Aberglasney Ninfarium
Llangathen, Carmarthenshire, Wales

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2005
- Stil
- Glasatrium über den ruinierten Räumen eines Herrenhauses
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
Im Herzen des Herrenhauses von Aberglasney im Tywi-Tal wurden die verfallenen zentralen Räume mit einem 2005 fertiggestellten Glasatrium überdacht. Nach dem Garten von Ninfa südlich von Rom benannt, der zwischen Steinruinen angelegt ist, beherbergt dieser preisgekrönte Raum subtropische und exotische Pflanzen, die zwischen den Überresten wachsen: Phalaenopsis-Orchideen, die Banane Musa coccinea, die Riesen-Pfeifenblume und Madagaskar-Jasmin. Er ergänzt Gärten, die 1999 für die Öffentlichkeit geöffnet wurden, vier Jahre nachdem der Aberglasney Restoration Trust das Anwesen gekauft hatte.
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Geschichte
Aberglasney bei Llangathen ist ein altes Herrenhaus im Tywi-Tal. Anthony Rudd, 1594 zum Bischof von St Davids ernannt, bezahlte 1603 seinen Umbau, und die Familie Dyer, die das Anwesen um 1710 erwarb, gab ihm eine Fassade im Queen-Anne-Stil. Die Familien Philipps und später Mayhew bewohnten es bis ins frühe 20. Jahrhundert.
Nach dem Tod von Marianne Mayhew im Jahr 1939 verfiel das Haus. 1977 litt es unter Vandalismus und Architekturdiebstahl, und ein Versuch, seinen Portikus legal über Christie's zu verkaufen, veranlasste das Welsh Office einzugreifen. 1995 kaufte der Aberglasney Restoration Trust, gegründet mit William Wilkins als Vorsitzendem, das Haus und die Gärten dank einer Spende des amerikanischen Mäzens Frank Cabot. Im Juli 1999 wurden die Gärten wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.
Die zentralen Räume des Herrenhauses, die noch immer in Trümmern lagen, wurden dann zum Schauplatz eines ungewöhnlichen Projekts: Man überdachte sie mit Glas und legte darin einen Garten an. Das 2005 fertiggestellte Ninfarium verdankt seinen Namen dem Garten von Ninfa am Fuß der Monti Lepini südlich von Rom, der ebenfalls zwischen Steinruinen angelegt wurde. Der Garten bezeichnet den Raum als preisgekrönt. Die Restaurierung des Erdgeschosses des übrigen Herrenhauses wurde 2013 abgeschlossen, die der ehemaligen Schweineställe (Old Piggeries) 2016.


Architektur und Ingenieurbau
Das Ninfarium ist kein frei stehendes Gewächshaus, sondern ein Glasatrium, das über den zentralen Räumen des Herrenhauses errichtet wurde, die nach Jahrzehnten der Vernachlässigung in Trümmern lagen. Das Glasdach überspannt also das eigentliche Herz des Hauses, und die Pflanzen wachsen unmittelbar zwischen den Überresten, am Fuß der erhaltenen Mauern der alten Räume.
Das Gebäude ringsum trägt die Spuren mehrerer Epochen: einen 1603 von Bischof Anthony Rudd bezahlten Umbau, dann eine zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Robert Dyer ergänzte Fassade im Queen-Anne-Stil. Sowohl das Haus als auch die Gärten sind als Grade II* denkmalgeschützt.
Die Idee folgt dem Garten von Ninfa, wo Pflanzen zwischen Steinruinen gesetzt wurden; Aberglasney bietet eine unter Glas geschützte Version davon, im Zentrum eines Hauses, das mehrere Jahrhunderte lang bewohnt war. Weder der Entwerfer des Atriums noch seine Abmessungen werden in den herangezogenen Quellen genannt.
Pflanzensammlungen
Im Ninfarium wachsen subtropische und exotische Pflanzen. Der Garten hebt die Ruhmeskrone (Gloriosa superba), eine Kletterpflanze, Phalaenopsis-Orchideen, die Riesen-Pfeifenblume (Aristolochia gigantea), den Champakabaum (Magnolia champaca), den Madagaskar-Jasmin (Stephanotis floribunda) und eine Zierbanane, Musa coccinea, hervor.
Diese Pflanzen wachsen zwischen den Überresten des Hauses, an den Mauern und in den ehemaligen Räumen, was dem Ort den Charakter einer von der Vegetation zurückeroberten Ruine verleiht, ganz im Sinne des italienischen Vorbilds, das ihn inspirierte.
Besuch
Das Ninfarium besucht man im Rahmen eines Rundgangs durch die Gärten von Aberglasney im Tywi-Tal, etwa 5 km (3 Meilen) von Llandeilo an der A40 entfernt. Zu den 10 Acres (rund 4 Hektar) Gärten gehören ein elisabethanischer oder jakobinischer Kreuzgang-Garten, auf drei Seiten von einem Arkadengang aus Stein umschlossen und von einem seltenen Brüstungsgang gekrönt, sowie ein im 18. Jahrhundert von der Familie Dyer gepflanzter Eibentunnel. Im Frühling umfasst die Sammlung mehr als 450 Narzissensorten. Der National Botanic Garden of Wales mit seinem Great Glasshouse liegt Luftlinie etwa 7 km entfernt, sodass sich beide an einem Tag verbinden lassen.
51.88° N, 4.06° W
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