Gewächshäuser des Botanischen Gartens Tuzson János der Universität Nyíregyháza (Pálmaház, Kaktuszház, Tropenhaus für Nutzpflanzen)
Nyíregyháza, Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1984–2005
- Architekt
- Nyírterv und Forstplaner (Palmenhaus)
- Stil
- In Etappen gebauter Lehrgewächshauskomplex: Palmenhaus mit Kuppel, Sukkulentenhaus, Tropenhaus (2005) und ein Mittelmeer-Zelt aus Kunststofffolie
- Abmessungen
- Kuppel des Palmenhauses 12 m hoch; etwa 1.000 der 2.500 Taxa des Gartens werden unter Dach kultiviert (2008)
- Status
- Wochentags für die Öffentlichkeit geöffnet, freier Eintritt (die veröffentlichten Zeiten betreffen den Außenbereich; Führungen ausgesetzt)
Neben dem Sóstó-Wald baute der Botanische Garten der Universität Nyíregyháza, 1973 begonnen und seit 2002 nach dem Botaniker János Tuzson benannt, seine Gewächshäuser in Etappen: den ersten Teil des Palmenhauses 1984, das Kakteenhaus 1992, ein Mittelmeerhaus 1997, dann 2005 ein Tropenhaus für Nutzpflanzen, in dem die Besucher die Amazonas-Riesenseerose Victoria amazonica sehen können. Der Glasrundgang führt von einem 12 Meter hohen Palmenhaus mit Kuppel zu Kakteen, fleischfressenden Pflanzen und Epiphyten. Der Garten kultiviert mehr als 2.500 Arten.
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Geschichte
Die Idee eines botanischen Gartens entstand mit der Gründung der Pädagogischen Hochschule Nyíregyháza 1962. Im November 1970 genehmigten die staatlichen Behörden und die Komitatsbehörden den Plan; 1972 übergab der örtliche Forstbetrieb 4,5 Hektar Wald, und die Arbeiten begannen laut der Website des Gartens 1973 (laut der ungarischen Wikipedia 1974). Die Pläne des Gartens wurden an der Botanischen Abteilung der Universität Szeged erstellt, die des Palmenhauses vom Planungsbüro Nyírterv und von Forstplanern. Bis 1984 gehörte der Garten zur Botanischen Abteilung, deren „lebendes Labor“ er bleibt.
Die Gewächshäuser entstanden in Etappen: Der erste Teil des Palmenhauses wurde 1984 übergeben, das Kakteenhaus 1992 und das Mittelmeerhaus 1997. Eine 1990 um das Kakteenhaus gegründete Stiftung unterstützt den Garten bis heute. 1998 wurde das Gelände zum lokal geschützten Naturgebiet erklärt und wuchs von 4,5 auf 5,6 Hektar; 2002 erhielt es den Namen von János Tuzson (1870–1943), einem Botaniker, dessen Forschungen die Flora des Nyírség bekannt machten, und sein Hauptgebäude wurde erweitert. Der neueste Flügel von 2005 ist ein Tropenhaus für Nutzpflanzen, in dem die Besucher die Amazonas-Riesenseerose Victoria amazonica sehen können. Der Garten kultiviert heute mehr als 2.500 Arten, und seine offizielle Website meldet mehr als 20.000 Besucher.
Architektur und Ingenieurbau
Die Quellen beschreiben die Anlage mehr als die Konstruktion. Das Palmenhaus (Pálmaház) ist eine Kuppelhalle von 12 Metern Höhe, geplant vom Büro Nyírterv und von Forstplanern; laut der ungarischen Wikipedia erlaubt seine moderne Ausstattung, Pflanzen in Häusern mit unterschiedlichen Wärme-, Feuchtigkeits- und Lichtbedingungen zu halten, und Aquarien ergänzen den Komplex. Die Gewächshäuser folgen in einem Rundgang aufeinander: Tropenhaus für Nutzpflanzen, Kakteenhaus (Kaktuszház), ein kleines Becken mit fleischfressenden Pflanzen, Palmenhaus, subtropische Pflanzen und Zierpflanzen, Epiphyten.
Der neueste Flügel (2005) enthält ein tropisches Becken; seine Seitenverglasung wird im Sommer von rankenden Passionsblumen beschattet, und sein Eingang hat im Sommer eine grüne Gittertür, im Winter ergänzt um eine Glastür. Das Mittelmeerhaus (1997) ist kein Glasbau: Es ist ein doppelwandiges Zelt aus Kunststofffolie, das im Sommer abgebaut wird und im Winter durch einen Wasservorhang geschützt ist. Keine der herangezogenen Quellen nennt die Grundfläche, die Art der Verglasung oder den Architekten der jüngeren Flügel.
Pflanzensammlungen
Das Palmenhaus versammelt Pflanzen aus heißen, feuchten Äquatorregionen. Laut dem Garten ist sein ältestes und wertvollstes Exemplar eine rund hundert Jahre alte männliche Sagopalme (szágópálma, Cycas circinalis), ein Geschenk des Botanischen Gartens Košice; dazu kommen Schraubenbäume, Feigen, Papayas, ein Kaffeestrauch, eine Pfefferliane und Anthurien. Das Tropenhaus für Nutzpflanzen zeigt die Riesenseerosen Victoria amazonica und Victoria cruziana, deren Blätter 2 bis 3 Meter Durchmesser haben und deren Blüten nur zwei Tage halten, dazu Lotos, Papyrus, Kakao (seit 2005 jedes Jahr in Blüte), Vanille, Banane, Zuckerrohr, Baumwolle, Avocado und mehr als zehn Arten von Passionsblumen.
Das Kakteenhaus, auch Sukkulentenhaus genannt, enthält fast 2.500 Pflanzen, am eindrucksvollsten im Mai. Ein benachbartes Becken zeigt fleischfressende Pflanzen (Sonnentau, Kannenpflanzen, Venusfliegenfalle), und der Epiphytenbereich vereint Hunderte von Bromelien, Orchideen und Farnen. Bei der Mimose, so der Garten, halten sich die Besucher am längsten auf.
Besuch
Der Garten liegt in der Sóstói út 31/b, neben dem Sóstó-Wald und dem Universitätscampus; Stadtbusse (Linien 8 und 8/a ab dem Bahnhof) bedienen ihn. Die offizielle Website führt die Besucher in dieser Reihenfolge unter Glas: Tropenhaus für Nutzpflanzen, Kakteenhaus, fleischfressende Pflanzen, Palmenhaus, subtropische Pflanzen und Zierpflanzen, dann Epiphyten. Die veröffentlichten Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, an Wochenenden und Feiertagen geschlossen, freier Eintritt) betreffen den Außenbereich; die der Gewächshäuser sind nicht angegeben, und Führungen sind ausgesetzt. Der Besuch lässt sich mit dem Japanischen Garten, dem Rosengarten, dem Steingarten, dem See und dem 2009 gepflanzten Thuja-Labyrinth verbinden, alle innerhalb der 5,6 Hektar des Gartens. Der Mai eignet sich für die Kakteenblüte.
47.97° N, 21.71° E
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