Grüne Pyramide, Zoo Nyíregyháza (Zöld Piramis: Esőerdőház und Óceanárium)
Nyíregyháza (Sóstó), Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2010
- Architekt
- Attila Gáva (GAV-ART Stúdió), mit István Kertész und Tamás Szikora
- Stil
- Zeitgenössisch; Stahlkonstruktion, mit ETFE-Kissen (Texlon) überdacht
- Abmessungen
- 5.710 m² Bruttogeschossfläche; Regenwaldhalle 780 m²; Becken mit 500.000 Litern
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
2010 im Zoo Nyíregyháza im Stadtteil Sóstó eröffnet, vereint die Grüne Pyramide ein Regenwaldhaus und ein Ozeanarium unter einem Dach. Entworfen vom Architekten Attila Gáva (GAV-ART Stúdió) und 2009–2010 vom Bauunternehmen KE-VÍZ 21 für 1,6 Milliarden Forint gebaut, hat sie eine Bruttogeschossfläche von 5.710 m². Ihre 780 m² große zentrale Halle ist von einer Kuppel aus transparenten ETFE-Kissen überdeckt; unter der Erde leben Haie, Rochen und Korallen des Indischen Ozeans in einem Becken von 500.000 Litern, das von einem verglasten Gang aus betrachtet wird.
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Geschichte
Der Zoo Nyíregyháza begann 1974 als Nyíregyházi Vadaspark, ein in Sóstó angelegter Wildpark. Heute umfasst er 36,5 Hektar und zeigt mehr als 630 Arten, rund 5.000 Tiere, für über 650.000 Besucher im Jahr. Ein erstes Tropenhaus (Trópusi Ház) mit einer zentralen Voliere und einem kleinen Teich wurde dort 2002 eröffnet.
Die Grüne Pyramide war der nächste Schritt. 2007–2008 vom Büro GAV-ART Stúdió unter der Leitung des Architekten Attila Gáva entworfen, mit Unterstützung von István Kertész und Tamás Szikora, wurde sie 2009–2010 vom Bauunternehmen KE-VÍZ 21 im Auftrag des Zoos errichtet. Im Februar 2009 beschrieb der Zoo, dass die Arbeiten trotz eines strengen Winters mit voller Kraft vorankämen, an einem Gebäude, das er für äußerst komplex hielt, und er veranschlagte mindestens drei Monate, um vor der Eröffnung Pflanzen und Tiere einzubringen. Das Budget belief sich auf 1,6 Milliarden Forint.
Das Gebäude wurde 2010 eröffnet und als einzigartig in Ungarn und Mitteleuropa vorgestellt. Der Park erhielt 2011 einen Sonderpreis für Architektur und 2012 internationale Anerkennung; später wurde er 2015, 2018 und 2022 zum besten Zoo Europas in seiner Kategorie gekürt.


Architektur und Ingenieurbau
Die Grüne Pyramide hat nach dem Projektblatt der Zeitschrift Építészfórum eine Bruttogeschossfläche von 5.710 m², während die ungarische Wikipedia 4.000 m² angibt; beide stimmen in drei Ebenen überein. Das tragende Stahlgerüst wurde von Zoltán Tóth (Steel-Soft) geplant. Die Kuppelhaut, geliefert von Vector Foiltec, besteht aus einer transparenten mehrlagigen Texlon-ETFE-Folie, die unter Luftdruck gehalten und in trapez- und dreieckförmige Einheiten gegliedert ist.
Im Erdgeschoss misst die zentrale Regenwaldhalle 780 m², dazu kommen der Eingang zum Ozeanarium und ein Selbstbedienungsrestaurant. Abgehängte Stege auf drei Ebenen durchqueren diesen Raum bis in Kronendachhöhe und führen zu den Primatengehegen und zu Aussichtsterrassen. Auf der unterirdischen Ebene ist das Ozeanarium des Indischen Ozeans um ein Becken von 500.000 Litern angelegt; ein verglaster Gang führt hindurch, und die großen Acrylscheiben lieferte die Spezialfirma Nippura.


Pflanzensammlungen
Die obere Ebene, dem Regenwald gewidmet, zeigt Komodowarane und Orang-Utans neben Krokodilen und tropischen Vögeln. Die Primaten haben Gehege, die zur großen Halle hin offen sind und die die Besucher auf den Stegen in Baumwipfelhöhe beobachten können. Auf der unterirdischen Ebene gibt das Ozeanarium die Tierwelt des Indischen Ozeans wieder: Haie, Rochen, Meeresschildkröten und Korallen teilen sich ein Becken von 500.000 Litern, das das Publikum durch einen verglasten Gang erlebt. Pflanzen und Tiere wurden in den wenigen Monaten vor der Eröffnung eingebracht. An anderer Stelle im Park hält das Tropenhaus von 2002 Papageien, Lemuren und Reptilien und öffnet sich im Freien zu einem mediterranen Garten.
Besuch
Die Grüne Pyramide steht im Zoo Nyíregyháza im Stadtteil Sóstó. Planen Sie allein für das Gebäude mindestens eine Stunde ein und für den gesamten, 36,5 Hektar großen Park einen ganzen Tag; zu ihm gehören auch das Tropenhaus von 2002 mit seinen Papageien und Lemuren und der angrenzende mediterrane Garten. Da das Gebäude vollständig geschlossen ist, eignet es sich für einen Besuch bei schlechtem Wetter oder im Winter, und die Baumkronenstege bieten die besten Ausblicke über die Halle. Mit mehr als 630 Arten zieht der Park über 650.000 Besucher im Jahr an.
48.00° N, 21.72° E
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