Gewächshäuser des Real Jardín Botánico de Córdoba (Amerika-, Zentral- und Orchideenhaus)
Córdoba, Andalusien

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Stil
- Miteinander verbundene klimatisierte Pavillons mit durchscheinenden Gewölben auf Metallrahmen
- Abmessungen
- Drei Pavillongruppen (Flächen nicht veröffentlicht)
- Status
- Garten nach Sturmschäden vorübergehend geschlossen (offizielle Website, Okt. 2026); normalerweise Dienstag bis Sonntag geöffnet
Der zwischen 1980 und 1987 auf 5,5 Hektar am Guadalquivir angelegte und 2012 mit dem Titel „Real“ ausgezeichnete Botanische Garten von Córdoba zeigt seine geschützte Flora in drei Gruppen miteinander verbundener Pavillons. Die Amerika-Gewächshäuser vereinen rund 800 Arten aus Amerika in drei Pavillons, gemäßigt-feucht, warm und xerophytisch, wobei der warme von einem Steg drei Meter über dem Boden betrachtet wird. Die Zentral-Gewächshäuser bewahren 130 Arten der Kanarischen Inseln, Palmfarne und afrikanische Sukkulenten; ein in einem früheren Gebäude eingerichtetes Orchideenhaus beherbergt mehr als 80 Arten. Im Oktober 2026 kündigte die offizielle Website eine vorübergehende Schließung nach einem Sturm an.
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Geschichte
Der Botanische Garten von Córdoba wurde im Juli 1980 auf Initiative einer Gruppe von Professoren der Universität Córdoba gegründet. Der Stadtrat wies ihm ein 5,5 Hektar großes Grundstück am rechten Ufer des Guadalquivir zu, und die Arbeiten dauerten von 1980 bis 1987, dem Jahr seiner Einweihung. Von Anfang an war die Einrichtung als lebendiges Museum mit kulturellen und wissenschaftlichen Inhalten gedacht, gemeinsam von Stadt und Universität getragen. 2012, zum fünfundzwanzigsten Jahrestag seiner Eröffnung, verlieh ihm König Juan Carlos I. den Titel „Real“, daher sein heutiger Name.
Die Gewächshäuser gehören zur Schau lebender Flora des Gartens, neben der Botanischen Schule, der Agrarschule, dem Arboretum und dem Rosengarten. Die offiziellen Seiten beschreiben drei Gruppen: die Amerika-Gewächshäuser, die Zentralgewächshäuser und das Orchideenhaus, Letzteres im Inneren eines früheren, bescheidenen Gebäudes eingerichtet, dessen Innenraum neu gestaltet wurde. Keine der herangezogenen Quellen nennt ein Baujahr der Gewächshäuser oder den Namen ihres Planers.
Der Garten erhielt später ein Museum für Ethnobotanik mit drei ständigen Sälen und ein Museum für Paläobotanik, das laut Wikidata auf 2002 datiert ist und im Molino de la Alegría untergebracht ist, einer Mühle am Flussufer mit mittelalterlichen und Renaissance-Elementen, rund um eine von Roberto Wagner gestiftete Sammlung, die heute etwa 150.000 Stücke zählt. Eine Samenbank der andalusischen Flora bewahrt fast 3.000 Arten auf. Im Oktober 2026 zeigte die offizielle Website einen Hinweis auf eine vorübergehende Schließung wegen umfangreicher Sturmschäden; die Mühlen waren überflutet worden.


Architektur und Ingenieurbau
Die drei Gruppen bestehen aus miteinander verbundenen Pavillons, in denen jede Pflanzengruppe Temperatur und Luftfeuchtigkeit ihrer Herkunftsregion erhält; das Fremdenverkehrsamt von Córdoba beschreibt sie als klimatisierte Gewächshäuser für tropische und subtropische Flora und den Kanarischen Lorbeerwald. Die Amerika-Gewächshäuser bestehen aus drei verbundenen Ausstellungspavillons mit unterschiedlichen Temperatur-, Feuchtigkeits- und Bodenbedingungen: einem gemäßigt-feuchten Pavillon, einem warmen Pavillon und einem xerophytischen Pavillon. Der warme Pavillon wird zuerst von oben gesehen: Man betritt ihn auf einem Steg drei Meter über dem Boden, der zu einem bis auf fünf Meter ansteigenden Aussichtspunkt führt, bevor er wieder auf die Pflanzebene hinabführt. Der xerophytische Pavillon auf Bodenhöhe ist ebenso warm, aber weit trockener.
Die Zentralgewächshäuser, das in OpenStreetMap so benannte Gebäude nahe der zentralen Plaza des Gartens, gliedern sich in drei Module mit unterschiedlichem Klima: eines feucht, eines trockener, das dritte den Farnen und Felsgärten gewidmet. Auf Wikimedia Commons veröffentlichte Fotografien zeigen ein durchscheinendes Gewölbe auf einem Metallgerüst. Das Orchideenhaus nimmt ein früheres, bescheidenes Gebäude ein, dessen moderner Innenraum die besonderen Bedingungen nachbildet, die Orchideen, Bromelien und fleischfressende Pflanzen verlangen. Die herangezogenen Quellen nennen weder die Materialien noch die Flächen noch das Baujahr der drei Gruppen.


Pflanzensammlungen
Die Amerika-Gewächshäuser vereinen etwa 800 Arten, die für die Flora Amerikas repräsentativ sind und wegen ihres ethnobotanischen oder wirtschaftlichen Interesses ausgewählt wurden. Der gemäßigt-feuchte Pavillon betont die Farben dieser Flora, mit Aronstabgewächsen, Maranten, Orchideen und Bromelien; der warme Pavillon zeigt Nutzpflanzenarten und wirtschaftlich bedeutende Bäume, tropische Obstbäume und in seiner Mitte eine Palmengruppe; der xerophytische Pavillon beherbergt die Pflanzen extrem trockener Klimate, allen voran Kakteen und Agaven.
Die Zentralgewächshäuser bewahren 130 Arten der Flora der Kanarischen Inseln, als vollständigste Sammlung kanarischer Endemiten außerhalb des Archipels präsentiert: Lorbeerwald und Fayal-Brezal-Heide (Laurus azorica, Erica arborea) im feuchten Modul; Tabaibal-Cardonal-Gebüsch, ein Drachenbaum (Dracaena draco) und Kanarenkiefer (Pinus canariensis) im trockenen Modul; Farne (Platycerium alcicorne, mehrere Pteris) und Felsgärten mit iberischen Endemiten aus den Betischen Gebirgen und von den Balearen im dritten. Zwei Exemplare von Ruizia cordata, einem Baum von Réunion, der in seinem Herkunftsgebiet fast ausgestorben ist, wachsen in der Mitte; ein Bereich ist afrikanischen Sukkulenten von Wüstenstandorten und urtümlichen Nacktsamern gewidmet, darunter südafrikanische Encephalartos. Das Orchideenhaus zeigt mehr als 80 Arten: rund dreißig Orchideen, epiphytisch oder terrestrisch, ein Dutzend Tillandsia, tropische Farne einschließlich Baumfarnen und mehr als zwei Dutzend Arten insektenfressender Pflanzen.

Besuch
Die Gewächshäuser stehen im Herzen des Gartens, rund um die zentrale Plaza, am Ende des Wegs durch die Botanische Schule, die 45 Beete mit Samenpflanzen auf etwa 5.500 m² ausbreitet. Rechnen Sie reichlich eine Stunde für die drei Gruppen ein und mehr, wenn Sie sie mit der Agrarschule und ihren Olivensorten, dem Arboretum mit seinem sehr alten Feigenbaum, dem Rosengarten, dem córdobesischen Patio und dem Tast- und Duftgarten verbinden. Die beiden Museen des Gartens, für Ethnobotanik und für Paläobotanik mit ihrem „bosque de piedra“ aus fossilen Stämmen, runden den Ausflug ab; die Mühlen am Flussufer, Molino de Martos und Molino de San Antonio, werden nach eigener Regelung besichtigt. Der Eingang befindet sich an der Avenida de Linneo am Ufer des Guadalquivir.
37.87° N, 4.79° W
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Quellen (8)
- jardinbotanicodecordoba.com/invernaderos/
- jardinbotanicodecordoba.com/invernaderos/americanos/
- jardinbotanicodecordoba.com/invernaderos/centrales/
- jardinbotanicodecordoba.com/invernaderos/orquidario/
- jardinbotanicodecordoba.com/tarifas-y-horarios/
- es.wikipedia.org/wiki/Real_Jard%C3%ADn_Bot%C3%A1nico_de_C%C3%B3rdoba
- fundaciondescubre.es/wp-content/exploria-ciencia/22650002/
- wikidata.org/wiki/Q5926489
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