Gewächshäuser des Jardin botanique Henri Gaussen
Toulouse, Okzitanien

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Stil
- Themengewächshäuser eines universitären botanischen Gartens
- Abmessungen
- Sechs Gewächshäuser, insgesamt etwa 450 m²
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet (Zugang über das Museum); Garten 2008 wiedereröffnet
Der Jardin botanique Henri Gaussen, Erbe des Gartens der Akademie der Wissenschaften, den Philippe Picot de Lapeyrouse 1796 in das ehemalige Kloster der Unbeschuhten Karmeliten verlegte, gehört zur Université Toulouse III - Paul Sabatier. 1997 während der Renovierung des Museums geschlossen, wurde er im Februar 2008 mit einer ethnobotanischen Spirale und mehreren Gewächshäusern wiedereröffnet: einem feuchten Tropenhaus, das an Südostasien erinnert, einem trockenen Tropenhaus für xerophile, sukkulente und kakteenartige Pflanzen und einem Haus für fleischfressende Pflanzen. Der Besuch führt durch das Naturhistorische Museum.
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Geschichte
Der Garten geht auf den Garten der Akademie der Wissenschaften von Toulouse zurück. Als die gelehrten Gesellschaften während der Revolution aufgelöst wurden, verlegte der Naturforscher Philippe Picot de Lapeyrouse (1744–1818) die Pflanzen 1796 auf das Gelände des Klosters der Unbeschuhten Karmeliten. Ab 1809 war der Garten mit der Fakultät für Naturwissenschaften verbunden und wurde zunächst in „Schulen“ angeordnet: Heil-, Industrie- und Futterpflanzen. Laut Wikipedia umfasste er einst mehr als 5.000 regionale, pyrenäische und exotische Arten.
Er wurde 1886 offiziell vom Jardin des plantes getrennt und ging 1956 in die Verwaltung der Universität über. Der Pflanzengeograph Henri Gaussen leitete ihn von 1948 bis 1958 und gab ihm 1991 seinen Namen. 1997 während der Renovierung des Museums von Toulouse geschlossen, wurde er im Februar 2008 mit einer ethnobotanischen Spirale und mehreren Gewächshäusern wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Die herangezogenen Quellen nennen weder das Baudatum dieser Gewächshäuser noch ihren Entwerfer und erlauben daher keine weitere Aussage über ihre Herkunft.
Architektur und Ingenieurbau
Laut der englischen Wikipedia hat der Garten sechs Gewächshäuser mit insgesamt rund 450 m²; eine andere Quelle nennt 300 m², eine Zahl, die sich mit der ersten nicht in Einklang bringen ließ. Die Quellen dokumentieren überwiegend die nachgebildeten Umgebungen und weniger die Struktur der Gebäude: Baudatum, Architekt und Materialien sind nicht angegeben.
Drei Hauptthemen werden präsentiert. Das feuchttropische Haus bildet einen dichten Wald nach, der als südostasiatischer Regenwald dargestellt wird. Das trockentropische Haus zeigt, wie xerophile, sukkulente und kakteenartige Pflanzen mit der Trockenheit zurechtkommen. Ein Haus der fleischfressenden Pflanzen veranschaulicht, wie manche Arten arme Böden ausgleichen, indem sie Insekten fangen. Die Gruppe steht in einem Garten neben dem Museum, und die Besucher betreten sie durch das Museumsgebäude.
Pflanzensammlungen
Laut der englischen Wikipedia beherbergen die Gewächshäuser etwa 145 Arten tropischer Pflanzen, 300 Arten von Epiphyten, 730 Arten von Sukkulenten und 90 Arten fleischfressender Pflanzen. Diese Zahlen stammen aus einer Zählung, über die eine einzige Quelle berichtet.
Der Garten als Ganzes kultiviert laut der englischen Wikipedia rund 2.500 Taxa und laut einem Artikel von Sciences en Occitanie knapp 3.000 Arten. Er umfasst ethnobotanische Sammlungen (Heil-, Industrie- und essbare Pflanzen) und eine Gruppe von 840 giftigen Arten. Der Garten bewahrt außerdem das wissenschaftliche Erbe von Henri Gaussen, dessen 4.500 Fotoplatten und 35.000 Dias die Flora der Pyrenäen dokumentieren.
Besuch
Der botanische Garten liegt im Stadtviertel Busca im Zentrum von Toulouse, an den allées Jules-Guesde, und wird durch das Naturkundemuseum besucht, sodass sich die beiden Besuche leicht verbinden lassen. Etwa eine Stunde genügt für die Gewächshäuser und die ethnobotanische Spirale. Das feuchttropische Haus bietet im Winter einen warmen Zwischenhalt; die ethnobotanische Spirale unter freiem Himmel geht man besser bei mildem Wetter ab. Der Garten gehört zur Université Toulouse III – Paul Sabatier.
43.59° N, 1.45° E
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