Tropengewächshaus des Écosite du Bourgailh
Pessac, Nouvelle-Aquitaine
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Stil
- Sammlungsgewächshaus aus einem einzigen Baukörper
- Abmessungen
- ≈1.300 m²
- Status
- In der Saison (Mitte April bis Mitte Oktober) für die Öffentlichkeit geöffnet
Im Wald von Bourgailh in Pessac gelegen, am Fuß des Hügels, den eine von 1981 bis 1991 genutzte gemeinschaftliche kommunale Mülldeponie hinterlassen hat, zeigt dieses 1.300 m² große Gewächshaus die Sammlung tropischer und subtropischer Pflanzen, die der Gartenbauer Jean-Pierre Pelegry 2000 der Stadt übergab. Mit rund 3.500 Pflanzen aus mehr als 1.000 Arten bezeichnet es sich als das größte Tropengewächshaus der Nouvelle-Aquitaine. Fünf Jahre lang mit Biogas aus den vergrabenen Abfällen beheizt, läuft es heute mit einem Holzkessel, der aus den Wäldern der Region beliefert wird.
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Geschichte
Das Gelände des Bourgailh auf der Westseite von Pessac nahm von 1981 bis 1991 eine gemeinsame kommunale Mülldeponie auf. Der vergrabene Abfall bildete einen künstlichen Hügel, der fast 70 Meter über den Meeresspiegel ragt, innerhalb eines 110 Hektar großen Waldes, der seither zu einem Ort für Erholung, Umweltbildung und botanische Entdeckungen umgestaltet wurde.
Das Gewächshaus verdankt seine Existenz einer Schenkung. Jean-Pierre Pelegry, gelernter Gärtner, hatte über vierzig Jahre lang eine private Sammlung aufgebaut, die mit Begonien und Passionsblumen begonnen hatte und lange in seinem eigenen Gewächshaus in Cadaujac stand. Im Jahr 2000 nahm die Stadt Pessac die Sammlung auf und brachte sie auf dem Gelände des Bourgailh unter.
Der Ort dient auch als Schaufenster für die Nachnutzung der ehemaligen Deponie. Auf dem Hügel wurden umfangreiche Anlagen errichtet, um das beim Zersetzen des Abfalls freigesetzte Biogas aufzufangen, und fünf Jahre lang beheizten sie das Gewächshaus versuchsweise. Als der Gasstrom zu schwach und zu unregelmäßig wurde, ging die Beheizung an einen Holzkessel über. Die Aktivitäten werden vom Verein Écosite du Bourgailh betrieben, dessen Programme auf Umwelt und nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind; 2017 wurde dort in einer neuen Präsentation eine Ausstellung über fleischfressende Pflanzen gezeigt.
Architektur und Ingenieurbau
Die herangezogenen Quellen sagen wenig über das Gebäude selbst, und sein Entwerfer ist nicht verzeichnet. Das Gewächshaus bedeckt etwa 1.300 m², eine Grundfläche, die durch den in OpenStreetMap wiedergegebenen Katasterumriss bestätigt wird. Es bildet einen einzigen ungeteilten Raum, in dem Pflanzen mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen nebeneinander wachsen, von Regenwaldarten bis zu Pflanzen trockener Lebensräume.
Sein wichtigstes technisches Interesse liegt in der Heizung. Fünf Jahre lang wurde es mit Biogas geheizt, das auf dem benachbarten Hügel aufgefangen wurde und aus der Zersetzung des in der ehemaligen Deponie vergrabenen Abfalls stammt. Sinkende und schwankende Gasmengen führten zu seiner Ablösung durch einen Holzkessel, der Pellets aus den Wäldern der Nouvelle-Aquitaine verbrennt.
Das Gewächshaus ist von Lehrgärten umgeben, darunter ein Demonstrations-Gemüsegarten, der von April bis Oktober bewirtschaftet wird. Das weitere Gelände prägen außerdem drei hölzerne Aussichtstürme: Der höchste, am Haupteingang, ist 18 Meter hoch, die beiden anderen 12 Meter.
Pflanzensammlungen
Die Sammlung umfasst rund 3.500 Pflanzen aus mehr als 1.000 Arten, womit sie nach Angaben der Stadt die größte Sammlung tropischer und subtropischer Pflanzen der Nouvelle-Aquitaine ist. Sie trägt die Handschrift ihres Stifters: Begonien und Passionsblumen, mit denen alles begann, dazu Orchideen, Bromelien, fleischfressende Pflanzen und mexikanische Kakteen.
Sukkulenten und Agaven wachsen neben Baobabs, Frangipani und Tillandsien, auf dem amerikanischen Kontinent heimischen Epiphyten. Die Exemplare stammen vor allem aus Afrika, von den Kanarischen Inseln, aus Mittelamerika und Australien. Themenausstellungen heben Pflanzen hervor, die an extreme Umgebungen angepasst sind, und ein Spiel „Wer bin ich?“ lädt die Besucher ein, die Beziehungen zwischen Pflanzen und Tieren zu erkunden.
Besuch
Das Gewächshaus steht im Wald von Bourgailh, an der avenue de Beutre auf der Westseite von Pessac, und eine Haltestelle des Busnetzes TBM trägt den Namen des Waldes. Es öffnet saisonal, von Mitte April bis Mitte Oktober, und schließt dann, damit die Sammlungen gepflegt werden können. Bei Führungen haben die Besucher die Möglichkeit, an einigen Pflanzen zu riechen und sie zu berühren. Die kostenlosen, ganzjährig zugänglichen Waldspaziergänge lassen sich durch das Besteigen der Aussichtstürme oder einen 1,3 Kilometer langen Lehrpfad verlängern, der den Wald mit dem benachbarten Zoo verbindet.
44.80° N, 0.69° W
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Quellen (6)
- bourgailh-pessac.fr/serre-de-presentation-de-plantes-tropicale-et-subtropicales/
- bordeaux-tourisme.com/patrimoine-culturel/foret-du-bourgailh.html
- unairdebordeaux.fr/article/lecosite-bourgailh-univers-vegetal-fascinant/
- bougerabordeaux.com/actu/news/ecosite-bourgailh-pessac-serre-tropicale/
- christiancoulais.fr/nature/serre-tropicale-du-bourgailh/
- openstreetmap.org/way/218786213
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