Gewächshäuser und Orquidario des Parque Bicentenario
Mexiko-Stadt, Parque Bicentenario (Miguel Hidalgo / Azcapotzalco)

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2010
- Architekt
- Team unter Leitung von Mario Schjetnan (Landschaftsgestaltung des Parks)
- Stil
- Zeitgenössische modulare Glaswürfel und ein Orchideenhaus unter einem lichtdurchlässigen Dach
- Abmessungen
- Würfelmodule von 15 × 15 × 15 m; Orchideenhaus in einer Zisterne von 100 × 15 m, 5 m tief
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
Am 7. November 2010 zur Zweihundertjahrfeier der mexikanischen Unabhängigkeit eröffnet, erstreckt sich der Parque Bicentenario über 55 Hektar auf dem Gelände der ehemaligen Pemex-Raffinerie in Azcapotzalco, die 1991 aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen geschlossen wurde. Sein Garten Natura vereint neun mexikanische Biome: vier unter freiem Himmel, drei in großen kubischen Gewächshäusern auf einem 15-Meter-Modul und das letzte in einem Orchideenhaus, das in eine der Zisternen der Raffinerie eingelassen ist. Mehr als 7.000 Orchideen, darunter 35 mexikanische Arten, wachsen dort unter einem lichtdurchlässigen Dach.
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Geschichte
Der Park liegt auf dem Gelände der ehemaligen Raffinerie Azcapotzalco, die ab 1933 im Westen der Hauptstadt in Betrieb war und von Pemex betrieben wurde. Aus Gründen der öffentlichen Gesundheit und der Umweltsicherheit 1991 endgültig stillgelegt, hinterließ sie stark verschmutzten Boden, und das Gelände lag etwa ein Jahrzehnt lang brach. 2007 übergab Pemex das Land an die Bundesregierung, die es zu einem der Vorzeigeprojekte des Zweihundertjahrfeier der mexikanischen Unabhängigkeit machte.
Die Sanierung, auf mehr als 800 Millionen Pesos veranschlagt, umfasste den Aushub, die Behandlung und die Einkapselung von Tausenden Tonnen kontaminierter Erde, gestützt durch Entwässerungssysteme, geotechnische Barrieren und die Überwachung giftiger Dämpfe. Das Landschaftskonzept wurde einem Team unter der Leitung des Landschaftsarchitekten Mario Schjetnan anvertraut.
Präsident Felipe Calderón eröffnete den Park am 7. November 2010. Die kubischen Gewächshäuser und das Orchideenhaus gehörten zum ursprünglichen Konzept und bilden den Kern des Gartens Natura, der als Schaufenster der pflanzlichen Vielfalt des Landes gedacht ist. 2017 ging die Verwaltung des Parks von Pemex an das Bundesministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen (SEMARNAT) über.


Architektur und Ingenieurbau
Der 55 Hektar große Park gliedert sich in fünf thematische Zonen: Natura, Agua, Viento, Tierra und Sol. Natura, die botanischste von ihnen, versammelt neun mexikanische Biome. Vier sind im Freien bepflanzt, drei sind in kubischen Gewächshäusern untergebracht, die als Orientierungspunkte in der Stadtlandschaft hervorstechen, und das letzte nimmt das Orchideenhaus ein.
Die Gewächshäuser entstehen durch die Wiederholung eines kubischen Moduls von 15 Metern Kantenlänge, das ein trichterartiges Element zum Sammeln von Regenwasser enthält. 2013 beschrieb die Presse sie als enorme Glasgebäude; eines von ihnen erhebt sich weniger als hundert Meter vom Orchideenhaus entfernt.
Das Orchideenhaus selbst nutzt ein Relikt der Raffinerie weiter: eine Zisterne von 100 Metern Länge, 15 Metern Breite und 5 Metern Tiefe. Die Planer statteten sie mit einem System hängender Rampen über ihre gesamte Länge aus und schlossen sie dann mit Seitenwänden und einem lichtdurchlässigen Dach, das so gewählt wurde, dass es möglichst viel natürliches Licht einfängt. Feuchtigkeit und Temperatur werden in dem engen Bereich gehalten, den Orchideen benötigen.

Pflanzensammlungen
Der Garten Natura will die Pflanzenvielfalt Mexikos zusammenfassen. Zu den gezeigten Lebensräumen gehören Bergnebelwald (bosque mesófilo), tropischer Regenwald, Eichenwald, Nadelwald, xerophytisches Buschland und Wüste. Manche sind im Freien bepflanzt, andere unter Glas: Ein Gewächshaus ist der Wüste gewidmet, ein anderes dem Nebelwald.
Das Orchideenhaus beherbergt die spezialisierteste Sammlung des Parks. 2023 zählte es mehr als 7.000 Orchideenpflanzen, aufgeteilt auf 35 mexikanische Arten und über 120 Hybriden aus aller Welt, dazu Farne, Palmen und einige Eichen. Die Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle und Jahr: Eine andere Beschreibung des Parks nennt mehr als 75 Arten. Schon 2013 wurde das Orchideenhaus als Juwel des Parks vorgestellt.
Besuch
Der Park liegt an der 290 Avenida 5 de Mayo, in der Colonia San Lorenzo Tlaltenango, an der Grenze zwischen den Stadtbezirken Miguel Hidalgo und Azcapotzalco, und ist an die Station Refinería der Metrolinie 7 angebunden. Die Gewächshäuser und das Orchideenhaus sind in der Zone Natura zusammengefasst und lassen sich leicht in einem einzigen Rundgang besichtigen.
Ein halber Tag lässt Zeit, die Gärten im Freien, den künstlichen See und die experimentelle Chinampa hinzuzunehmen, die die Hochbeet-Anbautechnik von Xochimilco aufgreift. An einem Regentag bietet das überdachte Orchideenhaus mitten im Besuch einen willkommenen Unterschlupf.
19.47° N, 99.19° W
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Quellen (8)
- es.wikipedia.org/wiki/Parque_Bicentenario_(Ciudad_de_M%C3%A9xico)
- umffaac.org.mx/arquitectura-para-plantas-invernaderos-y-espacios-de-cultivo-en-latinoameri
- mxc.com.mx/2023/01/09/el-precioso-e-intrigante-orquideario-del-parque-bicentenario/
- excelsior.com.mx/expresiones/historia-del-parque-bicentenario-cdmx-de-refineria-contaminad
- archivo.eluniversal.com.mx/ciudad/116069.html
- mexicodesconocido.com.mx/el-parque-bicentenario-de-la-cdmx-un-sofisticado-y-exotico-espaci
- parquesalegres.org/biblioteca/blog/parque-bicentenario-cdmx-conocelo
- openstreetmap.org/way/1150690918
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