Gewächshaus von Mackenzie & Moncur, Kailzie Gardens
Kailzie bei Peebles (Scottish Borders), Schottland

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- Spätes 19. Jahrhundert (Quellen weichen ab)
- Architekt
- Mackenzie & Moncur
- Stil
- Anlehngewächshaus-Reihe im Regency-Stil, fünf Abschnitte, zentrales Pflanzenhaus mit Giebel
- Status
- Zusammen mit dem ummauerten Garten in der Saison geöffnet; Gewächshaus restauriert
Der 1811 für das Anwesen Kailzie House bei Peebles angelegte ummauerte Garten von Kailzie trägt an seiner Nordmauer ein Anlehngewächshaus im Regency-Stil der Firma Mackenzie & Moncur. Der Denkmaleintrag, der es seit 1978 in Kategorie B führt, datiert es auf das späte 19. Jahrhundert und beschreibt fünf Abschnitte: ein zentrales Pflanzenhaus mit Giebel, beiderseits Weinhäuser und niedrigere äußere Abschnitte. Das Anwesen stellt es als eines der frühesten Gewächshäuser von Mackenzie & Moncur vor, sorgfältig restauriert; Fuchsien, Pelargonien und exotische Pflanzen füllen es den ganzen Sommer. Das ursprüngliche Haus ist verschwunden, doch der ummauerte Garten und seine Gewächshäuser bestehen fort.
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Geschichte
Kailzie House wurde 1803 für Robert Nutter Campbell gebaut, einen Kaufmann aus Glasgow, der das Anwesen 1794 erworben hatte; der ummauerte Garten und der Stallhof stammen von 1811, mit achtzehn Fuß hohen Mauern laut der Website des Anwesens. Die ursprünglichen Gewächshäuser an der Nordmauer wurden im späten 19. Jahrhundert durch die heutige lange Reihe ersetzt, die der Denkmaleintrag Mackenzie & Moncur zuschreibt, ohne ein genaues Jahr zu nennen. Der Bericht eines Besuchers von 2023 spricht von einer Errichtung in den 1860er Jahren, was nicht mit dem Denkmaleintrag übereinstimmt: Die eingesehenen Quellen widersprechen sich, und das Baudatum bleibt unsicher. Auch bei den Anfängen der Firma sind sie uneins, die der National Trust for Scotland auf 1869 und das Dictionary of Irish Architects auf etwa 1850 legt.
Das Anwesen wechselte mehrfach den Besitzer: 1830 an Treuhänder übertragen, 1914 von William Cree gekauft, danach wurde das Haus abgerissen, 1958 laut Denkmaleintrag und 1962 laut Gärteninventar. Der Küchengarten, der im 20. Jahrhundert außer Gebrauch geraten war, wurde ab 1965 von Lady Angela Buchan-Hepburn restauriert und neu gestaltet, und die Gärten öffneten Anfang der 1970er Jahre für die Öffentlichkeit; laut dem Inventar wurde die Gewächshausreihe bei dieser Erneuerung restauriert. Der ummauerte Garten, die Gewächshäuser, das Haus des Obergärtners, die Sonnenuhr und die Tore stehen seit dem 1. März 1978 in Kategorie B unter Denkmalschutz (LB49371), und das Gelände ist im Inventory of Gardens and Designed Landscapes verzeichnet (GDL00229). Richard und Louise Vardy betreuen das Anwesen heute.


Architektur und Ingenieurbau
Der Denkmaleintrag beschreibt einen rechteckigen ummauerten Garten mit abgeschrägten südwestlichen und südöstlichen Ecken, dessen Nordmauer eine lange, symmetrische Gewächshausreihe in fünf Abschnitten trägt. Es ist ein Anlehngewächshaus im Regency-Stil: In der Mitte beherbergt ein leicht vorspringendes Pflanzenhaus mit Giebel und einer halbverglasten hölzernen Eingangstür die Pflanzen; beiderseits stehen Weinhäuser von gleicher Höhe und gleichem Stil; an den Enden liegen niedrigere Abschnitte vom Typ Pfirsichhaus. Ein späteres Gewächshaus schließt links an die Reihe an, und Schornsteine ragen aus der Mauerkrone, die der Eintrag ohne Gewissheit mit der beheizten Mauer und den Gewächshäusern verbindet.
Das Anwesen betont die Südostausrichtung des Gartens, die das Sonnenlicht maximiert. Der Bericht eines Besuchers erwähnt Holzrahmen, die mit Leinöl behandelt wurden, damit sie mindestens weitere anderthalb Jahrhunderte halten. Der Eintrag nennt weder Maße noch das Rahmenmaterial und weist darauf hin, dass seine Beschreibung unvollständig oder veraltet sein kann.
Pflanzensammlungen
Das Anwesen beschreibt das Gewächshaus als den ganzen Sommer über mit Fuchsien, Pelargonien und exotischen Pflanzen gefüllt und schreibt, dass die Gewächshäuser von Mackenzie & Moncur exotische und empfindliche Pflanzen beherbergen. Das Gärteninventar erwähnt dort eine alte Glyzine, Geranien, Begonien und Fuchsien.
Rund um das Gewächshaus vereint der ummauerte Garten Staudenrabatten, Blutbuchenhecken, Flächen mit Nutzbepflanzung, einen Rosengarten und eine alte Sonnenuhr; der 1980 angelegte Laburnum Walk blüht im Spätfrühling golden. Das Anwesen verkauft auch Pflanzen. Die eingesehenen Quellen nennen weder ein botanisches Inventar des Gewächshauses noch Sortennamen.
Besuch
Das Gewächshaus steht im ummauerten Garten des Anwesens, einige Kilometer östlich von Peebles im Tweed-Tal; die Quellen nennen leicht abweichende Entfernungen zwischen 1,6 und 4 km. Der Garten öffnet nach einem saisonalen Kalender, den man auf der Website des Anwesens prüfen sollte. Die Website führt das Gewächshaus unter den Attraktionen des ummauerten Gartens auf, sagt aber nicht, ob Besucher eintreten können; für Gruppen ab vier Personen werden geführte Gartenrundgänge angeboten.
Man kann den Besuch im Spätfrühling mit dem Laburnum Walk verbinden, außerdem mit dem Arboretum und den Spaziergängen am Bach, dem Stallhof mit Café und Galerie und dem Fischadler-Beobachtungszentrum des Anwesens.
55.64° N, 3.15° W
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Quellen (8)
- portal.historicenvironment.scot/designation/LB49371
- kailzieestate.com/gardens/
- kailzieestate.com/history/
- portal.historicenvironment.scot/designation/GDL00229
- scotlandsgardens.org/kailzie-gardens/
- wikidata.org/wiki/Q17848878
- cabahs.com/2023/06/15/stellas-scottish-odyssey/
- dia.ie/architects/view/7161/MACKENZIE%26MONCUR%2A%23
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