Antiche Serre (Alte Gewächshäuser) im Park von Schloss Miramare
Triest, Friaul-Julisch Venetien
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1856–1860
- Architekt
- Carl Junker (Ingenieur); Restaurierung: Carlo Manfredi
- Stil
- Halb unterirdisches Mauerwerksgebäude mit vereinfachten, das Schloss aufgreifenden Details
- Status
- Restauriert und im Juli 2024 eingeweiht, im Park von Schloss Miramare
Zwischen März 1856 und Herbst 1860 nach Plänen des Wiener Ingenieurs Carl Junker gebaut, der auch das Schloss entwarf, sollten die Antiche Serre im Park von Miramare die empfindlichen Arten von Erzherzog Maximilian vor harten Wintern und Nordostwinden schützen. Das teilweise unterirdische Mauerwerksgebäude verlor sein ursprüngliches Glasdach bei einem früheren Eingriff an eine Metalleindeckung. Eine behutsame Restaurierung, am 4. Juli 2024 eingeweiht, stattete es neu aus und richtete Zitrussammlungen ein, womit der mediterrane Hain verwirklicht wurde, den Maximilian gewollt hatte.
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Geschichte
Die Antiche Serre stammen aus der Entstehungszeit des Parks von Miramare, als Erzherzog Maximilian von Habsburg das Schloss erbauen und die umliegenden Gärten anlegen ließ. Ihr Bau dauerte von März 1856 bis zum Herbst 1860 nach Plänen von Carl Junker, dem Wiener Ingenieur, der auch das Schloss sowie Arbeiten am Aquädukt von Aurisina und an der Eisenbahn zwischen Ljubljana und Triest entwarf.
Die Gewächshäuser erfüllten ein ganz bestimmtes Bedürfnis: Arten zu beherbergen, die die Winter im Freien nicht überlebt hätten, und sie vor den Nordostwinden zu schützen, zu einer Zeit, als die im Park gepflanzten Bäume noch keinen Schutz boten. Sie dienten außerdem als Pflanzenanzucht und vorübergehende Unterkunft für die seltenen Arten, die Maximilian von seinen langen Reisen mitbrachte, insbesondere von seiner Reise nach Brasilien und von der Expedition der Fregatte Novara. Maximilian träumte von einem Zitrushain, der einen mediterranen Garten heraufbeschwören sollte, ein Vorhaben, das das damals rauere Klima nicht zuließ.
Das Schlossarchiv dokumentiert spätere Veränderungen, darunter 1931 unter Herzog Amedeo von Savoyen-Aosta. Das ursprüngliche Glasdach wurde bei einem früheren Eingriff durch verzinktes Blech ersetzt. Eine konservative Restaurierung unter der Leitung des Architekten Carlo Manfredi endete mit der Einweihung am 4. Juli 2024.
Architektur und Ingenieurbau
Das Gebäude ist ein teilweise unterirdischer Mauerwerksbau, in dem Sandsteinblöcke und Ziegel einander abwechseln, bekrönt von Bauelementen aus weißem Kalkstein. Der Entwurf ist vereinfacht, greift den des benachbarten Schlosses auf und spiegelt das gartenbauliche Wissen der Mitte des 19. Jahrhunderts wider: Ziel war ein Bau, in dem für das örtliche Klima empfindliche Pflanzen akklimatisiert werden konnten.
Die Bedeckung hat sich in ihrer Beschaffenheit gewandelt. Sie war zunächst verglast, wurde dann bei einem früheren Eingriff durch verzinktes Blech ersetzt und schließlich, laut Berichten über die Einweihung, durch Zink- und lackierte Metallpaneele. Im Schlossarchiv aufbewahrte Karten und Dokumente belegen die Existenz des Gebäudes und seine aufeinanderfolgenden Umbauten.
Die Restaurierung von 2024 bewahrte das äußere Erscheinungsbild und die Unversehrtheit der Materialien und passte den Ort zugleich an die heutige Nutzung an: Strom- und Wasseranschlüsse, eine Hubplattform zum Bewegen von Topfpflanzen, eine Strahlungsheizung im Fußboden und UV-Lampen, die den Schatten der Parkbäume ausgleichen. Die herangezogenen Quellen nennen die Abmessungen des Gebäudes nicht.
Pflanzensammlungen
Die restaurierten Gewächshäuser beherbergen heute Zitrussammlungen, die mehr als anderthalb Jahrhunderte später den mediterranen Hain verwirklichen, den Maximilian im Sinn hatte. Laut der lokalen Presse gehören dazu sieben Mandarinensorten (darunter Avana Apireno, Keraj, Tachibana und De Wildt), neun Zitronensorten (darunter Eureka, Ordinario Fiorentino und Meyerii) und zwölf weitere Sorten von Orangen und anderen Zitrusfrüchten.
Die Auswahl und botanische Bestimmung der Sorten wurden der Architektin Giorgia Ottaviani und der Agronomin Anna Chiara Vendramin anvertraut.
Vor der Restaurierung hatten die Gewächshäuser die seltenen Arten des Parks beherbergt und gepflegt, die Maximilian von seinen Reisen mitgebracht hatte, insbesondere aus Brasilien und von der Novara-Expedition. Der historische Park um sie herum erstreckt sich über 22 Hektar rund um das Schloss.
Besuch
Die Antiche Serre stehen im historischen Park von Miramare, nahe der Orangerie, dem MiraLab-Gebäude, dem kürzlich restaurierten Castelletto und den Ruinen der Kapelle. Man entdeckt sie bei einem Spaziergang durch den Park, der etwa 22 Hektar am Ufer der Adria umfasst.
Planen Sie einen halben Tag ein, um Park und Schloss zu verbinden: Das historische Museum im Schloss, der Residenz Maximilians, vervollständigt die Geschichte der Gewächshäuser und der Pflanzensammlungen. Der Zugang zum Inneren der Gewächshäuser wurde in den gelesenen Quellen nicht bestätigt, daher lohnt es sich, vor dem Besuch beim Museum nachzufragen.
45.70° N, 13.71° E
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Quellen (5)
- miramare.cultura.gov.it/inaugurazione-serre-antiche/
- triestecafe.it/it/news/cronaca/miramare-inaugurate-le-antiche-serre-nel-parco-dopo-il-rest
- ansa.it/canale_lifestyle/notizie/design_giardino/2024/07/05/tornano-allantico-splendore-le
- miramare.cultura.gov.it/en/the-greenhouses/
- nominatim.openstreetmap.org/search?q=Antiche+Serre+Miramare+Trieste&format=json&limit=5
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