🇮🇹Italien·Saisonal geöffnet

Glashaus (Tropisches Gewächshaus), Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Meran, Südtirol

Noch kein frei lizenziertes Foto dieses Gewächshauses. Haben Sie eines? Für diese Seite vorschlagen →

Quellen geprüft im Oktober 2026

„Ein zeitgenössisches Glashaus, dessen gezackter Umriss die Gipfel der Texelgruppe aufgreift, mit einer Blattschneiderameisen-Kolonie in einer Vitrine.“
Stil
Zeitgenössisches Glashaus mit unregelmäßiger Silhouette und roter Rückwand
Status
Während der Gartensaison für die Öffentlichkeit geöffnet

In den Waldgärten der Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran verbindet das Glashaus ein Gewächshaus mit tropischen Nutzpflanzen und ein Terrarium mit Kleintieren aus aller Welt. Sein Entwurf lässt das Gebäude aus dem Boden zum Licht hin aufsteigen: Eine rote Rückwand wirkt als schützender Erdwall, während der unregelmäßige Umriss an die Kämme der Texelgruppe erinnert, der Berge, die das Meraner Land vor Nordwinden schützen. Papaya, Mango, Kaffee, Zuckerrohr, Gewürz- und Duftpflanzen wachsen neben einer Blattschneiderameisen-Kolonie, die in einer eigens angefertigten Vitrine untergebracht ist.

Besuch planen

Affiliate-Links – eine Buchung über Verrière trägt zur Finanzierung unserer Recherche bei, für Sie ohne Mehrkosten.

Route
Im Detail ≈ 3 Min. Lesezeit

Geschichte

Schloss Trauttmansdorff oberhalb von Meran wird um 1300 erstmals unter dem Namen Burg Neuberg erwähnt. Kaiserin Elisabeth von Österreich nutzte es 1870 und erneut 1889 als Winterresidenz. Heute beherbergt das Schloss das Touriseum, das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus.

Der Beschluss, auf den Hängen des Anwesens Botanische Gärten anzulegen, wurde 1989 gefasst; die Arbeiten begannen sechs Jahre später und dauerten sieben Jahre, bei einer Investition von rund 24 Millionen Euro. Die Gärten wurden am 16. Juni 2001 eröffnet. Sie gehören der Südtiroler Landesverwaltung und wurden bis Ende 2016 vom Versuchszentrum Laimburg geführt, ab 2017 von einer neu geschaffenen Agentur, der Landesdomäne. 2005 zum schönsten Garten Italiens und 2013 zum Internationalen Garten des Jahres gekürt, empfangen sie rund 400.000 Besucher pro Saison; bis Oktober 2017 hatten mehr als sechs Millionen Menschen sie besucht.

Das Glashaus ist eine der „Entdeckerstationen“ des Geländes und widmet sich den Nutzpflanzen der Tropen und der Kleintierwelt. Die eingesehenen Quellen nennen weder das Baujahr noch die Namen seiner Entwerfer.

Architektur und Ingenieurbau

Die offizielle Website stellt das Glashaus als ein Gebäude vor, das sowohl auf seine Funktion als auch auf ein unverwechselbares Aussehen hin entworfen wurde. Die Leitidee ist ein Baukörper, der aus der Erde dem Licht entgegenzuwachsen scheint. Auf der Rückseite dient eine rote Wand als schützender Erdwall, während das unregelmäßige Profil des Baus auf die zerklüftete Silhouette der Texelgruppe verweist, des Gebirgszugs, der die Meraner Gegend vor Nordwinden schützt. Die alpine Umgebung der Gärten setzt sich so bis in die Form des Gewächshauses selbst fort.

Im Inneren liegen zwei Welten nebeneinander: ein Gewächshausbereich für tropische Nutzpflanzen und ein Terrarium für sehr kleine Tiere. Eine Vitrine zeigt fleischfressende Pflanzen; eine andere, maßgefertigte, zeigt eine Kolonie von Blattschneiderameisen und gibt den Blick auf die Pilz-, Nahrungs- und Abfallkammern und die sie verbindenden Gänge frei, ohne die Insekten unnötig zu stören. Die Abmessungen des Gebäudes sind in den eingesehenen Quellen nicht veröffentlicht.

Pflanzensammlungen

Die Pflanzensammlung widmet sich Nutzpflanzen der Tropen. Obstbäume wie Papaya, Avocado und Mango wachsen neben sogenannten Genusspflanzen wie Zuckerrohr und Kaffee sowie neben Gewürzen: Vanille, Zimt, Pfeffer, Kurkuma und Piment. Duftpflanzen sind durch Patschuli und Ylang-Ylang vertreten, Faserpflanzen durch Baumwolle, Kapok und Schraubenbaum, daneben Pflanzen, die in der ayurvedischen Medizin verwendet werden.

Eine Vitrine versammelt fleischfressende Pflanzen. Das Terrarium zeigt Kleintiere aus aller Welt; sein Mittelpunkt ist die Blattschneiderameisen-Kolonie, deren Arbeit sich von einer Kammer des Nests zur nächsten verfolgen lässt, von der Pilzkammer bis zur Abfallkammer.

Besuch

Das Glashaus steht in den Waldgärten, einer der vier „Gartenwelten“ des Geländes neben den Sonnengärten, den Wasser- und Terrassengärten und den Landschaften Südtirols. Das Anwesen umfasst etwa zwölf Hektar mit einem Höhenunterschied von rund 100 Metern, sodass der Rundgang bergauf und bergab führt. Die Gärten öffnen saisonal, daher lässt sich das Gewächshaus während der Gartensaison zusammen mit den anderen Stationen des Rundgangs besichtigen.

Ein Besuch des Glashauses lässt sich verbinden mit dem Touriseum im Schloss, der 2005 von Matteo Thun entworfenen Aussichtsplattform, den zehn Künstlerpavillons, die Naturprozesse interpretieren, der seit 2006 ausgestellten Wollemia, einem rund 700 Jahre alten Olivenbaum oder der seit 2017 gezeigten Chilenischen Honigpalme (Jubaea chilensis).

Auf dem interaktiven Globus ansehen

46.66° N, 11.19° E

Haben Sie ein gutes Foto dieses Gewächshauses? Für diese Seite vorschlagen →

Quellen (5)

  1. trauttmansdorff.it/erlebniswelt/erlebnisstationen/glashaus.html
  2. trauttmansdorff.it/Gaerten/Highlights/Glashaus/
  3. de.wikipedia.org/wiki/G%C3%A4rten_von_Schloss_Trauttmansdorff
  4. museen.de/die-gaerten-von-schloss-trauttmansdorff-meran.html
  5. openstreetmap.org/way/583446863
Besuch planen

Affiliate-Links – eine Buchung über Verrière trägt zur Finanzierung unserer Recherche bei, für Sie ohne Mehrkosten.

Route