🇯🇵Japan·Geöffnet, Eintritt frei

Tropengarten Shimokamo (下賀茂熱帯植物園)

Shimokamo, Minamiizu (Präfektur Shizuoka)

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Quellen geprüft im Oktober 2026

„Eine mit den Thermalquellen von Shimokamo beheizte Serre, seit 2014 kostenlos zu betreten, in der Bougainvillea, Hibiskus und Jadeliane blühen.“
Jahr
1962 (offizielle Eröffnung des Gartens)
Stil
Verglaste Serre, mit Thermalwasser beheizt, mit einem Dach aus Glasscheiben auf Sprossen
Abmessungen
Serrenfläche nicht veröffentlicht; Garten von etwa 80 × 70 m (Umriss in OpenStreetMap)
Status
Öffentlich zugänglich; Eintritt frei seit Oktober 2014 (mittwochs geschlossen, mit Ausnahmen)

In Shimokamo, einem Thermalort im Süden der Izu-Halbinsel, wurde dieser Garten im Januar 1962 offiziell eröffnet, rund um eine große Serre, die mit Thermalwasser beheizt wird. Er ging aus einem Familienbetrieb hervor, der seit 1932 in Minamiizu Melonen unter Glas zog. Nachdem 2014 wegen ausbleibender Besucher die Schließung angekündigt worden war, blieb der Garten für das Publikum geöffnet; der Eintritt ist seit Oktober 2014 frei. Hibiskus, Bougainvillea, Papaya und Banane sind fast das ganze Jahr zu sehen, die Jadeliane im Frühjahr. Der Garten verkauft außerdem Pflanzen, betreibt einen Fruchtsalon und vermietet seine große Halle für Veranstaltungen.

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Route
Im Detail ≈ 4 Min. Lesezeit

Geschichte

Der Garten setzt eine Familiengeschichte fort, die älter ist als der Krieg. Laut einem Interview, das 2018 im lokalen Magazin Minamiizu Shinbun erschien, hatte der erste Direktor, damals Student in Tokio, den Wert der Thermalquellen von Minamiizu für den Gewächshausanbau erkannt und während seines Studiums dort Melonen angebaut; danach verließ er die landwirtschaftliche Hochschule und ließ sich 1932 dauerhaft vor Ort nieder. Der Krieg unterbrach den Betrieb. Nach seiner Rückkehr 1945 nahm er den Gartenbau mit Schnittblumen und Topfpflanzen wieder auf. Seine Nachfahren erinnern sich, dass er von Auslandsreisen Pflanzen mitbrachte und dass ihn die tropischen Pflanzen, die er während des Krieges gesehen hatte, geprägt hatten.

Der botanische Garten wurde im Januar 1962 offiziell eröffnet. Dasselbe Interview verbindet die Eröffnung mit der Ankunft der Eisenbahn am Bahnhof Shimoda im Dezember 1961. Der Eintritt war zunächst frei; auf Wunsch einer Busgesellschaft, die den Ort in ihre Rundfahrten aufnehmen wollte, wurde er kostenpflichtig, zuerst 50 Yen, schließlich 500 Yen. In den Jahren der Bubble-Economy soll das Restaurant des Gartens, in dem die polynesische Küche beliebt war, jede Woche Warteschlangen gehabt haben; das Holzgebäude brannte am 29. Dezember 1992 im Morgengrauen ab, die Pflanzen im hinteren Teil blieben verschont.

Ab 2014 führte der Rückgang des Tourismus dazu, dass die Familie keine Reisegruppen mehr aufnahm. Die Einstellung der touristischen Tätigkeiten wurde für den 21. September 2014 angekündigt (lokales Fernsehen KTV-12ch, 15. September 2014), doch es kamen weiterhin Besucher; der Garten führte sie herum, und im Oktober 2014 erklärte er den Eintritt für frei. Seitdem lebt er vom Verkauf und von der Vermietung von Pflanzen, vom Fruchtsalon und von der Vermietung seiner großen Halle.

Architektur und Ingenieurbau

Die Quellen veröffentlichen weder einen Plan noch Maße oder den Namen eines Entwerfers; diese Beschreibung stützt sich auf die offizielle Website, auf ihre Fotos und auf das Orthofoto aus der Luftaufnahme der Geospatial Information Authority of Japan (GSI).

Die offizielle Website nennt drei Räume: ein großes Schauhaus, das mit der Wärme der Thermalquellen beheizt wird, einen Raum mit tropischen Blütenbäumen und einen Raum für den Pflanzenverkauf. Ergänzt werden sie durch einen Souvenirladen und den Fruchtsalon „Hawaiian Room“. Die Serre wird als „Allwetter“-Serre bezeichnet: Man kann sie auch bei Regen durchqueren. Die Wärme stammt aus dem Thermalwasser von Shimokamo; laut dem Interview von 2018 hält sie das Klima von November bis April mild.

Eine Fotografie des Gartens zeigt ein Dach aus Glasscheiben auf Sparren und Sprossen, darunter tropische Pflanzen; eine andere lässt verglaste Wände hinter der Bougainvillea erkennen. Am Eingang dient ein großer Raum mit doppelter Deckenhöhe als Café-Ecke, und der Garten vermietet einen Saal mit Tischen, Projektor und Küche. Auf dem Orthofoto des GSI sind hinter einem Empfangsgebäude mit braunem Dach mehrere nebeneinanderliegende Schiffe mit quadratisch unterteiltem Dach zu erkennen; der Umriss des Gartens in OpenStreetMap umfasst etwa 80 × 70 m.

Pflanzensammlungen

Die offizielle Website ordnet die Pflanzen nach Jahreszeiten. Fast das ganze Jahr über: Hibiskus, Bougainvillea, Engelstrompete, Benihimo-no-ki (mit langen, roten, herabhängenden Blütenständen), Papaya und Banane. Im Frühjahr: die Jadeliane, der Baum „Mickey Mouse“, Medinilla, Kakteen und Mangoblüten; im Sommer: Plumerien, Wunderbeere, Mango, Sinnpflanze und Kannenpflanzen; im Herbst: Helikonien und Garnelenpflanze; im Winter: Weihnachtsstern, Dendrobium, Heliotrop, Cymbidium und Alpenveilchen.

Die Broschüre des Gartens beschreibt die Jadeliane (Strongylodon macrobotrys), die auf Luzon auf den Philippinen heimisch ist: eine Kletterpflanze von mehr als 20 m Länge, deren Trauben etwa 1 m herabhängen; sie blüht meist von Ende März bis Anfang Mai. Außerdem bietet der Garten eine Kostprobe der Wunderbeere an, deren Fruchtfleisch saure Speisen für etwa eine Stunde süß schmecken lässt, und verkauft Phalaenopsis, Kakteen und Alpenveilchen.

Die Zahl der Arten schwankt je nach Quelle: etwa 2.000 laut der japanischen Wikipedia und einem Reiseartikel von 2016, mehr als 100 laut dem Interview von 2018.

Besuch

Der Garten liegt an der Einkaufsstraße des Thermalorts Shimokamo, 23 Minuten mit dem Bus vom Bahnhof Izukyū-Shimoda entfernt (Haltestelle „Shimokamo nettai shokubutsuen-mae“). Ein lokaler Reiseführer rechnet mit dreißig Minuten bis einer Stunde für den Besuch; der Fruchtsalon serviert Sorbets aus Mango, Papaya und Ananas sowie Säfte aus Ananas, Mango und Guave.

Die lebhafteste Zeit ist das Fest „Minami no sakura to nanohana“ (10. Februar bis 10. März): Rund 800 frühblühende Kawazu-Kirschen blühen auf 2 km Länge am Aono-Fluss, nach der Broschüre nur eine Gehminute vom Garten entfernt, der in dieser Zeit jeden Tag geöffnet ist. Die Jadeliane blüht danach, von Ende März bis Anfang Mai.

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34.65° N, 138.86° E

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Quellen (10)

  1. shimokamo-nettai.jp/information/guide.html
  2. shimokamo-nettai.jp/information/price.html
  3. shimokamo-nettai.jp/access/img/pamphlet.pdf
  4. minamiizu.news/0032.html/
  5. travel.co.jp/guide/article/15029/
  6. izumilu.com/list5/tag75/
  7. ja.wikipedia.org/wiki/%E4%B8%8B%E8%B3%80%E8%8C%82%E7%86%B1%E5%B8%AF%E6%A4%8D%E7%89%A9%E5%9
  8. wikidata.org/wiki/Q7496970
  9. shimoda-ktv12ch.jp/%E5%8D%97%E4%BC%8A%E8%B1%86%E3%83%BB%E4%B8%8B%E8%B3%80%E8%8C%82%E3%80%8
  10. shimokamo-nettai.jp/parlor/parlor.html
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