Gewächshäuser des Botanischen Gartens der Pavol-Jozef-Šafárik-Universität (UPJŠ)
Košice, Region Košice

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1958
- Stil
- Komplex aus Schau- und Anzuchtgewächshäusern (1950er-Jahre)
- Abmessungen
- Etwa 3.200–3.500 m² Gewächshäuser; Haus II 12 m hoch
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet; Tropenhaus Viktória wartet auf Wiederaufbau (2025)
Am 5. Mai 1950 als botanisches Institut einer Hochschule für Agrar- und Forstingenieurwesen gegründet, 1953 an die Slowakische Akademie der Wissenschaften und 1964 an die Pavol-Jozef-Šafárik-Universität übertragen, erstreckt sich der Botanische Garten von Košice über rund dreißig Hektar am Fuß der Hügel am nördlichen Stadtrand. Seine Gewächshäuser, die drei wichtigsten 1958 fertiggestellt, umfassen sechs Schauhäuser (Palmen, tropische Wälder, das Haus Viktória, Sukkulenten, subtropische Früchte) und zehn Anzuchthäuser, mit einer bemerkenswerten Kakteensammlung.
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Geschichte
Der Botanische Garten von Košice entstand am 5. Mai 1950 als botanisches Institut der Hochschule für Agrar- und Forstingenieurwesen. 1953 ging er an die Slowakische Akademie der Wissenschaften und 1964 an die Pavol-Jozef-Šafárik-Universität über, zu der er noch heute gehört; wie sein Direktor Pavol Mártonfi sagt, ist der Garten älter als die Universität.
Die drei großen Schauhäuser und mehrere kleinere Gewächshäuser wurden 1958 fertiggestellt; das nach der Riesenseerose benannte Tropenhaus Viktória wurde danach gebaut. Seit 1950 für die Öffentlichkeit geöffnet, wurde der Garten im August 2002 zum Schutzgebiet erklärt. Zwischen 2014 und 2016 erneuerten umfangreiche Arbeiten die Konstruktion und die Heizung der drei größten Häuser, andere Gebäude wurden danach schrittweise saniert.
Zum 75-jährigen Bestehen im Jahr 2025 verwies die Leitung jedoch auf einen erheblichen Instandhaltungsstau: Die Dächer der Kakteenhäuser sind beschädigt, und das Haus Viktória, dessen Heizung ausfällt, muss vollständig neu gebaut werden. Der Garten empfing 2024 mehr als 85.000 Besucher.


Architektur und Ingenieurbau
Die Anlage liegt am Fuß der Hügel am nördlichen Stadtrand von Košice, in einem Garten von etwa dreißig Hektar, von denen 24 auf das Arboretum entfallen. Sie vereint sechs Schauhäuser und zehn Anzuchthäuser; die Universität beziffert ihre Fläche auf 3.500 m², die Lokalpresse auf 3.200 m², während die Wikipedia 1.742 m² angibt, ohne zu sagen, was diese Zahl umfasst.
Jedes Schauhaus bildet einen Lebensraum nach. Haus II ist mit 12 Metern das höchste und enthält einen Wasserfall und ein Becken. Haus IV, das Haus Viktória, ist das wärmste und feuchteste der Anlage, mit zwei Fischbecken, in denen tropische Seerosen zur Saison blühen. Haus V ist den Sukkulenten gewidmet und Haus VI subtropischen Früchten. Die Renovierung von 2014–2016 betraf das Tragwerk und die Heizung der drei größten Häuser.
Pflanzensammlungen
Haus I zeigt Palmen und Pflanzen aus Mittel- und Südamerika wie Kakao, Begonien, Bromelien, Orchideen und Farne, dazu australische und südostasiatische Arten. Haus II, auf Südostasien ausgerichtet, beherbergt einen Riesenbambus mit 10 bis 25 cm dicken Halmen und zeigt regelmäßig Orchideenausstellungen. Haus III lässt mit Feigen, Palmfarnen und Obstbäumen die Wälder Asiens, Afrikas und Amerikas anklingen. Das Haus Viktória vereint Bromelien, Orchideen, epiphytische Kakteen und Kletterpflanzen.
Das Sukkulentenhaus versammelt Kakteen und andere Sukkulenten aus Amerika und dem südlichen Afrika: laut dem Direktor etwa 11.000 Kakteen von rund 700 Arten. Haus VI zieht Feigen, Johannisbrotbäume, Oliven und Zitrusgewächse. Der älteste Bewohner ist ein weiblicher Palmfarn von etwa 150 Jahren, und der Garten besitzt außerdem ein Bonin Islands mulberry, eine Art, von der es weltweit nur etwa 150 ausgewachsene Bäume geben soll.
Besuch
Der Garten liegt in der Mánesova-Straße im Stadtteil Košice-Sever. Eine Stunde genügt für die sechs Schauhäuser, doch das 24 Hektar große Arboretum verdient in den wärmeren Monaten mehr Zeit. Orchideenausstellungen in Haus II und Schauen exotischer Schmetterlinge, die traditionell im Haus Viktória stattfinden, gliedern das Jahr, und im Winter bieten sich die beheizten Häuser an. Der Garten hat außerdem einen kleinen Streichelzoo und einen Garten mit Duft- und Heilpflanzen mit Beschriftungen in Brailleschrift.
48.74° N, 21.24° E
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