🇺🇦Ukraine·Geöffnet, Eintritt frei

Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod (Botanichnyi sad UzhNU)

Uschhorod, Oblast Transkarpatien

Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod (Botanichnyi sad UzhNU), Uschhorod, Oblast Transkarpatien
Foto : Ujlak at Hungarian Wikipedia — CC BY-SA 3.0

Quellen geprüft im Oktober 2026

„In der seit 2000 renovierten Orangerie der Universität Uschhorod reichen Bananenpflanzen bis zur Decke, und im Februar blühen Kamelien.“
Stil
Universitätsorangerie aus der Sowjetzeit, Stahlskelett mit Polycarbonat-Eindeckung
Status
Für die Öffentlichkeit geöffnet, laut dem Direktor freier Eintritt (Okt. 2026); Öffnungszeiten beim Garten zu erfragen

In Transkarpatien besitzt der 1945 in der Olbrakhta-Straße gegründete Botanische Garten der Universität Uschhorod eine ab 1964 für tropische Pflanzen errichtete Orangerie. In den 1990er Jahren verwahrlost, beherbergte sie im Jahr 2000 nur noch 60 bis 70 Arten; seither hat der Garten ihre drei Temperaturabteilungen wiederhergestellt und die Verglasung durch eine moderne Eindeckung ersetzt. Laut der Universität werden in der Orangerie und den Gewächshäusern mehr als 900 tropische und subtropische Arten, Formen und Sorten kultiviert, darunter Bananen, Kamelien, Zitrusfrüchte und Kakteen. Der Direktor sagt 2026, der Eintritt sei frei.

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Route
Im Detail ≈ 4 Min. Lesezeit

Geschichte

Der Botanische Garten der Universität Uschhorod wurde durch einen offiziellen Beschluss vom 28. November 1945 gegründet (die ukrainische Wikipedia und Wikidata nennen 1948). Das Grundstück, 4,5 ha ehemalige Walnuss- und Obstgärten am rechten Ufer des Usch, liegt in der Olbrakhta-Straße. Die von der Universität veröffentlichte Geschichte besagt, dass 1952 die Arbeiten an einem Gewächshauskomplex begannen; ab 1964 wurden unter der Leitung von S. I. Zaitsev eine moderne Orangerie, Gewächshäuser und ein Kesselhaus errichtet, um die Sammlungen tropischer Pflanzen und Sukkulenten unter Glas zu bereichern. Ein lokaler Journalist beschreibt sie 2024 als von Anfang an für tropische Pflanzen konzipiert und rund ein halbes Jahrhundert alt, nach und nach in einen Wintergarten verwandelt. Weder Architekt noch Bauunternehmer werden in den herangezogenen Quellen genannt.

Die 1990er Jahre waren eine Krisenzeit, in der Budget und Personal schrumpften. Eine Herbstflut 1998 verwüstete die Staudenbeete und Baumschulen; dann zerstörten im Winter heftige Schneefälle mehr als 300 m² Gewächshäuser und mit ihnen einen bedeutenden Teil der Sammlungen des geschützten Anbaus. Der im Jahr 2000 eingetroffene Direktor erinnert sich 2025, eine auf 60 oder 70 Arten reduzierte Orangerie vorgefunden zu haben, deren Glas zu großen Teilen zerbrochen war und in die Lastwagen hineingefahren waren, um Ton und Steine abzuladen. Sie wurde mit Kunststoff abgedeckt, um die Wärme zu halten, und ihre kalte, mittlere und warme Abteilung wurden anschließend wiederhergestellt. Die offizielle Geschichte verzeichnet eine große Instandsetzung der Orangerie im Jahr 2000, ein modernes, gasbeheiztes Gewächshaus von 180 m², das 2003 in Betrieb genommen wurde, und 2004–2005 Reparaturen am Dach, wobei das Glas durch eine moderne Eindeckung ersetzt wurde. Laut dem Direktor kostete der Ersatz des Polycarbonats in den letzten drei oder vier Jahren etwa 700.000 bis 800.000 Hrywnja pro Jahr und hat die Wärmehaltung stark verbessert.

Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod (Botanichnyi sad UzhNU), Uschhorod, Oblast Transkarpatien — Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod — Ansicht 1
Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod — Ansicht 1 · Mykyta Peregrym — CC BY-SA 3.0
Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod (Botanichnyi sad UzhNU), Uschhorod, Oblast Transkarpatien — Az Ungvári botanikus kert üvegháza
Az Ungvári botanikus kert üvegháza · Ujlak at Hungarian Wikipedia — CC BY-SA 3.0

Architektur und Ingenieurbau

Das Gebäude ist ein hoher Baukörper mit Stahlrahmen, dessen Eindeckung heute aus Polycarbonat besteht. Auf Wikimedia Commons veröffentlichte Fotografien zeigen von außen einen Block mit durchscheinenden Wänden zwischen Nadelbäumen und von innen ein Raster aus Metallprofilen, unter dem Bananenpflanzen bis zur Decke reichen. Die ursprüngliche Eindeckung bestand aus Glas; sie wurde bei den Arbeiten 2004–2005 ersetzt, und der Direktor gibt an, dass der in den letzten Jahren vorgenommene Austausch des Polycarbonats die Wärmehaltung stark verbessert habe. Auf mindestens einer Fotografie steht hinter Agaven eine Wand aus Glasbausteinen.

Das Innere gliedert sich in drei Abteilungen, kalt, mittel und warm, weil die Pflanzen nicht dieselben Bedingungen brauchen. Ein großer Holzofen, der im ersten Kriegswinter am Eingang aufgestellt wurde, um Stromausfälle zu bewältigen, ist für Notfälle dort geblieben. Eine für die Orangerie zuständige Laborantin des Gartens erklärte 2024, ein Tropenhaus dürfe nicht unter 20 °C fallen, während das Thermometer hier je nach Winter auf rund 8 °C sinken könne und das Gebäude hohe Investitionen benötige. Hinter der Orangerie dient ein moderneres Gewächshaus für Aussaaten und Stecklinge; die offizielle Geschichte datiert die Inbetriebnahme eines Gewächshauses von 180 m² auf 2003, ohne zu sagen, ob es dasselbe ist. Die Maße der Orangerie finden sich in keiner der herangezogenen Quellen.

Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod (Botanichnyi sad UzhNU), Uschhorod, Oblast Transkarpatien — Az ungvári botanikus kert üvegháza - Agávé
Az ungvári botanikus kert üvegháza - Agávé · Ujlak at Hungarian Wikipedia — CC BY-SA 3.0
Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod (Botanichnyi sad UzhNU), Uschhorod, Oblast Transkarpatien — Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod — Ansicht 4
Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod — Ansicht 4 · Mykyta Peregrym — CC BY-SA 3.0

Pflanzensammlungen

Laut der Universität (November 2025) umfassen die Schauorangerie und die Gewächshäuser zusammen mehr als 900 tropische und subtropische Arten, Formen und Sorten, die hauptsächlich aus dem Mittelmeerraum, Indien, China, Mittel- und Südamerika, Afrika und Japan stammen. Das Tourismusportal der Stadt (2024) spricht von etwa 500 Arten in der Orangerie und die ukrainische Wikipedia von 1.100 Gewächshausarten und -sorten: Die Zahlen variieren je nach Umfang und Datum. Der Garten nennt als seine Perle einen Palmfarn mit harten, glänzenden Wedeln von bis zu 1,5 m Länge, daneben die Japanische Wollmispel, die Japanische Kamelie, die Japanische Aukube und die Indische Azalee. Das Portal führt außerdem Gardenien, Feigen, Aloen, Agaven, Mimosen, Lorbeer, Eukalyptus, Papaya, etwa zehn Palmenarten und Hunderte von Kakteen und Sukkulenten auf; Banane und Feige blühen und fruchten das ganze Jahr, doch die Bananenbüschel reifen mangels Wärme nicht aus.

Eine Laborantin ergänzt 2024 Jasmin, Mandarine, Granatapfel, Johannisbrotbaum, Guave (die seit mehreren Jahren Früchte trägt), Karambole, Cherimoya und Kumquat. Die Kamelien blühen gegen Ende Februar, wenn die Temperatur bei etwa 10 °C liegt. 2025 sind dort Rhododendron-Sämlinge zu sehen, die aus Samen aus Polen, Rumänien und dem Baltikum gezogen wurden, bevor sie in die Freilandsammlung kommen.

Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod (Botanichnyi sad UzhNU), Uschhorod, Oblast Transkarpatien — Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod — Ansicht 5
Orangerie des Botanischen Gartens der Nationalen Universität Uschhorod — Ansicht 5 · Mykyta Peregrym — CC BY-SA 3.0

Besuch

Der Garten und seine Orangerie liegen in der Olbrakhta-Straße am rechten Ufer des Usch; der Garten steigt über drei Terrassen mit 22 m Höhenunterschied an. Für die Gewächshäuser sollte man eine halbe bis eine Stunde einplanen, für den Rest mehr: Magnolien, der Rosengarten, Rhododendren, ein Alpinum mit Edelweiß. Laut dem Direktor (Oktober 2026) hat die Orangerie während des Krieges nicht geschlossen, und der Eintritt ist frei; der Garten empfängt viele Vertriebene, und Schulklassen kommen zu Exkursionen. Die Kamelien blühen gegen Ende Februar, die Rhododendren von Frühlingsbeginn bis Anfang Juni. Die Website der Universität verweist für aktuelle Besucherinformationen auf die Facebook-Seite des Gartens. Laut der russischen Wikipedia verläuft die Kindereisenbahn von Uschhorod entlang des Gartens.

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48.62° N, 22.30° E

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Quellen (8)

  1. uzhnu.edu.ua/uk/history-745
  2. uzhnu.edu.ua/uk/novyny/visimdesyat-rokiv-sered-magiji-prirodi-botanichnij-sad-uzhnu-ro
  3. uzhnu.edu.ua/uk/about-746
  4. varosh.com.ua/miscya/progulyanka-misczem-zhyttya-ta-syly-notatky-z-botsadu-uzhnu/
  5. visit-uzhhorod.itc.gov.ua/2024/03/01/botanichnyj-sad/
  6. shpalta.media/2026/10/13/sekretna-vizitivka-chernivciv-chomu-botanichnij-sad-zakritij-dlya
  7. uk.wikipedia.org/wiki/Ужгородський_ботанічний_сад
  8. wikidata.org/wiki/Q4469636
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