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Palmenhaus Legnica (Palmiarnia Legnicka)

Legnica, Niederschlesien

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Quellen geprüft im Oktober 2026

„Als zweites Palmenhaus Schlesiens nach dem von Wrocław erhielt es 1898 seine ersten Pflanzen aus Bordighera an der italienischen Riviera.“
Jahr
1898
Stil
Kuppel-Palmenhaus aus Metall und Glas
Abmessungen
≈3.180 m³; Kuppel 13,1 m hoch
Status
Seit 2020 wegen Renovierung geschlossen (Abschluss der Arbeiten für Ende 2026 angekündigt)

Am 10. Dezember 1898 im Stadtpark von Legnica eröffnet, ging dieses Palmenhaus aus Metall und Glas aus der Erweiterung einer 1855 erbauten Orangerie hervor und war nach dem von Wrocław das zweite seiner Art in Schlesien. Bekrönt von einer 13,1 Meter hohen Kuppel, mehrfach erweitert, durch die Flut von 1977 verwüstet und danach wiederaufgebaut, steht es seit 2015 im Denkmalregister. Seit 2020 wegen einer in Etappen durchgeführten Renovierung geschlossen, zeigte es zuvor mehr als 200 Pflanzenarten und -sorten sowie exotische Vögel.

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Im Detail ≈ 3 Min. Lesezeit

Geschichte

Das Palmenhaus begann als Orangerie. 1855 erhielt der Stadtpark von Liegnitz (heute Legnica), damals eine preußische Stadt in Schlesien, hinter dem umgebauten Schießhaus eine Orangerie und Räumlichkeiten für die städtische Gartenverwaltung. Ab 1880 fand im Park eine Reihe von Gartenbauausstellungen statt, deren Anlagen zum Teil jeweils an Ort und Stelle belassen wurden. 1898 wurde die Orangerie zu einem Palmenhaus erweitert. Die Arbeiten begannen im Mai, bezahlt von einem wohlhabenden Bürger, Feodor Beer (in der polnischsprachigen Wikipedia Teodor), auf Drängen des Vereins zur Verschönerung der Promenaden, der auch die Pflanzen kaufte; diese trafen im Oktober aus Bordighera in Italien ein. Das Gebäude wurde am 10. Dezember 1898 feierlich eröffnet und der Stadt übergeben, als zweites Bauwerk seiner Art in Schlesien nach dem in Breslau.

Die Anlage wurde 1904, 1911 und 1937 erweitert und war 1926 Teil der ersten gesamtdeutschen Gartenbauausstellung, bekannt als GUGALI. Nach dem Krieg wurde der Park erst 1947 an die Stadt zurückgegeben, und die sowjetischen Behörden betrauten die noch dort lebenden Deutschen mit der Bepflanzung, den Brunnen und dem Palmenhaus. Die Flut von 1977 richtete am Gebäude schwere Schäden an; es wurde langsam wiederaufgebaut und um die Wende zum 21. Jahrhundert renoviert. 2015 in das Denkmalregister eingetragen, wurde das Palmenhaus im Sommer 2020 für eine in Etappen verlaufende Renovierung geschlossen, deren Gesamtkosten bis November 2025 14 Millionen Złoty überschritten hatten. 2021 beklagten Stadträte, während der Arbeiten seien 28 Tiere gestorben; das Rathaus führte dies auf Winterschlaf, Alter und Krankheit zurück.

Architektur und Ingenieurbau

Das Palmenhaus ist eine Konstruktion aus Metall und Glas unter einer 13,1 Meter hohen Kuppel, mit einem Volumen von 3.180 m³, in der Pflanzen von bis zu 12 Metern Höhe Platz finden. Es steht auf einem Grundstück von mehr als einem Hektar an der Allee des Weißen Adlers (aleja Orła Białego), auf dem ein Gewächshaus, Anzuchthäuser, Lager und Betriebsgebäude um den Hauptpavillon gruppiert sind. Das Denkmalregister führt laut Eintrag in Wikidata das Palmenhaus, ein Warmhaus, zwei Kalthäuser sowie östliche und westliche Anzuchthäuser als einzelne Denkmäler auf.

Die 2020 begonnenen Arbeiten setzten bei der Tragkonstruktion an. Die erste Etappe, im März 2021 für rund eine Million Złoty abgeschlossen, sicherte das Tragwerk des Hauptpavillons, ersetzte die Fenster, strahlte das Stahlwerk ab, bevor es mit einem Korrosionsschutz beschichtet wurde, und deckte das Gewächshaus neu mit Polycarbonatplatten. Die zweite Etappe, von Oktober 2021 bis Mitte 2023, kostete 3,3 Millionen. Die dritte, hauptsächlich aus dem Regierungsprogramm Polski Ład finanziert (8 von mehr als 9 Millionen Złoty), erneuert Tragwerk und Verglasung des Gebäudes, wobei die Verglasung seit März 2026 läuft, verbessert Heizung, Bewässerung und Beleuchtung und modernisiert das Kalthaus.

Pflanzensammlungen

Vor seiner Schließung beherbergte das Palmenhaus mehr als 200 Pflanzenarten und -sorten aus mehreren Klimazonen, tropischen, subtropischen und mediterranen, sowie Kakteen. Laut der polnischsprachigen Wikipedia wuchsen Palmen, Bananen und Feigen neben einem 85 Jahre alten Palmfarn, einer Wollemie, Alocasien, Gardenien und Strelitzien. Dieselbe Quelle erwähnt eine 126 Jahre alte Phoenix-Palme und eine 150 Jahre alte Feige; 2021 beklagten Stadträte jedoch den Verlust einer sehr alten Palme und einer hundertjährigen Feige, und das Rathaus entgegnete, die 1976 gepflanzte Palme sei verfault und auf Rat eines Baumsachverständigen gefällt worden, während die Feige acht Jahre zuvor entfernt worden sei.

Das Haus hielt außerdem Tiere, vor allem Vögel wie Aras, Kakadus, Loris und andere Papageien, dazu kleine Affen, Eidechsen, Schildkröten und Fische. Die meisten Pflanzen wurden während der Arbeiten anderswo untergebracht. Jeden Sommer werden exotische Pflanzen aus dem Palmenhaus zwischen den Brunnen im südlichen Teil des Parks aufgestellt, wie schon bei den Vorkriegsausstellungen.

Besuch

Das Palmenhaus liegt im westlichen Teil des Stadtparks (Park Miejski) an der Allee des Weißen Adlers, nahe dem Hain der Musen (Gaj Muz), einem ehemaligen Ausstellungsgarten, von dem eine Pergola und ein Becken erhalten sind. Es bleibt geschlossen, solange die Arbeiten andauern: Die lokale Presse berichtete im März 2026, sie sollten im Oktober 2026 enden, während ein Artikel vom November 2025 vom Jahresende sprach. Eine vierte Etappe soll anschließend in den Warm- und Kalthäusern einen Ausstellungs- und Bildungspavillon wieder einrichten. Vor der Schließung beherbergte das Gebäude Ausstellungen, Wettbewerbe, Kammerkonzerte und Bildungsworkshops. Ein Spaziergang kann in den geometrischen südlichen Teil des Parks mit seinen Brunnen und Blumenbeeten weiterführen.

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51.20° N, 16.17° E

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Quellen (7)

  1. pl.wikipedia.org/wiki/Palmiarnia_Legnicka
  2. pl.wikipedia.org/wiki/Park_Miejski_w_Legnicy
  3. kogis.pl/atrakcje/palmiarnia-w-legnicy/
  4. legnica.naszemiasto.pl/trwa-rewitalizacja-legnickiej-palmiarni-remont-zabytku-potrwa-do-pa
  5. pulslegnicy.pl/legnicka-palmiarnia-ma-127-lat-sa-dobre-wiesci-ws-jej-remontu/54241/
  6. polsatnews.pl/wiadomosc/2021-11-03/legnica-radni-o-remoncie-palmiarni-nie-zyja-zwierzeta-b
  7. wikidata.org/wiki/Q122172070
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