🇪🇸Spanien·Für die Öffentlichkeit geöffnet

Minitropicarium des Real Jardín Botánico Juan Carlos I (Orquidearium und Crassuletum)

Alcalá de Henares, Autonome Gemeinschaft Madrid

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Quellen geprüft im Oktober 2026

„Ein ehemaliges Forschungsgewächshaus, dessen Boden für mehr Höhe ausgehoben wurde, beherbergt tropische Orchideen und einen Teil der größten Kakteensammlung Spaniens.“
Jahr
1997 (Orquidearium 1999 eröffnet)
Stil
Umgebautes Forschungsgewächshaus mit unter das Bodenniveau abgesenktem Boden
Abmessungen
Rund 400 m²
Status
Für die Öffentlichkeit geöffnet (Botanischer Garten der Universität)

1994 auf dem Campus der Universität Alcalá eröffnet, zeigt der Real Jardín Botánico Juan Carlos I seine Gewächshauspflanzen in einem „Minitropicarium“: einem Forschungsgewächshaus, das die Universität Complutense Madrid schenkte und das 1996 für die Ausstellung umgebaut wurde, wobei einige seiner Abteilungen entfernt und sein Boden ausgehoben wurde, um an Höhe zu gewinnen. Seit 1997 für die Öffentlichkeit geöffnet, versammelt es in seinem größten Raum (dem Orquidearium, 1999) Orchideen und Regenwaldpflanzen, während drei Abteilungen vorläufig einen Teil der Kakteensammlung des Gartens beherbergen, der reichsten Spaniens.

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Route
Im Detail ≈ 3 Min. Lesezeit

Geschichte

Der Real Jardín Botánico Juan Carlos I wurde 1990 auf Initiative der Universität Alcalá mit Unterstützung der Autonomen Gemeinschaft Madrid gegründet, als ein technisches Büro für seinen Entwurf und Bau eingerichtet wurde. Europäische Regionalfondsmittel (FEDER), die 1991 bewilligt wurden, finanzierten zunächst die 1992 fertiggestellte Gärtnerei und dann den taxonomischen Garten, dessen erste Pflanzungen 1994 aus Spenden der Stadt Madrid und des Real Jardín Botánico de Madrid stammten. Im selben Jahr wurde der Garten eingeweiht.

1996 wurde ein von der Universität Complutense Madrid gespendetes Gewächshaus zu einem Schau-„Minitropicarium“ für Kakteen und tropische Pflanzen umgebaut. Es öffnete 1997 zusammen mit dem Crassuletum für die Öffentlichkeit, und im selben Jahr wurde die Kakteengesellschaft des Gartens (ACUA) gegründet. 1999 folgte das Orquidearium, das unter anderem tropische Pflanzen zeigt, die für das Gelände der Expo 92 aus Amerika herbeigeschafft worden waren.

Der Garten ist seither weitergewachsen: ein 2005 eingeweihter Rosengarten, ein Ende 2006 fertiggestellter Flusspark und ein 2010 eröffnetes Servicegebäude, das seither der Haupteingang ist. Wikipedia schreibt ihm 22 Hektar in Nutzung von geplanten 26 zu. Für das Gewächshaus erwähnt dieselbe Quelle nicht datierte Pläne: modulare Gewächshäuser und Schattenhäuser in der Mitte des Gartens zur Aufnahme der Kakteen sowie ein Tropicarium, wonach das Minitropicarium ganz den tropischen Pflanzen überlassen würde.

Architektur und Ingenieurbau

Das Minitropicarium wurde nicht für Besucher entworfen: Es ist ein Forschungsgewächshaus der Universität Complutense, das der Garten in ein Schauhaus verwandelt hat. Laut der Website des Gartens und Wikipedia wurden innere Abteilungen entfernt und der Boden unter das Geländeniveau abgesenkt, um den Pflanzen mehr nutzbare Höhe zu geben. Wikipedia beziffert seine Fläche auf etwa 400 m².

Der Raum ist weiterhin unterteilt: Der größte Raum beherbergt die tropischen Pflanzen und Orchideen, drei weitere Abteilungen die Kakteen. Aus Platzmangel wird ein Teil dieser Sammlung auch unter einem an das Gewächshaus angelehnten Schutzdach und in einem Akklimatisierungstunnel kultiviert. Wikipedia gibt 1.500 m² als Gesamtfläche des Gartens unter Glas an. In der Gärtnerei hält ein in vier Abteilungen gegliedertes Produktionsgewächshaus von 1.000 m² auf 330 m² die tropischen Pflanzen der wissenschaftlichen Sammlung, die für das künftige Tropicarium bestimmt sind. Keine der herangezogenen Quellen nennt den Erbauer des Minitropicariums oder das Datum seiner Errichtung.

Pflanzensammlungen

Der Hauptraum des Minitropicariums bildet eine dichte tropische Szenerie nach, in der Kletterpflanzen, Sträucher, kleine Bäume, tote Stämme und Hängepflanzen die Sammlungen rahmen. Orchideen dominieren, wobei die Zahlen je nach Quelle abweichen: nach der Website des Gartens fast 220 Arten unter 271 Regenwaldarten, nach Wikipedia fast 300 unter 360. Zu einer ersten Gruppe von 30 kubanischen Orchideen kam später eine Sammlung von 280 tropischen Orchideen. Eine kleine Sammlung Fleischfressender Pflanzen, Epiphyten einschließlich epiphytischer Kakteen, tropische Farne und Begonien vervollständigen die Schau.

Die anderen drei Abteilungen gehören zum Crassuletum. Laut Wikipedia zählt die Kakteensammlung des Gartens, eine der vielfältigsten Europas, mehr als 3.000 Pflanzen und 1.853 Arten, die größte Spaniens, mit 105 der 113 beschriebenen Gattungen, daneben andere Familien von Sukkulenten.

Besuch

Der Garten nimmt einen Teil des Außencampus der Universität Alcalá ein und ist von der Ausfahrt 32 der Autobahn A-2 aus zu erreichen; seit 2010 führt der Zugang durch das Servicegebäude, das einen Parkplatz hat. Das Minitropicarium gehört zum Bereich der Sondersammlungen, zusammen mit den Palmfarnen, Koniferen, exotischen Bäumen, dem Rosengarten und den Heilpflanzen.

Ein halber Tag lässt Zeit für die Arboreten und den Park der regionalen Flora, der etwa zwölf Hektar umfasst und die Flora von Madrid und Guadalajara vorstellt. Der Besuch lässt sich in das historische Zentrum von Alcalá de Henares ausdehnen, dessen Universität 1998 von der UNESCO als Welterbestätte anerkannt wurde.

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40.51° N, 3.34° W

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Quellen (4)

  1. botanicoalcala.es/recintos-y-colecciones/
  2. botanicoalcala.es/historia/
  3. es.wikipedia.org/wiki/Real_Jard%C3%ADn_Bot%C3%A1nico_Juan_Carlos_I
  4. openstreetmap.org/way/304101487
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