Gewächshäuser der École Du Breuil (Warmhäuser des Schulgartens)
Paris, 12. Arrondissement (Bois de Vincennes), Île-de-France

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Stil
- Gruppe beheizter verglaster Schiffe einer Gartenbauschule
- Status
- Mittwochnachmittags für die Öffentlichkeit geöffnet (Garten täglich frei zugänglich)
Im Südosten des Bois de Vincennes bildet die École Du Breuil seit ihrer Gründung durch Präfekt Haussmann im März 1867 und ihrem Umzug 1936 auf den ehemaligen Bauernhof Faisanderie die Gärtner von Paris aus. Ihre Gewächshäuser, eine Gruppe verglaster Schiffe, in denen tropische Pflanzen neben Arten aus Wüsten- und Mittelmeerregionen wachsen, gehören zum Lehrbereich des Anwesens; die Stadt Paris führt sie unter den „Warmhäusern“ des Schulgartens auf. Seit 2023 sind sie mittwochnachmittags für Besucher geöffnet, zusätzlich zu den fünf Hektar Gärten, die seit 2013 täglich frei zugänglich sind.
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Geschichte
Im März 1867 schuf ein Erlass von Präfekt Haussmann eine Schule für Gartenbau und Baumzucht, um Paris und das Département Seine mit Gärtnern zu versorgen; Alphonse Du Breuil und Jean Darcel waren ihre ersten Direktoren. Die Schule wurde zunächst in Saint-Mandé eingerichtet.
Die Kolonialausstellung von 1931 und der Bau des Musée des Colonies nahmen einen Teil ihres Geländes in Anspruch. 1936 zog die Schule auf das Gelände des ehemaligen Gutshofs Faisanderie im Südosten des Waldes und nahm den Namen École Du Breuil an. Ihre Sammlungen wurden 1937 wieder aufgenommen, bei Kriegsausbruch unterbrochen und 1942–1943 neu begonnen. 2017 beging die Schule ihr 150-jähriges Bestehen mit Tagen der offenen Tür.
Lange den Studierenden vorbehalten, wurde das Gelände ab Mai 2013 teilweise für die Öffentlichkeit geöffnet: Fünf Hektar Gärten sind seither täglich zugänglich, und die Anlage trägt die Labels „Jardin remarquable“ und „ÉcoJardin“. Die Gewächshäuser, die zum Lehrbereich gehören, blieben länger geschlossen; laut der französischen Wikipedia empfangen sie seit dem 1. Februar 2023 mittwochnachmittags Besucher, eine wöchentliche Öffnung, die die Website der Schule bestätigt. Keine der herangezogenen Quellen nennt das Baujahr der heutigen Gewächshäuser.


Architektur und Ingenieurbau
Die Website der Schule beschreibt ihre Gewächshäuser als „Gruppe von chapelles“, dem französischen Begriff für mehrere nebeneinander errichtete verglaste Schiffe, die unter Glas Pflanzen mit gegensätzlichen Ansprüchen vereinen: tropische Arten auf der einen Seite, Pflanzen aus Wüsten- und Mittelmeerregionen auf der anderen. Die Stadt Paris führt sie unter den „Warmhäusern“ des Schulgartens auf, ohne zu beschreiben, wie sie betrieben werden.
Der Katasterplan, wie ihn OpenStreetMap verwendet, zeigt auf dem Gelände zwei Gewächshausgebäude, das Hauptgebäude mit gegliedertem Umriss; dieselbe Erhebung stuft die Parzelle als Unterglasgartenbau ein. Die Gruppe ist auf dem offiziellen Plan unter den nicht öffentlichen Bereichen verzeichnet, und die Besuche am Mittwoch erreichen sie vom öffentlichen Garten aus.
Weder das Baujahr noch die Grundfläche noch die Materialien des Tragwerks finden sich in den herangezogenen Quellen; dieser Eintrag hält sich daher an das, was die Schule und die Stadt Paris beschreiben.
Pflanzensammlungen
Nach dem offiziellen Plan des Gartens beherbergen die Gewächshäuser sowohl tropische Pflanzen als auch Pflanzen aus Wüsten- und Mittelmeerregionen. Sie dienen der Schule zudem als Anzuchthäuser: Bei den Tagen der offenen Tür 2017 verkauften Studierende Kakteen und auf dem Gelände gezogene Pflanzen, darunter Saisonbepflanzung, Gemüse und Gewächshauspflanzen.
Der Garten besitzt außerdem eine Saisonsammlung von etwa tausend beschrifteten Pflanzen, von denen jedes Jahr zehn für die eigenen Pflanzungen der Stadt Paris ausgewählt werden; im Sommer zeigt der Garten mehr als tausend Sorten von Blüh- und Blattschmuckpflanzen. Rund um die Gewächshäuser reiht das Gelände einen Steingarten von etwa 800 m² mit mehr als tausend Arten, ein Fruticetum mit mehreren hundert Sträuchern, eine systematische Staudensammlung, 80 Taxa von Kletterpflanzen und eine Bambussammlung, einen Formobstgarten mit mehr als hundert Apfel- und Birnensorten, einen ummauerten Küchengarten und einen 2019 gepflanzten Marktobstgarten auf. Das benachbarte Arboretum auf 13 Hektar umfasst etwa 800 Arten von Laubbäumen und Nadelgehölzen.
Besuch
Der öffentliche Eingang liegt an der Route de la Pyramide, gegenüber dem Arboretum de Paris, einem der vier Standorte des Jardin botanique de Paris. Die Gewächshäuser können nur mittwochnachmittags besichtigt werden, von der Seite des öffentlichen Gartens aus; in der übrigen Woche beschränkt sich der Rundgang auf die fünf geöffneten Hektar, für die man ein bis zwei Stunden braucht: ein Rosengarten aus den 1930er-Jahren mit Pergola und Karpfenteich, der Steingarten, der Englische Garten mit seinem Teich, der Mittelmeergarten und die Staudenrabatten.
Die großen Veranstaltungen öffnen mehr vom Gelände: das Schulfest im Mai, die Europäischen Tage des Denkmals und die Fête des jardins im September, die Rendez-vous aux jardins, mit kostenlosen Führungen. Die Grande Serre des Parc zoologique de Paris liegt etwa 3,5 km entfernt.
48.82° N, 2.46° E
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Quellen (8)
- ecoledubreuil.fr/jardin/informations-pratiques/visites/
- ecoledubreuil.fr/jardin/carte-interactive/
- ecoledubreuil.fr/jardin/
- paris.fr/lieux/le-jardin-de-l-ecole-du-breuil-19170
- iledefrance.fr/tous-les-evenements/decouverte-dun-jardin-extraordinaire-au-coeur-du-bois-d
- fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89cole_Du_Breuil
- cdn.paris.fr/paris/2019/07/24/3a87f6342a46c674f9ccfea8f6397493.pdf
- openstreetmap.org/way/62819177
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