Gewächshäuser des Südchinesischen Nationalen Botanischen Gartens
Guangzhou

Quellen geprüft im September 2026
- Jahr
- 2008
- Stil
- Komplex aus fünf thematischen Gewächshäusern aus Glas und Stahl
- Abmessungen
- 75.000 m² Grundfläche, 13.000 m² bebaut (Gewächshaus des tropischen Regenwalds: 7.607 m²)
- Status
- Seit Ende 2008 für die Öffentlichkeit geöffnet; einer der größten Gewächshauskomplexe Asiens
Zwischen 2003 und 2008 im heutigen Südchinesischen Nationalen Botanischen Garten (früher Südchinesischer Botanischer Garten) erbaut, vereint dieser Komplex fünf Gewächshäuser, die jeweils dem tropischen Regenwald, Wüstenpflanzen, alpiner und polarer Flora, exotischen Arten und einem botanischen Aquarium gewidmet sind. Das Gewächshaus des tropischen Regenwalds, mit 7.607 m² das Herzstück des Geländes, bildet die charakteristischen Phänomene des Äquatorwalds nach: Brettwurzeln, Würgerlianen, geschichtetes Kronendach und Epiphyten. Rund 3.000 Arten werden dort zu wissenschaftlichen und pädagogischen Zwecken gehalten. Ende 2008 für die Öffentlichkeit geöffnet, gilt der Komplex als einer der größten landschaftlich gestalteten Gewächshauskomplexe der Welt. Er verkörpert den doppelten Zweck des Ortes als touristisches Schaufenster und zugleich führendes Zentrum der botanischen Forschung in China.
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Geschichte
Die Gewächshäuser gehören zu einer der ältesten botanischen Einrichtungen Chinas. Die Ursprünge des Gartens reichen auf das Jahr 1929 zurück, als der Botaniker Chen Huanyong (Woon-Young Chun) das Institut für Land- und Forstwirtschaft an der Sun-Yat-sen-Universität gründete, das zunächst im Bezirk Dongshan von Guangzhou lag. Die Einrichtung kam 1954 zur Chinesischen Akademie der Wissenschaften, wurde zum Südchinesischen Institut für Botanik und nahm 2003 den Namen Botanischer Garten Südchinas an. 2022 genehmigte der Staatsrat auf dieser Grundlage die Gründung des Nationalen Botanischen Gartens Südchinas, eines der ersten beiden nationalen botanischen Gärten des Landes neben dem Pekinger.
Der Gewächshauskomplex mit dem Titel „World Plant Wonders“ wurde als öffentliches Schaufenster dieser Forschungseinrichtung konzipiert. Die eigene Beschreibung des Gartens aus dem Jahr 2010 nennt ihn den größten landschaftlich gestalteten Gewächshauskomplex Asiens und möglicherweise der Welt sowie ein Wahrzeichen von Guangzhou. Er verbindet Ex-situ-Erhaltung, wissenschaftliche Forschung und Bildungstourismus. Die herangezogenen Quellen nennen weder seine Bauzeit noch die Namen seiner Planer.


Architektur und Ingenieurbau
Die Anlage umfasst 75.000 m² und besteht aus fünf Hauptbauten: dem Tropenregenwaldhaus, einem Pflanzenaquarium, dem Haus der kuriosen Pflanzen, dem Wüstenhaus und dem Alpin- und Polarhaus. Die Glashäuser sind in Freiluftlandschaften im Savannenstil eingebettet.
Das Regenwaldhaus, das Herzstück, erreicht eine Höhe von 27,4 Metern und bedeckt 7.987 m². Sein Rundgang gliedert sich in sieben Zonen: Regenwaldlandschaft, Wasserpflanzen, kuriose Pflanzen, Regenwaldkultur, Pflanzengemeinschaften, ein zentraler Wasserfall und ein Regenwald im Flusstal. Das Wüstenhaus (689 m², 10,52 Meter hoch) setzt sich im Freien in einer rund 2.000 m² großen Wüstenlandschaft unter freiem Himmel fort, in der Sand, Stein, künstliche Felswände und verwitterte Gesteinsschichten eine ockerfarbene Palette schaffen. Das Alpin- und Polarhaus (853 m², ebenfalls 10,52 Meter hoch) arbeitet mit gekühlten Vitrinen und künstlichen Schneeszenen. Das Haus der kuriosen Pflanzen, etwa 1.531 m² groß, ist um Wände aus Vulkangestein und Vitrinen herum gegliedert.
Pflanzensammlungen
Die Anlage beherbergt rund 3.500 Arten. Allein das Regenwaldhaus zeigt mehr als tausend, darunter Parashorea chinensis, einen hoch aufragenden Baum der Wälder Südchinas, den hochgiftigen Antiaris toxicaria, den Regenbaum (Samanea saman) und die riesige Victoria-Seerose; Kletterpflanzen, Epiphyten, Parasiten und Würgefeigen veranschaulichen die Beziehungen zwischen den Arten.
Das Wüstenhaus versammelt rund 300 Kakteen- und Sukkulentenarten entlang eines Rundgangs, der nacheinander durch die Wüsten Amerikas, Afrikas, Asiens und Australiens führt. Das Alpin- und Polarhaus besitzt mehr als 200 Arten aus subalpinen, alpinen und polaren Lebensräumen und dient zugleich als Forschungsplattform für die Gebirgspflanzen Südchinas und bedrohte endemische Arten. Das Haus der kuriosen Pflanzen stellt ungewöhnliche Formen und Farben heraus, etwa den Fackelingwer (Etlingera elatior).
Besuch
Der Gewächshauskomplex ist eines der wichtigsten Besucherareale des Gartens im Bezirk Tianhe von Guangzhou. Planen Sie einen halben Tag ein, um die fünf Häuser und ihre Umgebung zu sehen, und lassen Sie dabei Zeit für die benachbarten Gärten.
Der Garten nennt mehrere Freilandsammlungen in der Nähe, die einen Besuch verlängern: den Palmengarten, den Bereich der Reliktpflanzen, den Palmfarngarten, den Orchideengarten, den Heilpflanzengarten und den Bereich der Farne und Schattenpflanzen sowie die Landschaft Longdong Qilin. Das subtropische Klima von Guangzhou macht den Komplex zu jeder Jahreszeit sehenswert.
23.19° N, 113.36° E
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Quellen (8)
- scbg.cas.cn/dl/jdxs_198187/202304/t20230406_6727699.html
- scbg.cas.cn/dl/jdxs_198187/202304/t20230406_6727698.html
- scbg.cas.cn/dl/jdxs_198187/202304/t20230406_6727697.html
- scbg.cas.cn/dl/jdxs_198187/202304/t20230406_6727696.html
- scbg.cas.cn/dl/jdxs_198187/202304/t20230406_6727695.html
- scbg.cas.cn/yk/lsyg/
- english.scbg.cas.cn
- en.wikipedia.org/wiki/South_China_National_Botanical_Garden
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