🇩🇪Deutschland·Für die Öffentlichkeit geöffnet

Regenwaldhaus, Botanischer Garten der Universität Osnabrück

Osnabrück, Niedersachsen

Regenwaldhaus, Botanischer Garten der Universität Osnabrück, Osnabrück, Niedersachsen
Foto : Basotxerri — CC BY-SA 4.0

Quellen geprüft im Oktober 2026

„Ein 21 Meter hohes Gewächshaus, an die Felswand eines ehemaligen Steinbruchs gebaut, mit Stegen, die bis ins Kronendach hinaufführen.“
Jahr
1998
Stil
Modernes Gewächshaus vor einer Steinbruchwand
Abmessungen
Rund 600 m² (rund 580 m² nutzbar), 21 m hoch
Status
Für die Öffentlichkeit geöffnet

Das am 13. Juni 1998 im Botanischen Garten der Universität Osnabrück, der seit 1984 einen ehemaligen Muschelkalk-Steinbruch am Westerberg einnimmt, eröffnete Regenwaldhaus erhebt sich 21 Meter hoch vor einer rund zehn Meter hohen Felswand. Auf rund 600 m² und zwei Ebenen führen Treppen und Brücken die Besucher bis auf Baumkronenhöhe. Das Haus zeigt mehr als 800 Arten aus den Tieflandregenwäldern Mittel- und Südamerikas, mit Schwerpunkt auf Venezuela, Costa Rica und Brasilien.

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Im Detail ≈ 2 Min. Lesezeit

Geschichte

Der Botanische Garten der Universität Osnabrück wurde 1984 in einem ehemaligen Muschelkalk-Steinbruch im Stadtteil Westerberg eröffnet. Die Universität ergänzte ihn später um ein großes, dem Regenwald gewidmetes Haus. Laut der Pressemitteilung zur Eröffnung wurde das Projekt aus Hochschulbaumitteln finanziert, die aus den Gründungsjahren der Einrichtung übrig geblieben waren: rund drei Millionen Mark, je zur Hälfte vom Bund und vom Land Niedersachsen getragen, dazu etwa 250.000 Mark an Spenden von Osnabrücker Einrichtungen und vom Freundeskreis des Gartens für die Innenausstattung. Die staatliche Bauverwaltung war eng eingebunden.

Nach zwei Jahren Bau- und Pflanzzeit wurde das Regenwaldhaus am 13. Juni 1998 eröffnet, unter den Rednern war Loki Schmidt. Es sollte der biologischen Forschung dienen und das öffentliche Bewusstsein für die Vielfalt der tropischen Wälder schärfen. 2011 erhielt der Garten einen zweiten Steinbruch von 2,8 Hektar, der durch einen Tunnel mit dem ersten verbunden ist. Nach einer Schließung von etwa zwei Jahren während der Covid-19-Pandemie öffnete das Haus am 1. April 2022 wieder.

Architektur und Ingenieurbau

Das Regenwaldhaus ist ein 21 Meter hoher Glasbau, der am Rand des Steinbruchs an eine fast zehn Meter hohe Felswand gelehnt ist und deutlich über sie hinausragt. Die Quellen geben seine Fläche mit rund 600 m² an; die Pressemitteilung von 1998 nennt eine Nutzfläche von etwa 580 m². Das Innere ist auf zwei Ebenen angeordnet, verbunden durch Treppen und Brücken, die die Besucher nahe an die Kronen der tropischen Bäume heranführen.

Um die Bedingungen des tropischen Tieflandregenwalds nachzubilden, wurde das Haus von Anfang an mit Hochdruck-Vernebelungsanlagen und Halogenmetalldampflampen ausgestattet. Keine der herangezogenen Quellen nennt den Architekten.

Pflanzensammlungen

Das Haus zeigt den Tieflandregenwald der Neotropis, mit Schwerpunkt auf Venezuela, Costa Rica und Brasilien und, weiter gefasst, auf der Vegetation des Amazonasbeckens. Der Garten nennt hier etwa 800 Arten und rund 1.000 Akzessionen. Die Bepflanzung, nach systematischen wie ökologischen Prinzipien angeordnet, vereint Palmen, Aronstabgewächse, Orchideen, Bromelien, Farne und Kletterpflanzen.

Bei der Wiedereröffnung 2022 verwies die Gartenleitung auf mehrere bemerkenswerte Blüten, die während der Schließung erschienen waren: Kletterpflanzen mit Blüten ungewöhnlicher Größe und Farbe, im Kronendach sichtbare Gustavia-Blüten sowie leuchtend rote, fast kugelförmige Blüten, die direkt an Ästen und Stämmen wachsen.

Besuch

Das Regenwaldhaus steht im ersten Steinbruch des Gartens auf dem Campus Westerberg. Seine Öffnungszeiten sind knapper bemessen als die des Freigeländes und sollten vorab geprüft werden. Planen Sie etwa eine Stunde für das Gewächshaus und noch einmal so viel für den Rest des Geländes ein: 8,4 Hektar, verteilt auf zwei durch einen Tunnel verbundene Steinbrüche, mit einem 11 Meter hohen Wasserfall, einem Alpengarten, nordamerikanischen und eurasischen Wäldern, Heil- und Aromapflanzen und einer Sammlung von mehr als 230 Allium-Arten. Der Garten empfängt rund 70.000 Besucher im Jahr.

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52.28° N, 8.03° E

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Quellen (6)

  1. bogos.uni-osnabrueck.de/Botanische%20Sammlungen/Regenwaldhaus.html
  2. idw-online.de/-BRyAA
  3. de.wikipedia.org/wiki/Botanischer_Garten_Osnabr%C3%BCck
  4. en.wikipedia.org/wiki/Botanischer_Garten_der_Universit%C3%A4t_Osnabr%C3%BCck
  5. hasepost.de/regenwaldhaus-im-botanischen-garten-ab-april-wieder-geoeffnet-300450/
  6. openstreetmap.org/way/43315547
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