Gewächshäuser des Nationalen Botanischen Gartens für Kakteen und Sukkulenten Dr. J. S. Sarkaria (Cactus Garden)
Sektor 5, Panchkula, Haryana
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1992
- Architekt
- Architekten der Haryana Urban Development Authority (nicht genannt); Garten gegründet von Dr. J. S. Sarkaria
- Stil
- Sammlungsgewächshäuser mit geneigten Dächern aus Glasfaserplatten und einem achteckigen Schauhaus, in einem Steingarten gelegen
- Abmessungen
- Vier Häuser von 10 × 15 m, ein Haus von 27,5 × 7,75 m und ein achteckiges Schauhaus; Garten von etwa 7 Acres
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet (am 13. März 2026 nach einjähriger Schließung zur Restaurierung wiedereröffnet)
Im Kakteengarten von Panchkula, offiziell Nationaler Botanischer Garten und Forschungszentrum für Kakteen und Sukkulenten Dr. J. S. Sarkaria, ergänzen Gewächshäuser die Steingärten unter freiem Himmel. Das 2005 aus seinem Manuskript zusammengestellte Buch des Gründers beschreibt vier Sammlungshäuser von 10 × 15 m, ein Glasfaserhaus von 27,5 × 7,75 m und ein großes achteckiges, für die öffentliche Präsentation gedachtes Haus, zu denen später drei kleine Schauhäuser hinzukamen. Der Garten wurde am 12. Mai 1992 eröffnet; nach rund einem Jahr Schließung zur Restaurierung öffnete er am 13. März 2026 wieder, mit zwei renovierten großen Gewächshäusern.
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Geschichte
Der Garten ist das Werk von Dr. Jagdish Singh Sarkaria, einem Chirurgen, der zum Sammler von Kakteen und anderen Sukkulenten wurde. Ab 1976 hatte er versucht, die Anlage eines Kakteengartens in Chandigarh zu erreichen: In der staatlichen Gärtnerei im Sektor 23 wurden Gewächshäuser gebaut, doch er zog sich mangels Zusammenarbeit der Gartenbauabteilung aus dem Projekt zurück. 1979 legte er an der Universität Jammu einen Kakteengarten von fast einem Acre an. 1986 bat ihn der Leiter des Gartenbaus der Haryana Urban Development Authority (HUDA), die die neue Stadt Panchkula entwickelte, dort einen Kakteengarten zu bauen; Land und Finanzierung waren zugesichert. Erklärte Ziele waren, gefährdete Kakteen und Sukkulenten, insbesondere indische Sukkulenten, zu erhalten und zu vermehren und in einer ersten Phase etwa 2.000 Arten zusammenzutragen.
Zuerst wurden die Vermehrungsgewächshäuser gebaut; die Architekten der HUDA entwarfen dann die übrigen Gewächshäuser und die Gartenanlage. Laut dem Buch des Gründers eröffnete der Ministerpräsident von Haryana den Garten am 12. Mai 1992 für die Öffentlichkeit und wurde am selben Tag durch die Gewächshäuser geführt. Andere Quellen datieren die Gründung auf 1987 und die Öffnung für die Öffentlichkeit auf 2004. Der Garten wurde am 23. Oktober 2008 zum Gedenken an seinen am 15. August 2004 verstorbenen Gründer umbenannt.
Laut der Presse von 2026 war die Anlage ein Jahr zuvor in schlechtem Zustand; die Distriktverwaltung leitete eine Restaurierung unter einem eigens ernannten Kurator ein, und die Panchkula Metropolitan Development Authority (PMDA) kümmert sich um die Instandhaltung. Zwei große Gewächshäuser wurden renoviert. Nach rund einem Jahr Schließung öffnete der Garten am 13. März 2026 während des Frühlingsfestes wieder.
Architektur und Ingenieurbau
Das Buch des Gründers, das die Anlage um 2003–2004 beschreibt, unterscheidet sechs nummerierte Gewächshäuser. Die ersten vier bilden eine Gruppe rechteckiger Häuser von 10 mal 15 m mit dekorativen geneigten Dächern und großen Glasfenstern an den Seiten. Von den Architekten der HUDA entworfen, folgten sie nicht den Wünschen des Gründers: Er wollte ein Dach aus UV-beständigem „Crinkle-Glas“, hellblau oder grün getönt, um 20 bis 30 Prozent des sommerlichen Sonnenlichts abzuhalten, sowie große Wasserkühler. Die Glasfaserdeckung ist seither stumpf geworden, zwischen Dächern und Wänden bleiben Lücken, die kleinen Ventilatoren kühlen schlecht, und etwa ein halbes Dutzend Scheiben zerbricht nach einem mäßigen Sturm, was paradoxerweise für Durchzug sorgt.
Das fünfte Haus aus Glasfaser misst 27,5 mal 7,75 m: Eine tropfende Wasserwand kühlt das eine Ende, zwei Abluftventilatoren stehen am anderen, und dreizehn große Pflanztische ruhen auf einem Gestell. Das sechste, ein großes achteckiges Schauhaus, öffnet sich auf eine schmale Brücke über ein Wasserelement, mit einer abfallenden Landschaft und einem kleinen Wasserfall; der Gründer hält seinen Entwurf für ungünstig für die Kühlung, was das Becken teilweise ausgleicht. Drei kleine Schauhäuser kamen später hinzu, eines davon stammte aus dem Haus des Gründers in Chandigarh.
Die Zahl der Gewächshäuser schwankt je nach Quelle: neun laut Haryana Tourism (eine Summe, die mit den sechs des Buches plus den drei kleinen übereinstimmt), drei laut der Website des Distrikts und zwei renovierte große Häuser laut der Presse von 2026. Die Arbeiten 2025–2026 können die Beschreibungen des Buches verändert haben.
Pflanzensammlungen
Laut dem Buch des Gründers hat jedes Haus seine eigene Spezialität. Das erste ist den Asclepiadaceae gewidmet: indischen Caralluma, schwer am Leben zu halten, weil das Haus im Winter nicht beheizt wird, und Stapelien aus Feldsammlungen. Das zweite beherbergt die Haworthien, eine Sammlung, die laut dem Inhaltsverzeichnis des Buches etwa 70 Prozent der beschriebenen Arten umfasst, und einige Aloen aus Südafrika und Madagaskar. Das dritte enthält Mesembryanthemaceae (Lithops), Agaven und Gasterien; das vierte ist den Mammillarien gewidmet, von denen der Garten etwa 75 Prozent der beschriebenen Arten besitzt. Das fünfte versammelt die meisten Kakteengattungen in alphabetischer Reihenfolge, darunter Astrophytum, Ariocarpus und Echinocereus (mehr als die Hälfte der bekannten Arten), rund vierzig Euphorbien, Crassulas und Caudexpflanzen wie Adenium. Das Schauhaus zeigt ein fast vierzig Jahre altes Astrophytum, Notokakteen, Frerea indica, die über dem Wasser hängt, und Kletterkakteen.
Die Gesamtzahlen weichen voneinander ab: etwa 1.500 Arten laut der Presse von 2026, 2.500 laut der Website des Distrikts, mehr als 3.500 laut Haryana Tourism. Im Freien wird ein 28 Fuß hoher Pachycereus pringlei, gezogen aus 1976 aus Mexiko mitgebrachten Samen, von einem eisernen Dreibein gestützt.
Besuch
Der Garten liegt im Sektor 5 von Panchkula, am nördlichen Ende des Stadtparks, etwa 500 m vom Busbahnhof der Stadt entfernt und neben dem Yavanika Garden; das Buch des Gründers verortet ihn etwa zwanzig Autominuten vom Busbahnhof und Flughafen von Chandigarh entfernt. Das achteckige Haus wurde für geführte Gruppenbesichtigungen entworfen; um 2004 führten Mitarbeiter große Gruppen hindurch.
Der Garten im Freien hat Steingärten, nummeriert von I bis XIII, einen vom Gründer gestifteten Bonsai-Bereich und Pflanzen zum Verkauf; jeden März findet dort eine Kakteenschau statt. Das Frühlingsfest von Panchkula, im März 2026 im Town Park im Sektor 5 veranstaltet, begleitete die Wiedereröffnung.
30.70° N, 76.85° E
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Quellen (8)
- kssarkaria.org/cactus/book/Ch.1.pdf
- kssarkaria.org/cactus/book/Ch.18-19.pdf
- kssarkaria.org/cactus/book/Ch.23-24.pdf
- haryanatourism.gov.in/places_of_interest/cactus-garden/
- panchkula.nic.in/tourist-place/cactus-garden/
- etvbharat.com/en/state/panchkulas-national-cactus-garden-to-reopen-in-march-with-28-foot-m
- jagran.com/haryana/panchkula-three-day-spring-festival-begins-in-panchkula-with-chief-mini
- en.wikipedia.org/wiki/National_Cactus_and_Succulent_Botanical_Garden_and_Research_Centre
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