Schaugewächshaus (展示温室), Heilpflanzengarten der Tokyo University of Pharmacy and Life Sciences
Hachioji (Horinouchi), Tokio
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1984
- Stil
- Verglastes Gewächshaus mit feinem Rahmen, spitzem Dach und rechteckigem Flügel, an ein Betongebäude angebaut
- Abmessungen
- Garten von 41.000 m²; Abmessungen des Gewächshauses nicht veröffentlicht
- Status
- Montags bis samstags für die Öffentlichkeit geöffnet (sonntags, an Feiertagen und in den Universitätsferien geschlossen)
Im eingeebneten Teil des Talgrunds des Heilpflanzengartens der Tokyo University of Pharmacy and Life Sciences in Hachioji zeigt das Schaugewächshaus Heil- und Nutzpflanzen tropischer und subtropischer Regionen, darunter Obstbäume und Gewürzpflanzen. Die Chronik in der offiziellen Broschüre datiert die Fertigstellung des Gewächshauses und des Verwaltungsgebäudes auf 1984, acht Jahre nachdem der Garten auf den Campus Hachioji verlegt worden war. Fotos zeigen eine verglaste Halle mit spitzem Dach, an ein Betongebäude angebaut. Der 41.000 m² große Garten bezeichnet sich selbst als größter Heilpflanzengarten Tokios.
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Geschichte
Das Gewächshaus gehört zu einem Garten, der zunächst als Lehrmittel konzipiert war. Die Chronik der offiziellen Broschüre hält fest, dass die Universität 1880 als Japans erste private Einrichtung für pharmazeutische Ausbildung gegründet wurde. 1931 wurde neben dem Schulgebäude in Kashiwagi, heute im Stadtbezirk Shinjuku, ein Heilkräutergarten mit einem Gewächshaus eröffnet; 1938 entstand ein weiterer Kräutergarten im heutigen Stadtgebiet von Koganei. Als die Universität 1976 nach Hachioji umzog, wurde der Garten innerhalb des Campus verlegt, in ein nach Osten offenes, von Hügeln umgebenes Tal. Der Talgrund wurde eingeebnet, um den Mustergarten, die Anbaufelder und das Verwaltungsgebäude aufzunehmen.
Dieselbe Broschüre datiert die Fertigstellung des Gewächshauses und des Verwaltungsgebäudes auf 1984 und die des Naturbeobachtungswegs auf 1993. Keine der konsultierten Quellen nennt die Planer des Gewächshauses oder beschreibt seinen Bau näher; die Broschüre sagt nicht, ob es ein älteres ersetzt hat.
Für Lehre und Forschung geschaffen, zählt der Garten heute auch die öffentliche Zugänglichkeit zu seinen wichtigen Aufgaben. Seit 1994 findet zweimal im Jahr ein öffentlicher Vortrag mit anschließendem Gartenrundgang statt. Ein Abschnitt mit Heilbäumen, das Arboretum, wurde 2023 eröffnet, und seit dem 1. April 2024 betreten Besucher den Garten nur noch durch das Südtor. Der Garten erscheint auf der Mitgliederliste der Japanischen Vereinigung botanischer Gärten vom Juli 2025.
Architektur und Ingenieurbau
Die konsultierten Quellen nennen weder Plan, Maße noch den Namen eines Architekten; diese Beschreibung stützt sich auf die Fotos und den bebilderten Plan der offiziellen Broschüre sowie auf den OpenStreetMap-Umriss. Kein Text nennt das Material, doch die Fotos zeigen ein vollständig verglastes Gewächshaus, dessen feiner, heller Rahmen große Scheiben sowohl an den Wänden als auch an den Dächern unterteilt.
Von oben gesehen verbindet das Gewächshaus einen vieleckigen Hauptkörper, dessen Dach wie eine unregelmäßige Pyramide zuläuft, mit einem niedrigeren rechteckigen Flügel mit gläsernen Schrägdächern. Die Wände stehen auf einem Betonsockel, und entlang des Gewächshauses verläuft ein Betongebäude mit einer flachen Dachterrasse; die Broschüre datiert das Gewächshaus und das Verwaltungsgebäude auf dasselbe Jahr, 1984, ohne zu sagen, ob es sich um dieses Gebäude handelt. In der Nähe zeigt das Foto kleinere, bescheidenere Produktionsgewächshäuser von durchscheinendem Aussehen.
Im Inneren zeigt eine Ansicht der Broschüre einen mit Steinen eingefassten Holzsteg, der sich zwischen tropischen Pflanzen und Palmwedeln unter dem Glasdach hindurchschlängelt. Die Heizung ist nicht dokumentiert.
Pflanzensammlungen
Die Broschüre stellt das Gewächshaus als Bereich für tropische und subtropische Heilpflanzen des Gartens dar; zahlreiche subtropische Obstbäume und Pflanzen, die als Gewürze dienen, sind ebenfalls zu sehen. Unter den Arten, die die Broschüre dem Gewächshaus zuordnet, ist der Kakaobaum (Theobroma cacao), ein immergrüner Baum des tropischen Amerika, dessen Blüten am Stamm erscheinen und dessen Samen, fermentiert und verarbeitet, Schokolade und Kakao ergeben. Der Ingwergarten, der hauptsächlich der Familie der Ingwergewächse gewidmet ist, ist nur in der warmen Jahreszeit geöffnet: Seine jungen Pflanzen überwintern in einem Gewächshaus; welches, nennt die Broschüre nicht.
Jede Pflanze trägt ein Schild: lateinische, japanische, englische und chinesische Namen, Familie, verwendeter Pflanzenteil und Drogenname, Wirkungen, Inhaltsstoffe, Verwendung in Kampo-Rezepturen und die chemische Struktur eines wichtigen Inhaltsstoffs, dazu Piktogramme für giftige Pflanzen und für solche aus dem japanischen Arzneibuch. Für den gesamten Garten spricht die aktuelle Broschüre von rund 2.000 gepflegten Pflanzen; eine ältere Broschüre zählte etwa 500 wild wachsende und 1.500 kultivierte Arten, und eine Liste von 2026 über Gärten, die Kampo-Schulungen anbieten, nennt rund 2.500 Arten.
Besuch
Das Gewächshaus liegt im Talgrund, nahe dem Mustergarten; der Beobachtungsweg durch den Wald am Hang verlängert den Besuch. Der Garten dient vor allem dem Studium: freier Zugang ohne Führung, eine Besucherliste zum Eintragen, kein Pflücken, und Mahlzeiten nur auf der Bank vor dem Eingang. Besucher betreten den Garten ausschließlich durch das Südtor an der Bushaltestelle; der Campus hat keinen Parkplatz.
Die Yamayuri-Lilie, die Blume der Stadt Hachioji, blüht von Mitte Juli bis Anfang August. Zweimal im Jahr, im Juni und im September oder Oktober, folgt auf einen öffentlichen Vortrag ein Gartenrundgang, nach vorheriger Anmeldung. Der Hirayama-jōshi-Park, ein Park der Metropole Tokio, der für seine Kirschbäume bekannt ist, liegt in der Nachbarschaft; das Insectopia des Tama-Zoos, bereits im Katalog, liegt rund 2,3 km entfernt.
35.64° N, 139.38° E
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Quellen (8)
- toyaku.ac.jp/campus/hachioji/plant/
- toyaku.ac.jp/campus/hachioji/plant/map.html
- toyaku.ac.jp/pdf/20250411_plant.pdf
- toyaku.ac.jp/pdf/syokubutsuen_pamphlet.pdf
- jpec.or.jp/download/kanpou_yakuyousyokubutsuen_jisyushisetsutokushoku.pdf
- ja.wikipedia.org/wiki/%E6%9D%B1%E4%BA%AC%E8%96%AC%E7%A7%91%E5%A4%A7%E5%AD%A6%E8%96%AC%E7%9
- openstreetmap.org/way/197344913
- jabg.or.jp/wp-content/uploads/2025/07/20250701_shainmeibo.pdf
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