Staklenik des Botanischen Gartens Jevremovac
Belgrad

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1892
- Stil
- Viktorianischer Stil, Mittelkuppel von zwei Flügeln flankiert
- Abmessungen
- Rund 1.000 tropische, subtropische und mediterrane Arten
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
Der ab 1889 mitten in Belgrad auf einem von König Milan Obrenović geschenkten Grundstück angelegte Botanische Garten Jevremovac erhielt 1892 sein Wahrzeichen, das Gewächshaus. Im viktorianischen Stil mit einer von zwei symmetrischen Flügeln flankierten Mittelkuppel erbaut, beherbergt es heute fast tausend tropische, subtropische und mediterrane Arten. 2014 vollständig restauriert, wird es seither als Teil des Kulturerbes der serbischen Hauptstadt anerkannt.
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Geschichte
Serbiens erster botanischer Garten wurde 1874 vom Bildungsministerium auf Vorschlag des Arztes und Botanikers Josif Pančić am Donauufer in Dorćol gegründet. Die Überschwemmungen von 1888 und 1889 vernichteten seine Sammlungen. Am 15. August 1889 überließ König Milan Obrenović der Großen Schule von Belgrad ein Anwesen von etwa fünf Hektar, einen ehemaligen Obstgarten, den er von seinem Großvater geerbt hatte, unter der Bedingung, dass es zum Gedenken an Jevrem Obrenović Jevremovac genannt werde.
Bis 1892 besaß der Garten ein großes Gewächshaus, das bei einer Dresdner Firma gekauft wurde und in serbischen Quellen als Mozentin verzeichnet ist; es wurde in Teilen verschifft und in etwa sechs Monaten vor Ort wieder zusammengebaut. Damals war es eines der größten Gewächshäuser in diesem Teil Europas. 1970 wurde es einmal wiederaufgebaut, verfiel aber später: Im Juni 2005 stürzte ein Teil der Konstruktion ein, und eine Wand musste abgestützt werden.
Als Baudenkmal geschützt, wurde das Gewächshaus zwischen 2012 und 2014 vollständig abgebaut und wiederaufgebaut. Die Arbeiten wurden mit 1,4 Millionen Euro aus dem Heranführungsprogramm IPA der EU finanziert, das auch die Renovierung des kleinen Anzuchthauses bezahlte. Der erneuerte Garten wurde Anfang Oktober 2014 offiziell wiedereröffnet, je nach Quelle am 2. oder 3. Der gesamte Jevremovac steht außerdem seit einem Beschluss des serbischen Parlaments von 1995 als Naturdenkmal unter Schutz.


Architektur und Ingenieurbau
Das Gewächshaus bedeckt etwa 500 Quadratmeter. Sein symmetrischer Grundriss verbindet einen zentralen Kuppelpavillon mit zwei Seitenflügeln, in einem Stil, den die Quellen als viktorianisch mit Sezessionsanklängen beschreiben. Das Eisengerüst und die Verglasung wurden in Dresden gefertigt und zur Montage nach Belgrad verschifft.
Die beiden Flügel bieten unterschiedliche Bedingungen: Einer ist tropischen Pflanzen gewidmet, der andere mediterranen Arten, Kakteen und Sukkulenten, während der Mittelteil eine bunte Mischung beherbergt. Der Wiederaufbau von 2012–2014 bewahrte das Erscheinungsbild des Gebäudes und ergänzte moderne Klimatisierungssysteme, wie es der Restaurierungsplan bereits 2006 vorgeschlagen hatte. Die Begrenzungsmauern des Gartens stehen zusammen mit dem Gewächshaus unter Schutz.


Pflanzensammlungen
Die Quellen beziffern die Sammlung des Gewächshauses auf 800 bis knapp über 1.000 Arten oder, laut der Darstellung zum 150-jährigen Bestehen des Gartens 2024, auf etwa 1.100. Sie umfasst tropische und subtropische Pflanzen, mediterrane Arten und eine beachtliche Sammlung von Kakteen und Sukkulenten, die Wikipedia auf rund 400 Varietäten beziffert.
Der Garten im Freien beherbergt je nach Zählung zwischen 1.000 und mehr als 2.000 Arten auf knapp fünf Hektar. Zu seinen bemerkenswerten Bäumen zählt eine etwa 150 Jahre alte Mazedonische Eiche (Quercus trojana), die als Naturdenkmal geschützt ist. Bei der Wiedereröffnung 2014 pflanzten Amtsträger eine Serbische Fichte (Picea omorika), den endemischen Baum, den der Gründer des Gartens, Pančić, entdeckt hatte.
Besuch
Der Jevremovac ist eine grüne Enklave im Zentrum von Belgrad, in der Gemeinde Palilula, und dient zugleich als Lehr- und Forschungsgarten der Biologischen Fakultät, die dort Pančićs Herbarium aufbewahrt. Das Gewächshaus liegt im Herzen des Rundgangs; für die Besichtigung braucht man etwa eine halbe Stunde. Der Spaziergang kann zum 2004 eröffneten Japanischen Garten um einen quellgespeisten Seerosenteich und zur 2023 gemeinsam mit der Smithsonian Institution angelegten Bestäuberoase weiterführen. Frühling und Frühsommer sind die beste Zeit für den Garten im Freien.
44.82° N, 20.47° E
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Quellen (7)
- starigrad.org.rs/bastina/botanicka-basta/?script=lat
- naukakrozprice.rs/kako-je-podignut-jevremovac/
- danas.rs/vesti/beograd/svecano-otvorena-botanicka-basta-jevremovac/
- politika.rs/sr/clanak/16150/Стакленик-под-заштитом
- n1info.rs/vesti/znate-li-gde-se-prvo-nalazila-botanicka-basta-u-beogradu-150-godina-jevrem
- en.wikipedia.org/wiki/Jevremovac
- openstreetmap.org/way/150468563
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