Invernadero Faustino Miranda (Botanischer Garten der UNAM)
Mexiko-Stadt, Ciudad Universitaria (Coyoacán)

Quellen geprüft im September 2026
- Jahr
- 1959
- Stil
- Halbkugelförmige Kuppel aus Eisen
- Abmessungen
- 835 m²
- Status
- Geführte Besuche (Presse: nach Vereinbarung)
Der 1959, im Gründungsjahr des Jardín Botánico des Instituts für Biologie der UNAM, errichtete Invernadero Faustino Miranda bedeckt 835 m² unter einer halbkugelförmigen Eisenkuppel im Fakultätsbereich der Ciudad Universitaria. Er ist nach dem Gründer und ersten Direktor des Gartens benannt. Er bildet einen mexikanischen feuchten Tropenwald nach, mit rund 121 Arten aus 42 Familien: Farne, Orchideen, Aronstabgewächse und epiphytische Kakteen. Der Garten besitzt ein zweites Gewächshaus, den Invernadero Manuel Ruiz Oronóz (1966, 800 m²), am Ende des Arboretums im Bereich Pedregal.
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Geschichte
Der Jardín Botánico des Instituts für Biologie der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) wurde 1959 von den Botanikern Faustino Miranda und Manuel Ruiz Oronóz gegründet, mit Unterstützung von Efrén del Pozo, dem damaligen Generalsekretär der Universität. Das Gewächshaus, das nach Miranda, dem Gründer und ersten Direktor des Gartens, benannt ist, wurde im selben Jahr entworfen und gebaut. Die herangezogenen Quellen nennen weder einen Architekten noch einen Ingenieur.
Der Garten gliedert sich heute in zwei getrennte Teile. Der eine ist der Außengarten, der im Pedregal angelegt ist, einem alten Lavastrom des Vulkans Xitle, auf der Südwestseite des Campus hinter dem Olympiastadion México 68. Der andere ist der Invernadero Faustino Miranda im Fakultätsbereich in der Nähe der Fakultät für Chemie und des IIMAS. Ein zweites Gewächshaus, der Invernadero Manuel Ruiz Oronóz, wurde 1966 am Ende des Arboretums eingeweiht, um einen Ausschnitt der Vielfalt eines tropischen Waldes zu zeigen. Er wird hier als zugehöriges Gewächshaus behandelt, da er im anderen Teil des Campus steht, beim Außengarten.


Architektur und Ingenieurbau
Der Invernadero Faustino Miranda wird vom Institut für Biologie als Bauwerk mit einer halbkugelförmigen Eisenkuppel beschrieben, das 835 m² bedeckt. Laut der Presse und mehreren Websites populärer Reiseführer wurde er in einer natürlichen Mulde aus Vulkangestein errichtet, die der Ausbruch des Xitle hinterlassen hat; deshalb wird er mitunter als in einem erloschenen Krater stehend dargestellt. Der dunkle Vulkanstein ringsum steht im Kontrast zur Vegetation im Inneren. Kleine Höhlen, hängende Orchideen und ein Seerosenteich gehören zur Innengestaltung.
Das Innenklima ist warm und feucht, mit gleichmäßiger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit, um Arten des feuchten Tropenwaldes zu erhalten. Das benachbarte Gewächshaus Manuel Ruiz Oronóz, 1966 erbaut, bedeckt 800 m² und erreicht eine Höhe von bis zu 8 Metern, sodass hochwachsende Pflanzen kultiviert werden können. Die herangezogenen Quellen nennen für dieses zweite Gewächshaus weder eine detaillierte Konstruktion noch die verwendeten Materialien.
Pflanzensammlungen
Laut dem Institut für Biologie vereint der Invernadero Faustino Miranda Pflanzen des mexikanischen feuchten Tropenwaldes, etwa 121 Arten aus 42 botanischen Familien, vor allem Farne, Orchideen, Aronstabgewächse und epiphytische Kakteen. Die Presse ergänzt, die Arten stammten vor allem aus Chiapas, Veracruz und Oaxaca, und erwähnt Kakao, Kaffee, Banane, Vanille, Bromelien, Riesenfarne, Seerosen und eine Ceiba, einen den Maya heiligen Baum.
Der Invernadero Manuel Ruiz Oronóz enthält etwa 79 Arten aus 29 Familien des mexikanischen feuchten Waldes, darunter Monsteras, Würgefeigen (matapalos), Palmfarne und Orchideen. Laut der Seite des Instituts für Biologie stehen beide Gewächshäuser unter der Obhut derselben Kuratorin, María de los Ángeles Aida Téllez Velasco. Seit seinen ersten Sammelreisen legte der Garten den Schwerpunkt auf seltene oder endemische Arten der tropischen und ariden Zonen des Landes.
Besuch
Der Invernadero Faustino Miranda befindet sich auf dem Campus der Ciudad Universitaria in Coyoacán, im Fakultätsbereich und abseits des Außengartens im Pedregal; wer zwischen beiden wechseln will, muss also den Campus durchqueren. Laut der Presse ist der Zugang nur im Rahmen von Führungen nach Vereinbarung möglich, daher empfiehlt es sich, vor der Anreise beim Garten nachzufragen.
Ein Besuch dauert so lange wie ein Spaziergang durch die feuchte Atmosphäre des nachgebildeten tropischen Waldes mit seinen Höhlen und dem Teich. Er lässt sich ganz natürlich mit dem Außengarten im Pedregal verbinden, der Kakteen, Agaven und Orchideen gewidmet ist, sowie mit dem Invernadero Manuel Ruiz Oronóz am Ende des Arboretums.
19.33° N, 99.18° W
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