🇫🇷Frankreich·Für die Öffentlichkeit geöffnet

Gewächshäuser des Jardin des plantes d'Orléans (Grande serre und Tropenhaus)

Orléans, Centre-Val de Loire

Gewächshäuser des Jardin des plantes d'Orléans (Grande serre und Tropenhaus), Orléans, Centre-Val de Loire
Foto : Croquant — CC BY-SA 3.0

Quellen geprüft im Oktober 2026

„Ein neoklassizistisches Großgewächshaus von 1836 und ein Tropenhaus, das 2.252 Pflanzen aus 60 Familien beherbergte, an der Loire gelegen.“
Jahr
1834–1836
Architekt
François-Narcisse Pagot (Garten und Orangerie)
Stil
Neoklassizistisch mit dorischen Pilastern; Treibhäuser des 19. Jahrhunderts
Status
Garten für die Öffentlichkeit geöffnet; Grande serre 2017 für Veranstaltungen renoviert

Der 1834 ans linke Ufer der Loire verlegte Jardin des plantes d'Orléans erhielt zu diesem Zeitpunkt eine Orangerie und Treibhäuser; die Grande serre stammt von 1836, ursprünglich ohne Seitenflügel, und bewahrt dorische Pilaster im neoklassizistischen Geist. Ein an die Orangerie angeschlossenes Tropenhaus versammelte 60 Pflanzenfamilien mit insgesamt 2.252 Pflanzen, eine Sammlung, die die Regionalpresse zu den vier größten ihrer Art in Frankreich zählte. Die Grande serre wurde 2017 renoviert, um Empfänge, Ausstellungen und Konferenzen aufzunehmen.

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Im Detail ≈ 2 Min. Lesezeit

Geschichte

Einen ersten botanischen Garten gab es in Orléans schon 1640. 1834 wurde der Apothekergarten der Stadt auf das linke Loire-Ufer im Stadtviertel Saint-Marceau verlegt, etwa 350 Meter vom Fluss entfernt. Er sollte seltene Pflanzen akklimatisieren, die an Bord von Loire-Booten aus exotischen Ländern eintrafen, und dem Studium und der Lehre dienen. Der Architekt François-Narcisse Pagot entwarf bei dieser Gelegenheit den Garten und die Orangerie, und die Warmhäuser wurden zur gleichen Zeit gebaut.

Die Grande serre entstand 1836, zunächst ohne Seitenflügel; später wurde links ein temperiertes Gewächshaus angefügt. Laut der Stadt bilden die Gewächshäuser des Gartens eine Gruppe von Gebäuden, die sich über die Zeit zwischen 1836 und 1931 verteilt. Im Juni 2016 wurden rund 800 Pflanzen aus dem Tropenhaus ausgelagert, vor Innenarbeiten von etwa zwei Monaten, die für Juli geplant waren, ohne vorherige Ankündigung gegenüber der Öffentlichkeit, was einen örtlichen Verein beunruhigte; die Stadtverwaltung räumte ein Kommunikationsversagen ein. 2017 wurde die Grande serre renoviert und für Veranstaltungen hergerichtet. Das Gelände trägt heute den Namen von Jean-Paul Imbault.

Architektur und Ingenieurbau

Die Grande serre von 1836 zeigt eine neoklassizistisch anmutende Fassade, gegliedert durch dorische Pilaster, die bis heute erhalten sind. Ursprünglich hatte das Mittelgebäude keine Seitenflügel; ein temperiertes Gewächshaus auf der linken Seite wurde später hinzugefügt.

Die herangezogenen Quellen nennen weder die Abmessungen noch die Materialien, noch den Erbauer der Gewächshäuser selbst, noch einen Schutzstatus; nur Pagot wird genannt, als Entwerfer des Gartens und der Orangerie. Die Renovierung von 2017 machte die Grande serre zu einem Ort für Empfänge, Ausstellungen und Konferenzen und bewahrte dabei ihre ursprünglichen architektonischen Merkmale. Die Stadt beschreibt schließlich eine Gruppe von Gewächshäusern, die von der gartenbaulichen Vergangenheit des Viertels zeugt.

Pflanzensammlungen

Das 1834 in der Orangerie errichtete Tropenhaus beherbergte laut France 3 Centre-Val de Loire 60 Pflanzenfamilien, insgesamt 2.252 Pflanzen, Farne, Sträucher, Bäume und Lianen: ein kleiner Urwald, der zu den vier größten Gewächshäusern dieser Art in Frankreich gezählt wird. Im Juni 2016 wurden 800 Pflanzen für die Arbeiten ausgelagert; große Exemplare wie Travellerpalmen und Palmfarne wurden an einem städtischen Produktionsstandort in Saint-Denis-en-Val untergebracht, während Kakteen und fleischfressende Pflanzen vor Ort blieben. Nur 40 Exemplare in schlechtem Zustand wurden weggeworfen, und die Pflanzen sollten nach den Arbeiten zurückkehren.

Der 3,5 Hektar große Garten verfügt laut der Stadt außerdem über sieben Klimagärten, darunter einen alpinen Garten, einen Mittelmeergarten, einen exotischen Gemüsegarten, einen Wassergarten und eine Palmensammlung. Der aktuelle Zustand der Sammlungen unter Glas nach 2016 ist in den gelesenen Quellen nicht dokumentiert.

Besuch

Die Gewächshäuser stehen im Jardin des plantes Jean-Paul Imbault, place du Jardin-des-Plantes, avenue de Saint-Mesmin, am linken Loire-Ufer. Für den Garten und seine Gewächshäuser sollte man eine Stunde einplanen. Die Grande serre beherbergt Veranstaltungen; die Öffnung des Tropenhauses und des Palmenhauses sollte man vorab prüfen.

Der Garten liegt innerhalb der UNESCO-Welterbestätte Loiretal. Der Besuch lässt sich mit einem Spaziergang zu den nahe gelegenen Loire-Ufern und mit dem 2002 neu gestalteten Rosengarten verbinden, der einen Teil des Gartens einnimmt.

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47.89° N, 1.90° E

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Quellen (4)

  1. orleans.fr/que-faire-a-orleans/patrimoine-tourisme/jardin-des-plantes
  2. parcsetjardins.fr/jardins/201-jardin-des-plantes-d-orleans
  3. fr.wikipedia.org/wiki/Jardin_des_plantes_d'Orléans
  4. france3-regions.franceinfo.fr/centre-val-de-loire/loiret/orleans/disparition-des-plantes-t
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