Tropengewächshäuser des Jardin des plantes de Caen
Caen, Normandie

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1988 (heutige Ausstellungshäuser; frühere Häuser aus dem 19. Jahrhundert)
- Stil
- Moderne Ausstellungshäuser als Ersatz für Eisengewächshäuser des 19. Jahrhunderts
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet (Tropenhäuser zu festen Zeiten geöffnet)
Der Jardin des plantes de Caen, botanischer Garten der Stadt und der Universität, besitzt Gewächshäuser, deren Geschichte bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht: kleine Holzhäuser, dann am Ende des Jahrhunderts eine Gruppe von Eisenhäusern. Die Bombardierung von 1944 zerstörte beide Wintergärten und die Orangerie samt ihren seltenen Arten. 1988 wurden nahe dem Eingang Ausstellungshäuser neu errichtet, die rund 1.500 exotische Arten beherbergen, darunter Riesenseerosen, Orchideen, Kakteen und fleischfressende Pflanzen.
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Geschichte
Der Jardin des plantes de Caen ist einer der ältesten botanischen Gärten Frankreichs: Seine ersten Pflanzen sollen 1689 gesammelt worden sein, und sein erster Katalog stammt von 1781. Im 19. Jahrhundert kamen Gewächshäuser hinzu. Die Quellen sind sich über die Anfänge uneins: Laut der französischen Wikipedia wurde 1849 ein kleines Haus und 1850 wurden zwei große Holzhäuser gebaut, während die englische Version und die Website der Stadt Caen zwei große, 1860 errichtete Gewächshäuser mit einer Orangerie mit Obergeschoss erwähnen. 1880 ersetzte eine Gruppe von sieben Eisenhäusern, die exotische Pflanzen aufnehmen konnten, das alternde kleine Haus; das Warmhaus wurde 1894 in Eisen neu gebaut und das temperierte Haus 1901, und 1891 wurde ein botanisches Institut errichtet.
Die Bombardierungen von 1944 zerstörten beide Wintergärten und die Orangerie samt allen seltenen Arten, die sie beherbergten. Ab 1947 machte sich der Direktor Louis Bouket mit Unterstützung der Stadt an den Wiederaufbau des Gartens und seiner Sammlungen. 1988 wurden in der Nähe des Eingangs neue Ausstellungshäuser für exotische Pflanzen gebaut, an der Stelle der Kapellengewächshäuser von 1880. Das Gartengelände, seit 1942 unter Schutz, ist laut Wikipedia seit 1997 als französischer botanischer Garten anerkannt. Ein kleines benachbartes Haus erinnert an die Arbeit des Botanikers Noël Bernard über die Symbiose zwischen Orchideen und Pilzen.


Architektur und Ingenieurbau
Die herangezogenen Quellen beschreiben vor allem die Entwicklung der Materialien, da weder Pläne noch der Name eines Architekten genannt werden. Die ersten Gewächshäuser aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bestanden aus Holz. Ende des Jahrhunderts wurden sie durch eine Gruppe von Eisenhäusern ersetzt, die in einer Beschreibung „Kapellengewächshäuser“ genannt werden: sieben aneinandergereihte Einheiten im Jahr 1880, dann ein 1894 in Eisen neu gebautes Warmhaus und ein 1901 auf dieselbe Weise erneuertes temperiertes Haus. Die gelesenen Dokumente geben weder die Abmessungen noch die genaue Form dieser Gebäude an.
Die heutige Gruppe, 1988 in der Nähe des Garteneingangs gebaut, umfasst laut einer Darstellung Warmhäuser, temperierte Häuser und Kalthäuser, um tropische und exotische Pflanzen aufzunehmen. Keine der gelesenen Quellen nennt Architekt, Grundfläche oder genaue Materialien dieses modernen Komplexes, weshalb sie ausgelassen werden. Eine kursierende Zahl von 5.000 m² bezieht sich laut der englischen Enzyklopädie auf den gesamten Garten, nicht auf die Gewächshäuser allein.


Pflanzensammlungen
Die Ausstellungshäuser beherbergen etwa 1.500 exotische Arten, in einem Garten, der insgesamt mehr als 8.000 umfasst. Die Besucher sehen Riesenseerosen, Bananen, Kaffee, Vanille, Kampferbäume, Palmfarne, Zitrusgewächse, Orchideen, Kakteen und fleischfressende Pflanzen. Orchideen sind in Caen von besonderer Bedeutung, wo der Botaniker Noël Bernard die Symbiose zwischen Orchideen und Pilzen nachwies, laut der Website der Stadt in einem kleinen benachbarten Gewächshaus.
Der Garten bewahrt außerdem bemerkenswerte Großbäume, darunter laut der englischen Enzyklopädie einen 1750 gepflanzten Japanischen Schnurbaum, einen Riesenmammutbaum von 1890 und eine Japanische Sicheltanne von 1870. Die gelesenen Quellen heben im Inneren der Gewächshäuser selbst keine bestimmten Exemplare hervor.

Besuch
Der Jardin des plantes de Caen ist der botanische Garten der Stadt und der Universität. Seine Tropenhäuser sind nur zu bestimmten Zeiten am Nachmittag geöffnet, was man vor der Anreise beim Gartenamt der Stadt prüfen sollte. Der Rundgang durch die Häuser setzt sich ganz natürlich auf den Wegen des Gartens mit seinen alten Bäumen und Freilandsammlungen fort.
Das Gelände steht seit 1942 unter Schutz. Das kleine benachbarte Gewächshaus, in dem Noël Bernard über Orchideen arbeitete und das auf der Website der Stadt erwähnt wird, lohnt einen Abstecher, um den Anteil des Gartens an der botanischen Forschung zu ermessen.
49.19° N, 0.37° W
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