Pyramiden-Kakteengewächshäuser, Izu Shaboten Zoo (伊豆シャボテン動物公園)
Itō, Präfektur Shizuoka

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1959–1963
- Architekt
- Norio Kondō (Konzept)
- Stil
- Fünf pyramidenförmige Glashäuser, jedes einer Region gewidmet
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
Am 22. Oktober 1959 an der nordöstlichen Flanke des Berges Ōmuro in Itō eröffnet, ging der Izu Shaboten Park aus einem Plan des Agrarwissenschaftlers Norio Kondō von der Landwirtschaftlichen Universität Tokio für einen naturnahen Garten aus Kakteen und Sukkulenten hervor. Da Kondō die übliche Gewächshausform langweilig fand, wählte er Pyramiden, die sich von den sanften Kurven des Berges abheben sollten. Fünf thematische Häuser, Südamerika, Afrika, Waldkakteen, Madagaskar und Mexiko, beherbergen heute rund 1.500 Arten. Da im Lauf der Jahrzehnte stetig Tiere hinzukamen, wurde der Park 2016 in Zoo umbenannt.
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Geschichte
In einem im März 1960 in der Zeitschrift Shaboten veröffentlichten Text erklärte Norio Kondō, Leiter des Instituts für Pflanzenzüchtungsforschung an der Landwirtschaftlichen Universität Tokio, er plane seit fast zehn Jahren einen naturnahen Garten aus Kakteen und Sukkulenten in der Region Izu. Seine erste Idee war, den Boden mit Rohren zu erwärmen, die Wasser aus heißen Quellen führen, sodass alle Arten im Freien gepflanzt werden könnten. Mehrere Grundstücksangebote verliefen im Sande, bis im Februar 1959 mit Tōtaku Izu Kaihatsu, dem Eigentümer des Ōmuro-Plateaus, eine Einigung erzielt wurde. Da das Gelände auf 320 Metern Höhe lag und es Jahre dauern würde, das Quellwasser hinaufzuleiten, nahm Kondō Gewächshäuser in den Plan auf.
Der Park wurde am 22. Oktober 1959 als Izu Shaboten Kōen eröffnet, zunächst Kondōs Institut angegliedert. Zu den Gästen der Eröffnung gehörten der Botaniker Eiji Matsuda, der aus Mexiko angereist war, und der mexikanische Botschafter in Japan. Das erste Kakteenfest fand 1960 statt, und die Zeittafel der Betreibergesellschaft verzeichnet die Fertigstellung des Gewächshauses vom Pyramidentyp im Jahr 1963; die Quellen erlauben es nicht, jedes Gebäude einzeln zu datieren. Kaiser Shōwa besuchte den Park 1970 und 1975.
Tiere nahmen nach und nach mehr Raum ein, und am 22. Oktober 2016 nahm der Park als Zoo seinen heutigen Namen an. Kondō starb 1997 im Alter von 81 Jahren. Sein Modell machte Schule: Der Tempel Kōsan-ji auf der Insel Ikuchi errichtete Pyramidengewächshäuser nach dem Vorbild derjenigen von Izu.
Architektur und Ingenieurbau
Kondō erläuterte seine Wahl selbst. Er wollte keine bloße Ansammlung von Arten: Jede Pflanzung sollte Sinn tragen und eine Landschaft bilden, ohne das Wachstum der Pflanzen zu vernachlässigen. So gesehen erschien ihm die übliche Form eines Gewächshauses langweilig, weshalb er pyramidenförmige Häuser ersann, deren über das Grasland verstreute Silhouetten vor den sanften Rundungen des Berges Ōmuro schon für sich ein Anblick sein würden.
Das Konzept teilte die Rollen zwischen draußen und drinnen auf: Freilandpflanzungen auf dem natürlichen Lavaboden, auf Landschaftswirkung angelegt, und die Artensammlung unter Glas. Das Gelände liegt an der Nordostflanke des Berges auf etwa 320 Metern. Heute folgen fünf nummerierte Häuser aufeinander, jedes einer Region der Welt gewidmet, und OpenStreetMap verortet sie im südlichen Teil des Parks. Im Freien verbindet ein Steingarten Sukkulenten mit nachgebildeten mesoamerikanischen Statuen, und der Bericht eines Besuchers hält fest, dass geothermische Wärme es erlaubt, Kakteen selbst im Winter im Freien zu zeigen. Keine der eingesehenen Quellen nennt die Abmessungen oder die Materialien der Gewächshäuser.


Pflanzensammlungen
Der Park zeigt rund 1.500 Arten von Kakteen und Sukkulenten aus aller Welt. Haus Nr. 1, Südamerika, beherbergt hohe Säulenkakteen, Opuntien, kleine Kugelkakteen und ursprüngliche Blattkakteen. Haus Nr. 2, Afrika, enthält überhaupt keine Kakteen, da die Familie dort nicht wild wächst, sondern Sukkulenten wie den Drachenbaum und Lithops. Haus Nr. 3 versammelt Waldkakteen, die in Dschungelbäumen leben, darunter stark duftende nachtblühende Arten, deren Blüten nur eine Nacht halten, und Weihnachtskakteen, die im Winter üppig blühen. Haus Nr. 4 zeigt Didiereaceae, eine nur auf Madagaskar vorkommende Familie, und andere seltene Sukkulenten. Haus Nr. 5, Mexiko, präsentiert Kakteen und Sukkulenten aus Mexiko und Nordamerika, darunter große Säulenkakteen und einen etwa 170 Jahre alten Kugelkaktus „Kinshachi“, der zu den größten Japans gezählt wird.

Besuch
Der Park erstreckt sich über die Nordostflanke des Berges Ōmuro in Itō, und der Berg bildet, wie von Kondō beabsichtigt, noch immer die Kulisse der Gewächshäuser. Die fünf Häuser besichtigt man am besten in der Reihenfolge ihrer Nummern, von Südamerika bis Mexiko, bevor man zum Steingarten mit seinen nachgebildeten präkolumbischen Statuen kommt. Die Anlage ist heute ebenso Zoo wie Botanischer Garten: Das Freiluftbad der Wasserschweine und die Tierbereiche nehmen einen großen Teil ein. Kakteenblüten werden regelmäßig auf der offiziellen Website angekündigt, und im Winter füllt sich das Waldkakteenhaus mit blühenden Weihnachtskakteen. Der benachbarte Berg Ōmuro rundet den Besuch ab.
34.91° N, 139.10° E
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Quellen (6)
- izushaboten.com/saboten/house_mexico.html
- shaboten.co.jp/company-outline/
- ja.wikipedia.org/wiki/%E4%BC%8A%E8%B1%86%E3%82%B7%E3%83%A3%E3%83%9C%E3%83%86%E3%83%B3%E5%8
- www7a.biglobe.ne.jp/~websabotenkonjaku/kaisou/kaisou_shokubutuen.htm
- sakata-tsushin.com/event/detail_38/
- note.com/nostalgia_zoo/n/n08593a12785b
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