Rekonstruierte viktorianische Glashausreihe, Myddelton House Gardens
Enfield, London

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- Rekonstruktion; laut dem Park 2011 restauriert
- Stil
- Moderne Rekonstruktion einer viktorianischen Glashausreihe des Küchengartens
- Status
- Öffentlich zugänglich mit den Gärten; laut dem Betreiber nur einige Abschnitte der Glashäuser
Im restaurierten Küchengarten der Myddelton House Gardens, dem einstigen Anwesen des Pflanzenkenners E. A. Bowles in Enfield, im Norden Londons, wurde eine Reihe von Glashäusern im viktorianischen Stil aus Fundamenten wieder errichtet, die bei der Restaurierung des Gartens freigelegt wurden. Das versenkte Pfirsichhaus steht auf seinen ursprünglichen Fundamenten. Vier Klimazonen beherbergen Kakteen, Luftpflanzen und Früchte, die Luftfeuchtigkeit brauchen, dazu ein Weinhaus, dessen Wurzeln draußen bleiben. Die Gärten sind täglich geöffnet; die Glashäuser können abschnittsweise besucht werden.
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Geschichte
Der Küchengarten von Myddelton House, im Südosten des Grundstücks, wo der Pflanzenkenner Edward Augustus Bowles (1865–1954) sein Leben verbrachte, war immer die Arbeitsseite des Gartens. Nach seinem Tod gingen das Haus und die Gärten an die Royal Free Hospital School of Medicine und die School of Pharmacy der Universität London über, die den Küchengarten behielten; die Lee Valley Regional Park Authority (LVRPA) kaufte das Anwesen 1968. Die Glashäuser des 19. Jahrhunderts haben nicht überdauert: Der Eintrag im Register von Historic England sagt, sie seien in den 1960er Jahren abgerissen worden.
Als ein Projekt des Heritage Lottery Fund den Küchengarten ab 2009 restaurierte (er wurde am 1. April 2011 wieder für die Öffentlichkeit eröffnet), kamen die vollständigen Fundamente des Pfirsichhauses und einer großen Reihe ans Licht, die einst an den Pflanzenschuppen angebaut war. Das Pfirsichhaus wurde auf seinen Fundamenten wiedererrichtet, die sichtbar belassen wurden. Ein einseitiges Faltblatt des Parks von 2020 gibt an, dass der Küchengarten und das viktorianische Glashaus 2011 restauriert wurden.


Architektur und Ingenieurbau
Die heutige Reihe ist kein erhaltenes Bauwerk des 19. Jahrhunderts, sondern eine Rekonstruktion: Der Betreiber beschreibt ein viktorianisches Glashaus, das „rekonstruiert“ wurde. Sie folgt den ursprünglichen Fundamenten und greift Anordnungen auf, die die offizielle Seite nennt: vier Klimazonen; ein Weinhaus, dessen Bögen aus präzise gearbeiteten Ziegeln es erlauben, dass die Wurzeln der Reben draußen bleiben, während die Triebe drinnen wachsen; und ein versenktes Haus, das Pfirsichhaus, geeignet für Früchte, die eine feuchte Atmosphäre brauchen, und einst für Melonen und Gurken genutzt. Die ursprünglichen Fundamente des Pfirsichhauses wurden wiederverwendet und sind wieder zu sehen.
Das Ganze steht innerhalb des ummauerten Küchengartens, zusammen mit einem restaurierten Pflanzenschuppen (Arbeiten im Oktober 2010 fotografiert), überholten Frühbeetkästen und einer restaurierten Spalierwand unterhalb der Tulpenterrasse. Die konsultierten Quellen nennen weder den Planer noch das Material des Baus noch seine Maße; der Eintrag des Historic England-Registers, der vor der Rekonstruktion verfasst wurde, hält nur fest, dass die Glashäuser des 19. Jahrhunderts verschwunden waren und der alte Küchengarten damals als Garten für Heilpflanzen diente.


Pflanzensammlungen
Der Betreiber beschreibt vier Klimazonen mit exotischen Pflanzen aus aller Welt: Kakteen aus ariden Lebensräumen, Luftpflanzen, die ihre Feuchtigkeit aus der Luft beziehen, und im Pfirsichhaus Früchte, die in feuchter Luft gedeihen. Der angrenzende Küchengarten zieht alte Gemüsesorten und Obstbäume, dazu Bowles-Krokusse in den Frühbeetkästen.
Fotos auf Wikimedia Commons zeigen darin Topfsukkulenten. In den konsultierten Quellen wurde keine detaillierte Pflanzenliste gefunden.
Besuch
Die Glashäuser stehen im Küchengarten, im Südosten des Grundstücks, unterhalb der Tulpenterrasse. Der von Bowles angelegte Garten von acht Acres braucht eine bis zwei Stunden zum Besichtigen: Rosengarten, Steingarten, der Abschnitt, den er „Lunatic Asylum“ nannte und in dem er Pflanzen mit verdrehten Wuchsformen sammelte, der Teich, ein Museum und der Bowles Tea Room. Die Quellen betonen den späten Winter (Schneeglöckchen, Krokusse) und das Frühjahr (Tulpen, Blauregen im Mai); die Glashäuser sind das ganze Jahr zu sehen, allerdings nur abschnittsweise.
Der Eintritt zu den Gärten ist frei, und das Gelände ist täglich geöffnet. Das benachbarte Anwesen Forty Hall und die Capel Manor Gardens, die beide der Betreiber hervorhebt, lassen sich gut mit einem Besuch verbinden; die Station Turkey Street ist eine Viertelstunde zu Fuß entfernt.
51.67° N, 0.06° W
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Quellen (8)
- visitleevalley.org.uk/myddelton-house-gardens
- programme.openhouse.org.uk/listings/12651
- visitleevalley.org.uk/_files/ugd/3bff42_7a4736823c46412f85788e930cded1b8.pdf
- leevalleypark.org.uk/_files/ugd/3bff42_1847694826c3415d884a8c473bacacc6.pdf
- historicengland.org.uk/listing/the-list/list-entry/1000243
- londongardenstrust.org/features/myddelton.htm
- en.wikipedia.org/wiki/Myddelton_House
- commons.wikimedia.org/wiki/Category:Myddelton_House
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