Orangerie, Peckover House
Wisbech, Cambridgeshire, England

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2013 (wiederaufgebaut)
- Stil
- Viktorianische Orangerie mit wiederaufgebauter Überdachung aus Holz und Glas
- Status
- Zusammen mit dem Garten des National Trust für die Öffentlichkeit geöffnet, nach saisonalem Kalender
Im viktorianischen ummauerten Garten von Peckover House, einem dem National Trust überlassenen georgianischen Stadthaus in Wisbech, schließt die Orangerie den zentralen Weg ab, an die nördliche Begrenzungsmauer angelehnt. Das Register von Historic England datiert sie auf die Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu baufällig für eine Reparatur, wurde sie mit wenigen kleinen Änderungen originalgetreu neu geschaffen und im September 2013 eröffnet: Der originale Fliesenboden, die Mauern und die ummauerten Pflanzbehälter blieben unter einer neuen Überdachung aus Holz und Glas erhalten. Sie beherbergt drei Orangenbäume, die laut National Trust über 300 Jahre alt sind, sowie eine saisonale Pflanzensammlung.
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Geschichte
Peckover House, 1722 an der North Brink in Wisbech erbaut und auch als Bank House bekannt, wurde 1794 von den Peckovers gekauft, einer Quäkerfamilie. Sie legten die Gärten ab dem frühen 19. Jahrhundert an und übernahmen dann gegen Ende des Jahrhunderts den Gardenesque-Stil. Das 1999 verfasste Register von Historic England verortet die Orangerie in der Mitte des 19. Jahrhunderts, an der nördlichen Begrenzungsmauer, am Ende eines Wegs, dessen gemischte Beete aus dem späten 20. Jahrhundert stammen und unter der Leitung des National Trust angelegt wurden; im Westen liegen Werkstätten, ein Vermehrungshaus, ein Farnhaus und Frühbeete, ebenfalls aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Haus und Garten gingen in den 1940er-Jahren an den National Trust über, wobei die Quellen 1944 oder 1948 nennen.
Der National Trust spricht von drei über 300 Jahre alten Orangenbäumen. Eine Website über Zitruspflanzen in Großbritannien stellt fest, dass sich die einzige historische Erwähnung, die sie gefunden hat, in einem 1898 erschienenen Buch, auf einen Baum bezieht, der bei der Versteigerung von Hagbeach Hall gekauft wurde und mindestens zwei Jahrhunderte alt war: Das Alter von drei Jahrhunderten beruht also auf dürftiger Beleglage.
Anfang 2013 war laut einem Gartenblog noch nicht sicher, dass die ursprüngliche, rasch verfallende Orangerie gerettet würde. Schließlich wurde sie nicht repariert, sondern neu geschaffen, dank einer lokalen Spendensammlung, zusätzlicher Mittel und der Entscheidung des National Trust; das Projekt kostete über 200.000 Pfund, und die neue Orangerie wurde im September 2013 eröffnet.

Architektur und Ingenieurbau
Die Orangerie lehnt an der nördlichen Begrenzungsmauer des Gartens aus Backstein und blickt auf den zentralen Weg. Beim Wiederaufbau 2013 blieben der originale Fliesenboden, die umgebenden Mauern und die ummauerten Pflanzbehälter, in denen die Orangenbäume wachsen, erhalten, und es kam eine neue Überdachung aus Holz und Glas hinzu, wie die alte sie gehabt hatte, mit Schiebefenstern zur Belüftung und Rollos zur Regulierung von Temperatur und Licht. Ein 2019 auf Wikimedia Commons veröffentlichtes Foto (CC BY-SA 2.0) zeigt eine verglaste Front mit weißen Rahmen auf einem Backsteinsockel unter einem Glasdach, dessen eines Ende abgewalmt ist; davor liegen ein Blumenbeet und eine Sonnenuhr.
Die herangezogenen Quellen nennen weder die Abmessungen des Gebäudes noch den Erbauer von 2013, noch den Entwerfer der ursprünglichen Orangerie. Der Blog von 2013 beschreibt die alte als düster, von ausgewachsenen Pflanzen beschattet, und die neue als hell und offen. Entlang derselben Mauer erwähnt das Register im Westen außerdem ein Vermehrungshaus, das die Gewächshausgruppe des Gartens vervollständigt.
Pflanzensammlungen
Die drei Orangenbäume wachsen in ummauerten Pflanzbehältern. Der National Trust sagt, sie seien über 300 Jahre alt, eine Schätzung, die die herangezogenen Quellen nicht bestätigen. Eine Spezialwebsite ordnet sie den Süßorangen zu, ohne Sortennamen. Der Blog von 2013 berichtet, dass sie während der Arbeiten im Freien blieben, durch einen der besten Sommer der letzten Jahre, von dem sie sichtlich profitierten.
Laut dem National Trust vervollständigt eine saisonale Pflanzensammlung die Orangerie. Derselbe Blog beschreibt die sonnige Seite voller Terrakottatöpfe mit vielen frostempfindlichen Pflanzen, die auf Bänken und Regalen stehen, im Geiste der viktorianischen Leidenschaft für das Ungewöhnliche und Exotische. Der National Trust verkauft außerdem in Peckover gezogene Pflanzen, und die Beete des Wegs zur Orangerie werden im Register Graham Stuart Thomas zugeschrieben.
Besuch
Die Orangerie liegt am hinteren Ende des ummauerten Gartens, am Ende des zentralen Wegs, weit entfernt vom Haus, das zur North Brink hin liegt. Durch den 0,8 Hektar großen Garten führt ein geschlängelter Weg: ein Rosengarten mit mehr als 70 Sorten, vor allem im Juni und Juli in Blüte, ein Krocketrasen, Gartenhäuschen, ein Herbstbeet, das im September übernimmt, und die Reed Barn, eine reetgedeckte Scheune aus dem 17. Jahrhundert, in der die Teestube untergebracht ist.
Der Garten folgt einem saisonalen Kalender: Der von 2026 schließt ihn vom 2. November bis Ende Dezember. Ein Besuch lässt sich mit dem Haus verbinden, das an weniger Tagen als der Garten geöffnet ist, und mit der North Brink, die über den Nene hinweg dem Geburtshaus von Octavia Hill gegenüberliegt, einer Mitbegründerin des National Trust.
52.67° N, 0.15° E
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Quellen (9)
- nationaltrust.org.uk/visit/cambridgeshire/peckover-house-and-garden/explore-the-garden-at-
- nationaltrust.org.uk/visit/cambridgeshire/peckover-house-and-garden
- historicengland.org.uk/listing/the-list/list-entry/1000629
- audaxdesign.org/2013/09/16/oranges-in-the-fens/
- nationaltrust.org.uk/visit/cambridgeshire/peckover-house-and-garden/the-history-of-peckove
- gardensheritageandplanning.com/2024/11/29/the-gardens-of-peckover-house-wisbech/
- homecitrusgrowers.co.uk/citrusplaces/peckoverhouse.html
- parksandgardens.org/places/peckover-house
- v2-api.nationaltrust.org.uk/places/258/opening?lang=en
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