Palmenhaus und Gewächshäuser von Schloss Kozel (palmový skleník)
Šťáhlavy, Region Plzeň

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Stil
- Gewächshäuser einer Schlossgärtnerei; das Palmenhaus ist der älteste Teil
- Status
- Seit der Saison 2024 mit der Parkeintrittskarte geöffnet; aktuellen Zugang beim Schloss erfragen
In der Gärtnerei von Schloss Kozel, einem in den 1780er-Jahren für Graf Jan Vojtěch Černín errichteten Jagdschloss, erscheint im tschechischen Denkmalkatalog eine Gruppe von Gewächshäusern unter den Bestandteilen des Denkmals. Ihr ältester Teil, das Palmenhaus (palmový skleník), ist seit der Saison 2024 mit der Parkeintrittskarte für Besucher geöffnet. Das Schlosspersonal zieht dort Bananen- und Mandarinenbäume; das Besondere sind mehrere Meter hohe Palmen und Feigen, und manche Pflanzen sind Reste der Sammlung des Adels. Die ausgewerteten Quellen nennen weder das Baudatum noch den Namen des Planers.
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Geschichte
Schloss Kozel stammt aus den 1780er-Jahren, als Graf Jan Vojtěch Černín von Chudenice ein Jagdschloss errichten ließ, das der Prager Architekt Václav Haberditz entwarf und beaufsichtigte; die Website des Schlosses datiert seine Fertigstellung auf 1789. Bald darauf wurde ein Gärtnerhaus gebaut. Das Gut ging dann an die Familie Waldstein (Valdštejn), die den Park umgestaltete: Er erhielt seine Form ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter dem Gärtner František Xaver Franz (1838–1910), der in Hluboká und Schönbrunn ausgebildet worden war. Nach 1945 gehörte das Gut dem Staat.
Die Gärtnerei und ihre Gewächshäuser liegen laut den Koordinaten der Erhebung von 2021 etwa hundert Meter südlich des Schlosses. Keine der ausgewerteten Quellen datiert die Gewächshäuser. Eine Diplomarbeit im Fach Landschaftsarchitektur (Tschechische Technische Universität, 2021) gibt an, die Gebäude der Gärtnerei erschienen auf einer Ansicht von 1808 und die angrenzenden Gewächshäuser seien erst etwa 120 Jahre später hinzugekommen; diese Angabe aus einer studentischen Arbeit wird von keiner anderen Quelle bestätigt.
Der Leiter der Parkpflege stellt das Palmenhaus als ältesten Teil der Gewächshausanlage dar. Bis 2024 hatte die Öffentlichkeit keinen Zugang: In der Saison 2024 wurde eine kostenpflichtige Parkkarte eingeführt, die Besuchern erstmals das Palmenhaus und die Schlosskapelle öffnet.
Architektur und Ingenieurbau
Die 2021 von der Gartenbaufakultät der Mendel-Universität (Lednice) für ein Programm des Kulturministeriums durchgeführte Erhebung der historischen tschechischen Orangerien und Gewächshäuser ordnet das Gewächshaus von Kozel unter den Gewächshäusern im engeren Sinn ein (Typ 4: mindestens eine Wand und das Dach verglast). Sie beschreibt ein Gebäude, das an das Gärtnerhaus angrenzt und Teil der Gärtnerei ist, dessen Fassade einen eigenen, betonten Mittelteil hat. Sein Zustand wird als „verändert“ (upravená) bewertet: Alle Hauptteile der ursprünglichen Konstruktion sind erhalten oder gut restauriert, doch gingen bei der Anpassung an die heutige Nutzung einige Details verloren. Die Erhebung verzeichnet außerdem den Status eines nationalen Kulturdenkmals, und der Denkmalkatalog führt „skleník“ unter den elf Bestandteilen des Schlosses auf, ohne es zu beschreiben.
Ein Foto auf Wikimedia Commons, das weniger als zehn Meter vom Punkt der Erhebung entfernt georeferenziert ist, sowie das kollaborative OpenStreetMap, in dem an derselben Stelle zwei Gewächshausgebäude eingezeichnet sind, bestätigen die Lage. Die ausgewerteten Quellen nennen weder das Tragwerk noch die Materialien noch die Abmessungen der verglasten Teile.
Pflanzensammlungen
Laut dem Leiter der Parkpflege enthält das Palmenhaus Pflanzen, die Reste der Sammlung des Adels sind: Bananen- und Mandarinenbäume werden dort gezogen, doch das Besondere des Ortes sind mehrere Meter hohe Palmen und Feigen. Die ausgewerteten Quellen nennen weder die Arten noch das Alter der Exemplare noch die Sammlung, zu der sie gehören.
Die Gärtnerei, zu der diese Gewächshäuser gehören, produziert laut der oben zitierten Arbeit von 2021 noch immer Pflanzen für das Gut. Im Freien hat der Park 50 Nadelholz- und 111 Laubholzarten, darunter eine Fichtensammlung bei den Teichen von Franz, eine Buchensammlung auf dem Hügel Homolka und einen etwa 150 Jahre alten, 27 m hohen Tulpenbaum neben der Reithalle, der im Juni blüht. Die Fläche des Parks unterscheidet sich je nach Quelle: etwa 30 ha laut dem Schloss, 40 ha laut der tschechischen Wikipedia.
Besuch
Das Palmenhaus wird mit der kostenpflichtigen Parkkarte des Schlosses besichtigt; laut der Ankündigung der Saison 2024 ist die Karte von Ostern bis Ende Oktober erforderlich. Der Park selbst ist ganzjährig geöffnet, doch keine der geprüften offiziellen Seiten bestätigt die heutigen Zugangsregelungen für das Gewächshaus, die man vor der Anreise beim Schloss erfragen sollte.
Der übrige Ausflug baut sich naturgemäß um den Park auf: die Kaskade von vier Teichen von Franz (Paví, Rusalčino, Vodníkovo und Růžové), Aussichtspunkte in mehreren Höhen, der Tulpenbaum an der Reithalle, dann das Schloss selbst, das einstige Jagdschloss der Černín, und seine Kapelle, die seit 2024 ebenfalls mit der Parkkarte geöffnet ist. Zusätzlich zum Gewächshaus sind für den Park ein bis zwei Stunden einzuplanen.
49.67° N, 13.53° E
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Quellen (7)
- plzensky.denik.cz/zpravy-region/zamek-kozel-sezona-2024-novinky-vstup-park-altan-sklenik/
- zamek-kozel.cz/cs/o-zamku/zamecky-park
- zamek-kozel.cz/en/about/historical-park
- pamatkovykatalog.cz/zamek-kozel-14264650
- ubz.zf.mendelu.cz/wcd/w-zf-ubz/projekty/naki-dg18p02ovv007/nmap-historicke-oranzerie/nmap0
- cs.wikipedia.org/wiki/Zámek_Kozel
- commons.wikimedia.org/wiki/Category:Greenhouse_at_Kozel_Castle
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