Kuppelgewächshaus, Botanischer Garten der Universität Düsseldorf
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1974–1975
- Architekt
- Georg Lippsmeier und Partner, mit Karl Kraß
- Stil
- Geodätische Halb-Ikosaeder-Kuppel, gelbes Metallgitter und Acrylverglasung
- Abmessungen
- 36 m Durchmesser, 18 m hoch, ≈1.000 m²
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
1974–1975 für den Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität im Süden Düsseldorfs gebaut, bedeckt dieses halbkugelförmige Kalthaus von 36 m Durchmesser und 18 m Höhe rund 1.000 m² ohne jede Innenstütze. Sein gelbes Metallgitter, vom Halb-Ikosaeder abgeleitet, bildet 630 Dreiecke mit Acrylscheiben, von denen 92 zur Lüftung geöffnet werden können. Im Winter bei 12–15 °C gehalten, beherbergt es rund 400 Arten aus Regionen mit Mittelmeerklima, vom Mittelmeerraum und den Kanaren bis nach Südafrika, Australien, Chile und Kalifornien. 2025 feierte es sein fünfzigjähriges Bestehen.
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Geschichte
Der Botanische Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde 1973 gegründet und zwischen 1974 und 1979 im Süden der Stadt angelegt, nahe der Rheinschleife bei Himmelgeist. Er ist dem Institut für Botanik angegliedert, zeigt vor allem Pflanzen gemäßigter Klimazonen auf rund acht Hektar Freigelände und wurde 1979 für die Öffentlichkeit geöffnet.
Sein Hauptgewächshaus wurde bereits 1974–1975 gebaut, noch vor der Fertigstellung des Gartens. Wikipedia schreibt es den Architekten Georg Lippsmeier und Partner in Zusammenarbeit mit Karl Kraß zu; die Presseberichterstattung zu seinem fünfzigjährigen Jubiläum ergänzt, dass die Geometrie der Kuppel von Architekten der Technischen Universität Darmstadt entwickelt wurde.
Der Garten erhielt später zwei weitere Gewächshäuser: eine am 10. Oktober 2004 eingeweihte Orangerie mit 300 m² Fläche und 13 m Höhe, in der große Kübelpflanzen aus Mittelmeerklimaten überwintern, und ein 2008 eröffnetes Südafrikahaus mit 330 m². 2025 beging die Universität sowohl ihr eigenes sechzigjähriges Bestehen als auch das halbe Jahrhundert ihrer inzwischen ikonischen Kuppel, mit einer aus diesem Anlass geplanten Ausstellung.


Architektur und Ingenieurbau
Die Kuppel ist eine Halbkugel mit 36 m Durchmesser, die bis 18 m aufragt und etwa 1.000 m² überdeckt. Die Architekten gingen von einem halben Ikosaeder aus: Jede Fläche des Ikosaeders, ein gleichseitiges Dreieck, wurde in 64 kleinere Dreiecke unterteilt, und die Optimierung des Entwurfs reduzierte das Ganze dann auf nur zehn verschiedene Dreiecksgrößen, was die Fertigung vereinfachte.
Das tragende Gitterwerk, gelb gestrichen, liegt außerhalb der Verglasung. Es bildet insgesamt 630 Dreiecke, die mit nach außen gewölbten Acrylglas-(Plexiglas-)Platten bestückt sind, die in Aluminiumprofilen gehalten werden. Diese selbsttragende Konstruktion kommt ohne Innenstützen aus. Zweiundneunzig dreieckige Scheiben lassen sich zur Lüftung öffnen, einige davon automatisch über Metallstangen im Inneren der Kuppel. Als Kalthaus wird sie im Winter auf 12–15 °C gehalten, um den Rhythmus mediterraner Klimate nachzubilden, mit feuchten Wintern und trockenen Sommern.


Pflanzensammlungen
Die Kuppel vereint rund 400 Arten aus den Regionen der Welt mit Klima vom mediterranen Typ, angeordnet in sieben geografischen Abschnitten; sie beherbergt Pflanzen aus dem Mittelmeerraum, von den Kanarischen Inseln, aus Australien, Neuseeland, Asien, Südafrika, Chile und Kalifornien. Mehrere Arten von Echium und Neuseeländer Flachs wachsen neben großen Bäumen.
Einige dieser Bäume haben den Ruf der Kuppel begründet: eine neuseeländische Podocarpus dacrydioides, die als einziges männliches Exemplar Europas beschrieben wird, eine Taiwania cryptomerioides, die als die größte Mitteleuropas gilt und regelmäßig zurückgeschnitten werden muss, ein Kauri (Agathis australis), eine in Neuseeland bedrohte Art, und Wollemien, von denen der Garten 2008 Exemplare erhielt. Der Garten besitzt außerdem eine große Sammlung kanarischer Aeonium-Arten und 36 der 37 Arten der Gattung Lithops.

Besuch
Der Botanische Garten liegt auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität im Süden von Düsseldorf (Universitätsstraße 1), und die Kuppel ist sein Herzstück. Ergänzt wird sie durch die Orangerie von 2004 und das Südafrikahaus von 2008, während die Anzuchtgewächshäuser auf den Dächern der Biologieinstitute, die der Lehre dienen, für die Öffentlichkeit geschlossen sind.
Der Garten empfängt jährlich rund 100.000 Besucher und bietet einen Audioguide an. Ein Besuch der Kuppel setzt sich ganz natürlich auf den acht Hektar Freigelände fort, das als geografische Gärten (Alpengarten, Kaukasus, Japan, China, Amerika) und ökologische Gärten (Heide, Moor, Kiefernwald) gestaltet ist.
51.19° N, 6.80° E
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Quellen (5)
- de.wikipedia.org/wiki/Kuppelgew%C3%A4chshaus
- de.wikipedia.org/wiki/Botanischer_Garten_D%C3%BCsseldorf
- en.wikipedia.org/wiki/Botanical_garden_of_D%C3%BCsseldorf
- db-bauzeitung.de/news/50-jahre-kuppelgewaechshaus-in-duesseldorf/
- stadtundgruen.de/artikel/duesseldorf-botanischer-garten-der-heinrich-heine-universitaet-fe
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