HANA・BIYORI-kan, Gewächshaus des Blumenparks HANA・BIYORI (Yomiuriland)
Inagi (Yanokuchi), Tokio
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2020
- Stil
- Zeitgenössisches Glasgewächshaus eines Blumenparks im Entertainment-Stil
- Abmessungen
- Etwa 1.500 m² (laut Time Out Tokyo und der Website iko-yo)
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet (kostenpflichtig; einige Schließtage pro Jahr)
Am 23. März 2020 neben dem Freizeitpark Yomiuriland eröffnet, bezeichnet sich HANA・BIYORI als Japans ersten botanischen Garten im Entertainment-Stil. Im Herzen des rund 40.000 m² großen Parks versammelt das Glashaus HANA・BIYORI-kan mehr als 300 hängende Blumenkörbe, eine 20 m hohe bepflanzte Wand, einen rund vierhundert Jahre alten Symbolbaum, ein 8 m hohes Aquarium, Zwergotter und das erste Starbucks, das in Japan in einem Gewächshaus eines botanischen Gartens eröffnet wurde; mehrmals am Tag wird das Glas für eine Projektionsschau, die Blumen und digitale Bilder verbindet, verdunkelt. Rundherum liegen ein Garten von Piet Oudolf, von Blumen gesäumte Wege und ein japanischer Garten mit buddhistischen Schätzen.
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Geschichte
HANA・BIYORI ging aus einem Projekt der Yomiuriland-Gesellschaft hervor, der Betreiberin des benachbarten Vergnügungsparks, die es zu einem ihrer Vorhaben zum siebzigjährigen Jubiläum und zum ersten Schritt ihres Konzepts eines „Super-Vergnügungsparks“ machte. Das Gelände war der Seichi Kōen gewesen, ein Weihepark, in dem in den 1960er-Jahren buddhistische Schätze versammelt wurden: Reliquien und ein Haar des Buddha, 1964 von den Regierungen von Ceylon und Ostpakistan überreicht, die Pagode aus pakistanischem Marmor, die sie birgt, ein Tahōtō-Turm aus dem 17. Jahrhundert, der 1964 an diesem Ort wieder aufgebaut wurde, sowie Bodhisattva-Statuen, die 1950 zu Wichtigen Kulturgütern erklärt wurden. Sie wurden in dem Teil des Parks aufbewahrt, der heute Heiliger Wald heißt.
Für den 14. März 2020 angekündigt, öffnete der Park nach einer durch die Pandemie bedingten Verschiebung am 23. März und präsentierte sich als Japans erster Botanischer Garten im Entertainment-Stil: ein Gewächshaus, in dem Blumen, digitale Projektionen, Otter, ein Aquarium und ein Café unter demselben Dach vereint sind. Das Starbucks unter dem Glas war das erste der Kette in einem Botanischen-Garten-Gewächshaus in Japan. Ein Teil der Möbel in den Gastronomiebereichen wurde aus Bäumen des Geländes gefertigt, die der Taifun vom September 2019 gefällt hatte.
2021 schuf der niederländische Gartengestalter Piet Oudolf hier seinen ersten Garten in Japan; er wurde von Gärtnern aus dem ganzen Land bepflanzt, da er selbst nicht reisen konnte. Am 6. März 2024 öffnete auf dem früheren Aussichtshügel ein Thermalbad, das Kakei no Yu, dessen Eintrittskarte auch Zutritt zum Blumenpark gewährt. Der Betrieb lief 2026 weiter, mit nächtlichen Öffnungen während der Illuminationssaison.
Architektur und Ingenieurbau
Das Gewächshaus steht im Zentrum des 40.000 m² großen Parks; der Betreiber veröffentlicht seine Grundfläche nicht, die Time Out Tokyo und die Website iko-yo auf etwa 1.500 m² beziffern. Offizielle Unterlagen beschreiben es als von Tageslicht durchflutetes Glashaus, das sich in Dunkelheit tauchen lässt: Mehrmals am Tag wird die Verglasung verdunkelt, und eine Projektionsshow, die als erste dauerhafte Installation ihrer Art in einem japanischen Botanischen Garten vorgestellt wird, verwandelt Blumen und Wände in eine digitale Kulisse, mit einem Ende, das sich nach einer Analyse der Emotionen des Publikums verändert.
Der Innenraum ist als 360-Grad-Blumenkulisse komponiert: Mehr als 300 Hängekörbe bilden unter dem Dach einen „Blumenkronleuchter“, eine mehr als 20 m lange und 2 m hohe bepflanzte Wand wird mit den Jahreszeiten neu gestaltet, und auch der Boden selbst ist bepflanzt. Ein großer, etwa vierhundert Jahre alter Baum, der „Parabolacho“ (spanisch für „betrunkener Baum“, laut Park), dient als Symbolbaum. Das Gebäude beherbergt außerdem ein Starbucks, dessen Schild aus lebenden Pflanzen besteht, ein 8 m langes Meerwasseraquarium samt einem 3 m langen bepflanzten Becken, ein Otter-Gehege mit Rutsche und Unterwasserhöhle sowie einen Shop. Terrassenplätze im Inneren auf der Westseite blicken auf den Trockengarten und die Kulturgüter des Heiligen Waldes. Bewässerung, Bäche und Wasserfälle im ganzen Park werden mit Brunnenwasser aus den Tama-Hügeln gespeist. Weder der Architekt noch das Tragwerk sind dokumentiert.
Pflanzensammlungen
Die Körbe des Blumenkronleuchters vereinen Begonien, Fuchsien, Petunien, Geranien und Saxorum und werden ersetzt, sodass das Gebäude das ganze Jahr über in voller Blüte steht; die Wandkompositionen und Bodenbeete folgen den Jahreszeiten, und der rund 400 Jahre alte Parabolacho thront über dem Ganzen. Das Aquarium zeigt etwa vierzig Fischarten aus den Meeren Okinawas, darunter Anemonenfische und Riffbarsche, vor einer Kulisse aus Korallen; der Park beziffert die Gesamtzahl auf etwa tausend Fische (1.000 oder 1.200, je nach Seite). Das Otter-Gehege beherbergt außerdem Kaninchen und Meerschweinchen.
Draußen verbindet der Piet Oudolf Garden Tokyo Stauden und Gräser in einer wiesenartigen Pflanzung, die bis zu den trockenen Silhouetten des Winters ansehnlich bleiben soll. Zu den blumengesäumten Wegen rund um das Gewächshaus gehören ein Vier-Jahreszeiten-Garten, eine Mammutbaumwiese unter dem höchsten Baum des Geländes, ein Steingarten mit Lilien und ein Christrosengarten; Pflaume, Kirsche und Spierstrauch blühen im Frühling, und im Juni sind an einem Bach Glühwürmchen zu sehen. Im Heiligen Wald blühen von Ende September bis Anfang Oktober 2.000 Rote Spinnenlilien rund um die Pagode, und im Herbst färben sich die Ahornbäume über dem Teich rot.
Besuch
HANA・BIYORI liegt in den Tama-Hügeln, etwa zehn Gehminuten vom Bahnhof Keiō-Yomiuriland an der Keiō-Sagamihara-Linie entfernt, der auch von einem kostenlosen Shuttlebus bedient wird; der Eingang ist von dem des Vergnügungsparks Yomiuriland getrennt, mit dem ein Verbindungstor den Blumenpark ab dem späten Vormittag verbindet. Das Gewächshaus, der Heilige Wald und der Oudolf-Garten nehmen zwei bis drei Stunden in Anspruch; die Projektionsshow läuft mehrmals am Tag, und ein Wiedereintritt ist ohne Jahreskarte nicht erlaubt. Die Kirschblüte im Frühling, die Glühwürmchen im Juni, die Spinnenlilien Ende September, der Herbstahorn und die nächtlichen Illuminationen „HANA akari“ bilden die Höhepunkte. Die benachbarten Kakei-no-Yu-Bäder gewähren Zutritt zum Park, und der Botanische Garten Jindai liegt einige Kilometer nordöstlich.
35.63° N, 139.52° E
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Quellen (8)
- yomiuriland.com/hanabiyori/garden/hanabiyori-kan/
- yomiuriland.com/hanabiyori/about/
- yomiuriland.com/hanabiyori/garden/piet-oudolf-garden-tokyo/
- yomiuriland.co.jp/news/wp-content/uploads/2020/20200817160941404s.pdf
- ja.wikipedia.org/wiki/HANA%E3%83%BBBIYORI
- timeout.jp/tokyo/ja/%E3%82%A2%E3%83%88%E3%83%A9%E3%82%AF%E3%82%B7%E3%83%A7%E3%83%B3/hanabi
- report.iko-yo.net/articles/14290
- openstreetmap.org/way/1077106779
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