Gewächshäuser des Botanischen Gartens „Vasile Fati“, Jibou (Palmar und Acvariu)
Jibou, Kreis Sălaj

Quellen geprüft im September 2026
- Jahr
- 1968–1982
- Stil
- Zwei Glaskuppeln (Palmar und Acvariu) und Sammlungsgewächshäuser
- Abmessungen
- Gewächshauskomplex von 4.000 m² (erstes Gewächshaus: 110 m²)
- Status
- Ganzjährig für die Öffentlichkeit geöffnet
Der Botanische Garten Jibou, 1968 vom Biologielehrer Vasile Fati im alten Park des Wesselényi-Schlosses gegründet, errichtete 1968–1970 ein erstes Gewächshaus von 110 m² und dann, laut seiner eigenen Geschichte zwischen 1978 und 1982, zwei Glaskuppeln, die zum Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Die große, der Palmar, beherbergt Palmen und Bananenpflanzen; die kleine, der Acvariu, hält die Riesenseerose Victoria amazonica, Kakao und Zuckerrohr rund um ein Warmwasserbecken. Der Gewächshauskomplex bedeckt 4.000 m² und führt zu einer Ausstellung mit 23 Aquarien.
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Geschichte
Der Garten nimmt das ehemalige Gut der Wesselényi ein, dessen Barockschloss laut dem Fremdenverkehrsamt von Zalău zwischen 1779 und 1796 erbaut wurde; die von Adevărul zitierte Stadtgeschichte lässt die Arbeiten 1778 beginnen. Dasselbe Amt stellt den botanischen Garten als Nachfolger des alten Gartens im englischen Stil und des Wintergewächshauses dar, die neben dem Schloss angelegt worden waren; Vasile Fati datierte den Lustpark auf das Jahr 1781.
Ab 1959 zeigte Vasile Fati (1932–2007), Biologielehrer an dem damals im Schloss untergebrachten Gymnasium, gemeinsam mit seinen Schülern und Kollegen, dass sich der verwahrloste Park für einen botanischen Garten eignete; mit Botanikern wie Al. Borza und Emil Topa wurde eine Studie durchgeführt. Das Bildungsministerium genehmigte das Vorhaben 1968, und Fati wurde im Oktober dieses Jahres Direktor; in jenem Jahr wurden 7 Hektar zugewiesen, 1975 weitere 6. Zunächst an die Schule angegliedert, wurde der Garten 1970 selbstständig, hieß von 1974 bis 1990 Station der jungen Naturforscher und gehört heute zum Biologischen Forschungszentrum Jibou.
Ein erstes Gewächshaus von 110 m² entstand 1968–1970; seine Fundamente wurden mit Hilfe der Schüler gegossen. Nach der Geschichte des Gartens selbst stammen die beiden Kuppeln, das Palmar und das Acvariu, aus den Jahren 1978–1982; Adevărul verortet sie am Ende der 1960er-Jahre, und PressOne gibt an, der Bau der Sammlungsgewächshäuser habe 1970 begonnen und sie seien mehrfach modernisiert worden. Nach der Revolution von 1989 kamen ein modernes Aquarium, eine Amazonas-Galerie und ein neuer Japanischer Garten hinzu. Fati leitete den Garten fast vierzig Jahre lang, und er trägt heute seinen Namen.


Architektur und Ingenieurbau
Von der Eingangsallee aus markieren zwei Glaskuppeln die botanischen Gewächshäuser; Adevărul beschreibt sie als weithin über der Stadt sichtbar. Die große Kuppel ist das Palmar, die kleine das Acvariu, ein Name, der hier nicht Fischbecken meint, sondern ein tropisches Haus, das um ein Warmwasserbecken angeordnet ist. Die Geschichte des Gartens nennt diese Bauten von 1978–1982 „architektonische Juwelen“ und eine „Raumkonstruktion“ von außergewöhnlicher Gestaltung.
Die Anlage wuchs in Etappen. Nach dem ersten Gewächshaus von 110 m² wurden sechs weitere für die tropischen, subtropischen und mediterranen Sammlungen gebaut, dazu zwei in den Komplex integrierte Labore und ein Heizhaus; Arbeiter aus dem Eisenbahndepot von Jibou packten mit an. Die Bauphase von 1978–1982 brachte außerdem sechs Produktionsgewächshäuser für Schnitt- und Topfblumen. 1972 erinnerte sich Fati, dass die Schüler beim Bau Maurer- und Schlosserarbeiten erlernt hatten.
Die Website lataifas.ro beziffert den Gewächshauskomplex auf 4.000 m² und beschreibt ihn als vier Abteilungen. Keine der herangezogenen Quellen nennt einen Architekten oder gibt die Höhe oder das Tragwerk der Kuppeln an.


Pflanzensammlungen
Die Gewächshäuser zeigen tropische, subtropische und mediterrane Pflanzen, nach ihrer Herkunftsregion gruppiert. Im Palmar wächst eine große Sammlung von Palmen, darunter Bananenstauden. Das Acvariu beherbergt Arten feuchter äquatorialer Klimazonen: die Riesenseerose Victoria amazonica in ihrem zentralen Warmwasserbecken, Kakao, Papaya und Zuckerrohr. Ein zentraler Bereich versammelt Pflanzen der Gattungen Cycas, Ceratozamia und Zamia, die als Überlebende der Flora des Mesozoikums vorgestellt werden, neben einem Wasserfall, in dem Goldfische leben.
Weitere Häuser sind Orchideen, australischen Pflanzen und Farnen gewidmet, und die Sammlung von Kakteen und Sukkulenten umfasst mehr als 750 Arten aus den Wüsten Afrikas und Amerikas. Schon in den ersten Jahren beherbergten die Gewächshäuser Agaven, Eukalyptus, Lorbeerbäume, Olivenbäume, Orangen- und Zitronenbäume, fleischfressende Pflanzen und mexikanische Kakteen. Jenseits der Gewächshäuser zeigt eine Ausstellung mit 23 Süß- und Salzwasseraquarien mehr als 40 Fischarten.


Besuch
Die beiden Kuppeln sind schon von der Allee zu sehen, die vom Eingang hineinführt, und der Rundgang durch die Gewächshäuser setzt sich in der Aquarienausstellung und der Amazonas-Galerie fort. Die Gewächshäuser bleiben im Winter geöffnet, sodass sich der Besuch zu jeder Jahreszeit lohnt.
Der Garten, je nach Quelle 24 oder 25 Hektar groß, hat mehr als zwanzig Bereiche: einen Japanischen Garten mit Teichen, Steinen, Bambus und Seerosen, einen Rosengarten, einen dendrologischen Bereich, Gehege für Hirsche und Wildschweine sowie Volieren. Das Fremdenverkehrsamt von Zalău, 26 km entfernt, schätzt, dass ein vollständiger Besuch einen ganzen Tag dauern kann. Der Garten ist Gastgeber des internationalen Symposiums für bildende Kunst „Arta în Grădină“. Das benachbarte Wesselényi-Schloss wurde laut Adevărul dem Verfall überlassen; die römische Stätte Porolissum liegt etwa 20 km entfernt.
47.26° N, 23.25° E
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Quellen (8)
- ccbjb.ro/
- modernism.ro/2014/09/10/gradina-botanica-jibou/
- pressone.ro/jubileu-la-jibou
- adevarul.ro/stiri-locale/zalau/cupolele-uriase-dintr-un-oras-transilvan-ascund-o-2560157.h
- turismzalau.ro/experiente/gradina-botanica-vasile-fati/
- lataifas.ro/destinatii-turistice-unice/51070/gradina-botanica-vasile-fati-paradisul-verde-
- ro.wikipedia.org/wiki/Grădina_Botanică_„Vasile_Fati”_din_Jibou
- primariajibou.ro/site/gradina-botanica/
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