischfressenden Pflanzen beschreiben. Die Victoriasalen, die Halle der Riesenseerose, enthält ein Becken, auf dem die Blätter schwimmen.


Pflanzensammlungen
Die heutige Präsentation ist um den Regenwald herum gegliedert. Die Seiten der Touristeninformation von Uppsala nennen Palmen, Bananenpflanzen, Kaffeebäume und Orchideen sowie Lianen, große Blätter und fleischfressende Pflanzen. Eine Fotounterschrift des Gartens erwähnt außerdem eine blühende Feijoa. An sonnigen Tagen sind laut der Touristeninformation die Rufe von Pfeilgiftfröschen im Grün zu hören.
Die am häufigsten erwähnte Pflanze ist die Riesenseerose der Gattung Victoria. Die Universität gibt ihren Blättern einen Durchmesser von bis zu zwei Metern, während eine Gartenunterschrift von Blättern von einem Meter Durchmesser spricht. Fotografien auf Wikimedia Commons widersprechen sich bei der Art (Victoria amazonica für eine Ansicht des Gewächshauses, Victoria cruziana für andere Bilder aus dem Garten); die Universität selbst nennt nur die Gattung.
In ihrer Mitteilung von 2004 nannte die Universität unter den Besonderheiten des Gewächshauses eine der schönsten Sammlungen von „Sankta Paula“ weltweit (der schwedische Name, so übernommen, wie er geschrieben steht), die sehr ungewöhnliche Blume Cyclamen somalense und die Victoria-Seerose. Diese Erwähnungen sind mehr als zwanzig Jahre alt, die Sammlungen können sich seither also verändert haben.
Besuch
Das Gewächshaus steht am Villavägen 8 im neuesten Teil des Gartens, auf der anderen Seite der Norbyvägen; die Orangerie Linneanum liegt etwa zweihundert Meter weiter nördlich (Koordinaten aus OpenStreetMap). Es ist das ganze Jahr über geöffnet, außer am Mittsommerabend und vom letzten Wochenende vor Weihnachten bis Silvester. Sein bescheidener Umfang von unter 900 m² bedeutet, dass es sich besichtigen lässt, ohne dass man dafür einen halben Tag opfern muss.
Der Garten bietet in der kalten Jahreszeit am ersten Sonntag des Monats um 13 Uhr Führungen an, außerdem eine Neujahrsöffnung und im August einen bis drei tropische Abende mit Öffnung bis 21 Uhr, an denen die Victoria-Riesenseerose „mit etwas Glück“ blühen kann. Das Café Victoria hat von Mai bis September dieselbe Adresse. Rollstuhlzugang ist vorhanden.
59.85° N, 17.63° E
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Quellen (8)
- uu.se/botaniska-tradgarden
- uu.se/press/pressmeddelanden/2004/2004-11-30-rektor-soker-nya-losningar-for-tropisk-vaxtsa
- uu.se/press/pressmeddelanden/2005/2005-06-07-tropiska-vaxthuset-raddas
- uu.se/botaniska-tradgarden/besok-oss/oppettider
- uu.se/botaniska-tradgarden/utstallningar-och-evenemang/aterkommande-evenemang
- destinationuppsala.se/se-gora-ata/tropiska-vaxthuset/
- sv.wikipedia.org/wiki/Botaniska_tr%C3%A4dg%C3%A5rden,_Uppsala
- en.wikipedia.org/wiki/Botanical_Garden_of_Uppsala_University
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