Eisernes Gewächshaus (The Glass House), Hoveton Hall Gardens
Hoveton, Norfolk

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- um 1809–1812
- Architekt
- Humphry und John Adey Repton (mit Vorbehalt zugeschrieben); Erweiterung: Messenger and Co., Loughborough
- Stil
- Anlehngewächshaus aus gewalztem Schmiedeeisen, Gusseisen und Glas mit gotischen Details; T-förmiger Grundriss nach der Erweiterung des frühen 20. Jahrhunderts
- Abmessungen
- Ursprünglicher Teil 12,72 m × 4,72 m; Erweiterung 7,57 m × 4,2 m (Untersuchung von 2008)
- Status
- Denkmalgeschützt (Grade II*); Gärten saisonal geöffnet, bis Ostern 2027 geschlossen (Mitteilung des Anwesens, 16.10.2026)
In den Gärten von Hoveton Hall in Norfolk steht dieses an eine Backsteinmauer gelehnte Glashaus unter Denkmalschutz (Grade II*). Der Eintrag in der National Heritage List datiert es auf etwa 1809–1812, schreibt es mit Vorbehalt den Reptons, Vater und Sohn, zu und sieht darin ein frühes Beispiel für gewalztes Schmiedeeisen im Gewächshausbau; Messenger and Co. aus Loughborough erweiterte es im frühen 20. Jahrhundert. Mit Hilfe von English Heritage und der Country Houses Foundation restauriert, gehört es zu den Bereichen, die den Besuchern vorgestellt werden. Die Gärten sind bis Ostern 2027 geschlossen.
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Geschichte
Hoveton Hall ist ein Haus der Regency-Zeit aus Gault-Backstein, 1809 bis 1812 für Christabell Burroughes erbaut; die Website des Anwesens nennt Humphry Repton und seinen Sohn John Adey Repton. Der Eintrag der National Heritage List for England datiert das Glashaus auf etwa 1809–1812, also zeitgleich mit dem Haus, und schreibt es mit Vorbehalt denselben Architekten zu. Das Denkmalverzeichnis von Norfolk (historic environment record) setzt es um 1813 an, während das Anwesen von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts spricht; eine Notiz von 1986 im selben Verzeichnis nannte es noch „Mitte des Jahrhunderts“, vor seiner Heraufstufung auf II* im Jahr 2000 aufgrund der Repton-Zuschreibung.
Im frühen 20. Jahrhundert fügten Messenger and Co. aus Loughborough in der Mitte der Südseite einen Anbau hinzu, der dem Ganzen seinen T-förmigen Grundriss verleiht; das Glashaus besaß 1907 bereits Warmwasserleitungen. Zwei weitere Gewächshäuser des 20. Jahrhunderts, die mit dem von Repton nichts zu tun haben, erscheinen in derselben Akte: Der Abriss eines davon, auf 1937 datiert, wurde 2004 genehmigt, und das kleinere sollte restauriert und in Telford wiederaufgebaut werden.
Die Familie Buxton besitzt das Anwesen seit 1946 und öffnete die Gärten 1992 für die Öffentlichkeit, um zu ihrem Unterhalt beizutragen. Eine Bauuntersuchung vom Dezember 2008 ging der Restaurierung des Glashauses voraus; eine archäologische Baubegleitung im August und September 2009 begleitete seine Demontage im Rahmen der Arbeiten, für die das Anwesen Zuschüsse von English Heritage und der Country Houses Foundation nennt.

Architektur und Ingenieurbau
Der ursprüngliche Teil ist ein Anlehngewächshaus an einer rückwärtigen Backsteinmauer, aus gewalztem Schmiedeeisen, Gusseisen und Glas. Die Rückwand, die die Bothies (kleine Wirtschaftsräume) verbirgt, läuft zu beiden Seiten aus und biegt an den Enden nach unten. Das Haus steht auf einem Backsteinsockel, mit verglasten Giebelseiten, in die jeweils eine teilverglaste Tür mit gotischem Spitzbogen eingelassen ist; kleine Scheiben werden von feinen Sprossen gehalten, und das Dach ruht auf durchbrochenen Eisensparren im gotischen Stil in zwei verschraubten Feldern, die an der Rückwand befestigt sind. Der Denkmaleintrag sieht darin ein frühes Beispiel für gewalztes Schmiedeeisen im Gewächshausbau.
Die Untersuchung von 2008 gibt dem älteren Teil eine Länge von 12,72 m und eine Breite von 4,72 m, mit einem Pultdach an einer nördlichen Backsteinwand, die Wärme speichert; eine niedrige Backsteinmauer mit Steinschwellen schließt die übrigen drei Seiten, und Eisenstützen tragen gusseiserne Binder. Der Boden ist mit originalen orangeroten Fliesen belegt, und ein von der Nordwestecke ausgehendes gusseisernes Rohr liefert Wärme. Die Erweiterung von Messenger, 7,57 m mal 4,2 m, ist ein Baukörper aus Holz und Glas unter einem flach geneigten Dach auf einem gelben Backsteinsockel, mit einer Tür mit gotischem Spitzbogen; die originale Fensteröffnungsmechanik ist erhalten. Im Innern vermerkt der Denkmaleintrag gemauerte Hochbeete und Regale.

Pflanzensammlungen
Die offizielle Website sagt, die Pflanzen im und um das Glashaus seien jene, die bei seinem Bau ausgewählt worden wären; eine Liste veröffentlicht sie nicht. Ein frei lizenziertes Foto vom Juli 2011 auf Wikimedia Commons zeigt im Inneren eine Schau von Pelargonien. Die Untersuchung von 2008 verzeichnet außerdem halbkreisförmige Öffnungen, die als „vine holes“ (Rebenlöcher) bezeichnet werden, in die Steinschwellen über dem Sockel geschnitten sind und sich zu den Außenbeeten öffnen: Der Begriff deutet auf Reben hin, doch die gelesenen Quellen sagen nicht, was dort gezogen wurde.
Anderswo in den Gärten beschreibt das Anwesen den Spider Garden, einen ummauerten Garten mit einem Tor in Form eines Spinnennetzes, den ehemaligen viktorianischen Küchengarten von einem Acre, der noch immer Obst für das Herrenhaus liefert, den Woodland Walk (Rhododendren und Azaleen unter hohen Bäumen), den Magnolia Garden und ein Arboretum mit mehr als 200 Bäumen.
Besuch
Das Anwesen führt das Glashaus („The Glass House“) auf seinem Gartenplan unter den Bereichen auf, zusammen mit dem Spider Garden, dem ehemaligen viktorianischen Küchengarten, dem Woodland Walk, dem Magnoliengarten, dem denkmalgeschützten Eisbrunnen, dem nierenförmigen See und dem Arboretum. Die Tourismusseite Visit the Broads erwähnt Rhododendren und Azaleen im Mai und Juni, Hortensien im Sommer sowie Beeren und Farben im Herbst; ein Café namens Flora ist in der Saison geöffnet.
Von Besuchern veröffentlichte Innenaufnahmen (Commons, 2011; Geograph, 2019) legen nahe, dass das Glashaus betreten werden kann; keine gelesene Quelle nennt die Zugangsbedingungen. Die Gärten sind laut der Mitteilung des Anwesens vom 16. Oktober 2026 bis Ostern 2027 geschlossen. Das Gelände wird als weitgehend rollstuhlgerecht beschrieben, ohne Besonderheit für das Glashaus; zugelassen sind nur Assistenzhunde.
52.73° N, 1.43° E
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Quellen (9)
- hovetonhallestate.co.uk/gardens/
- hovetonhallestate.co.uk/
- hovetonhallestate.co.uk/about-us/hoveton-hall-history/
- britishlistedbuildings.co.uk/101049916-greenhouse-150-metres-north-west-of-hoveton-hall-ho
- nhe.esdm.co.uk/Monument/MNF8297
- historichouses.org/house/hoveton-hall-gardens/
- visitthebroads.co.uk/things-to-do/attractions/hoveton-hall-gardens/
- en.wikipedia.org/wiki/Hoveton_Hall
- wikidata.org/wiki/Q17556047
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