Palmenorangerie des Taurischen Gartens (Blumenausstellungshalle)
Sankt Petersburg

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1900 (Wiederaufbau 1935–1936)
- Architekt
- Alexander Bach
- Stil
- Palmenhaus mit Glaskuppel, aus Zarskoje Selo hierher versetzt
- Abmessungen
- 780 m² laut einem Immobilienmakler, zitiert von Fontanka (2016)
- Status
- Öffentlich zugänglich (gegen Eintritt), Öffnungszeiten wechselnd und auf der offiziellen Website zu prüfen; zugleich Konzertsaal
Im westlichen Teil des Taurischen Gartens in Sankt Petersburg beherbergt ein Glashaus mit Glaskuppel einen tropischen Garten, der für Besucher geöffnet ist und zugleich als Konzertsaal dient. Laut dem Betreiber und der Presse handelt es sich um das 1900 in Zarskoje Selo nach einem Entwurf von Alexander Bach errichtete Palmenhaus, das hier in den 1930er-Jahren an die Stelle einer 1888–1889 errichteten, dem Palmenhaus von Kew nachempfundenen Orangerie gesetzt wurde. In den 1970er-Jahren wiederaufgebaut, wurde es zur Blumenausstellungshalle und ist unter den Objekten des regionalen Kulturerbes verzeichnet. Im Innern wachsen Palmen, Monsteras und Ficus.
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Geschichte
Ein Palmenhaus an den Taurischen Palast angelehnt war bereits vorgesehen, als der Palast unter Katharina II. errichtet wurde, laut dem russischen Wikipedia-Artikel zur Halle, doch es wurde in dieser ersten Form nicht verwirklicht. Im westlichen Teil des Gartens wuchs in einer Gruppe von Gewächshäusern Obst, Gemüse und wärmeliebende Pflanzen. Die Website des Betreibers sagt, dort sei 1888–1889 eine „therapeutische Orangerie“ durch den Architekten Samochwalow und den Ingenieur Smirnow errichtet worden, im Geist des Palmenhauses von Kew. Die Quellen widersprechen sich über ihr Schicksal: Nach einem Stadtführer wurde sie 1928 bis 1930 abgebaut, laut dem Betreiber und einem anderen Führer in den Botanischen Garten verlegt.
An ihrer Stelle wurde das Palmenhaus aus Zarskoje Selo (Detskoje Selo, heute Puschkin) aufgestellt, das laut dem Betreiber und der Tageszeitung Fontanka 1900 nach einem Entwurf von Alexander Bach errichtet wurde. Die russische Wikipedia datiert seine Ankunft auf 1936, andere Quellen auf 1935. Ein Führer verortet den Umbau, aus dem die Blumenausstellungshalle hervorging, im Jahr 1977; ein anderer spricht allgemein von den 1970er-Jahren. 2005 schlug ein Immobilienprojekt im Garten vor, das Glashaus in ein Internetcafé umzuwandeln, und es wurde 2005–2006 für einen Umbau geschlossen. Im November 2009 erklärte der Gouverneur, es werde weder abgerissen noch umgenutzt. Das Gebäude wurde 2003 privatisiert und 2016 laut Fontanka zum Verkauf angeboten.


Architektur und Ingenieurbau
Die Quellen sagen wenig über die Konstruktion selbst. Ein Reiseführer erwähnt eine Glaskuppel über einem Wintergarten, in dem das Klima ganzjährig sommerlich bleibt; die Website des Veranstaltungsortes nennt einen Marmorbrunnen. Der ursprüngliche Entwurf des erhaltenen Hauses stammt von Alexander Bach für Zarskoje Selo, während die Orangerie von 1888–1889, die ihm vorausging und als vom Palmenhaus in Kew inspiriert gilt, eine große verglaste Halle war. Das Glashaus hat laut einem Führer ein eigenes Café.
Zu den Abmessungen: Ein Immobilienmakler, den Fontanka 2016 zitiert, sprach von 780 m², die sich mit einem zusätzlichen Geschoss auf 900 m² erweitern ließen; die genaue Größe des verglasten Teils wird nicht veröffentlicht. Das Gebäude ist ein Objekt des regionalen Kulturerbes von Sankt Petersburg (Nr. 781510325480005). Laut Delowoi Peterburg stehen das Volumen und der Grundriss unter dem Schutz des Denkmalkomitees KGIOP.


Pflanzensammlungen
Die Website des Betreibers präsentiert einen tropischen Garten „im Zentrum Petersburgs“, in dem Besucher fleischfressenden Pflanzen, riesigen Lianen, tropischen Vögeln und Insekten begegnen, dazu einen Marmorbrunnen; sie wirbt mit achtzig Ländern und fünf Kontinenten. Außerdem nennt sie etwa hundert Arten. Der Betreiber erwähnt zudem hohe Palmen, Monsteras und Ficus.
Der Veranstaltungsort bietet Führungen mit Agronomen, Fotoshootings, ein Florarium, einen Blumenladen und ein Café an. Konzerte mit klassischer Musik, Popsongs und Jazz finden laut einem Führer mehrmals pro Woche statt.

Besuch
Die Orangerie steht im westlichen Teil des Taurischen Gartens; die offizielle Adresse lautet Potjomkinskaja-Straße 2G, manche Veranstaltungen kündigen einen Eingang von der Schpalernaja-Straße 43 an. Die Metrostation Tschernyschewskaja liegt laut Kuda-spb etwa dreizehn Gehminuten entfernt. Öffnungszeiten und Preise unterscheiden sich zwischen der Website des Betreibers, die auf eine VKontakte-Seite verweist, und den Verzeichnissen; sie sollten deshalb vor dem Besuch geprüft werden.
Der Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den Garten und dem nahen Taurischen Palast verbinden. Abends verwandeln Konzerte und Veranstaltungen bei Kerzenlicht das Glashaus in einen Auftrittssaal.
59.95° N, 30.37° E
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Quellen (8)
- rmseasons.com/my-visit/halls/orangerea/
- tavr-orangery.ru/
- ru.wikipedia.org/wiki/Цветы_(выставочный_зал,_Санкт-Петербург)
- wikidata.org/wiki/Q4503560
- kuda-spb.ru/place/oranzhereja-tavricheskogo-sada/
- fontanka.ru/2016/06/28/68269741/
- dp.ru/a/2019/06/25/Biznes_pod_palmami
- experience.tripster.ru/articles/luchshie-oranzherei-peterburga/
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