Plantasia (Plantasia Tropical Zoo)
Swansea, Wales

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1990
- Architekt
- Percy Thomas Partnership (Ingenieure: Ove Arup & Partners)
- Stil
- Pyramidenstumpf aus Stahlrohr und Glas
- Abmessungen
- ≈1.600 m²
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet (seit 2021 ein tropischer Zoo)
1990 im Einkaufspark Parc Tawe eröffnet, ging dieses pyramidenstumpfförmige Gewächshaus aus einer Idee des Stadtrats von Swansea hervor: ein öffentliches tropisches Treibhaus mit einem Einkaufsprojekt zu verbinden. Vom Percy Thomas Partnership mit den Ingenieuren Ove Arup & Partners entworfen, bedeckt es rund 1.600 m² unter einem Rahmen aus Stahlrohr, umgeben von einem Wassergraben, der das Regenwasser vom Dach auffängt. 2018–2019 saniert und 2021 in Plantasia Tropical Zoo umbenannt, vereint es einen Regenwald, eine aride Zone und mehr als vierzig Tierarten.
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Geschichte
Plantasia ging auf eine Idee des Stadtrats von Swansea zurück, der dem neuen, gemeinsam mit Citygrove entwickelten Einkaufspark Parc Tawe ein öffentliches tropisches Gewächshaus angliedern wollte. Aus dem damals als erstes seiner Art bezeichneten Konzept entstand 1990 eine Glaspyramide, entworfen vom Percy Thomas Partnership, mit Ove Arup & Partners als Tragwerksplanern, Rowecord Engineering für den Stahlbau und Wimpey Construction als Generalunternehmer. Sie kostete 2,5 Millionen Pfund, und noch im selben Jahr erhielt das Gebäude eine lobende Erwähnung bei den Structural Steel Design Awards.
Zunächst als Swanseas eigener Regenwald beworben, wurde das Gewächshaus bis Mitte der 2010er-Jahre von der Stadt betrieben und dann an den Betreiber Parkwood Leisure übergeben. In den Jahren 2018–2019 investierte die Stadt 1,1 Millionen Pfund in eine Sanierung, bei der der Rundgang nach den Schichten des Regenwalds neu geordnet wurde und ein Café, ein Shop, ein Aussichtspunkt am Wasserfall, eine Regenwaldhütte und eine lebende Brücke hinzukamen. 2021 erhielt der Ort den Namen Plantasia Tropical Zoo.
Das Gewächshaus diente außerdem als Drehort für zwei Folgen von Doctor Who, 2007 und 2009. 2023 begrüßte es 115.000 Besucher und verändert sich ständig: 2026 wurde ein Bereich über Tiergifte und Giftstoffe eröffnet.
Architektur und Ingenieurbau
Das Gebäude hat die Form eines Pyramidenstumpfs, einer Form, die wegen ihrer inhärenten Stabilität gewählt wurde. Sein Stahlrohrrahmen verbindet rechteckige und runde Hohlprofile, zusammengesetzte Stützen und Gitterträger; an den Wänden entlang angeordnete Dreibeine sorgen für Standsicherheit. Der Rahmen trägt ein Glasdach über einer Grundfläche von rund 1.600 m².
Ein Wassergraben rund um die Pyramide fängt das vom Dach ablaufende Regenwasser auf. Im Inneren sah der ursprüngliche Entwurf drei übereinander gestaffelte Klimazonen vor: eine aride Zone für Kakteen auf der untersten Ebene, ein feuchtes Farnhaus auf der obersten und in der Mitte ein tropischer Bereich mit Palmen rund um einen Teich, der von einer Kaskade gespeist wird.
Die Sanierung von 2018–2019 behielt die Hülle bei, überdachte aber den Weg im Inneren neu, um die aufeinanderfolgenden Schichten des Regenwalds nachzuempfinden, und ergänzte einen Aussichtspunkt über dem Wasserfall sowie eine lebende Brücke. Das Gebäude von 1990 bleibt damit ein Beispiel für ein zeitgenössisches öffentliches Gewächshaus, das als eigenständige Stahlbauleistung konzipiert wurde.
Pflanzensammlungen
Plantasia vereint heute zwei Hauptklimazonen: einen feuchten Regenwald und eine aride Zone. Laut Wikipedia umfasst es mehr als 600 Pflanzenarten, insgesamt rund 5.000 Pflanzen; die Regionalpresse nennt mehr als 700 tropische Pflanzen.
Seit der Umwandlung in einen tropischen Zoo nehmen Tiere viel Raum ein: mehr als 60 Tiere aus über 40 Arten, darunter Erdmännchen, Kronengeckos, Vogelspinnen, Rotbauchpiranhas, Koi-Karpfen, Grünflügelaras, Dunkle Tigerpythons, Bengalkatzen, Brillenkaimane und Ägyptische Landschildkröten (Kleinmann-Landschildkröten). Der Zoo beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für diese Schildkröte. Im 2026 eröffneten Bereich über Tiergifte und Giftstoffe sind Orient-Rotbauchunken, Schachbrett-Strumpfbandnattern und Mangroven-Nachtbaumnattern zu sehen.
Besuch
Plantasia liegt im Einkaufspark Parc Tawe in Swansea und lässt sich daher leicht in einen Tag in der Stadt einbauen. Für den Regenwald, die aride Zone und die Tierbereiche sollten Sie ein bis zwei Stunden einplanen. Zum Programm gehören regelmäßige Aktivitäten, darunter eine Krokodilfütterung, die als einzige in Wales beworben wird, und ein einstündiges Escape Game im Gewächshaus. Wechselnde Installationen, etwa die lebensgroßen Nachbildungen urzeitlicher Tiere, die ab Juli 2024 gezeigt wurden, sorgen dafür, dass der Besuch immer wieder neu ist. An kalten oder nassen Tagen steht die feuchte Wärme der Pyramide in eindrucksvollem Kontrast zum Wetter draußen.
51.62° N, 3.94° W
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