Tropengewächshäuser in Planten un Blomen
Hamburg

Quellen geprüft im September 2026
- Jahr
- 1963
- Architekt
- Bernhard Hermkes
- Stil
- Moderne der 1960er-Jahre, Glas an außenliegenden Hohlkastenprofilen aufgehängt
- Abmessungen
- ≈2.800 m² Grundfläche, 13 m maximale Höhe
- Status
- Seit 2019 für die Öffentlichkeit geschlossen; Restaurierung für 2026–2029 vorgesehen
Die 1962–63 von Bernhard Hermkes entworfenen und zur Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1963 eröffneten Tropengewächshäuser von Planten un Blomen bedecken rund 2.800 m² und erreichen 13 m Höhe. Fünf Häuser bilden unterschiedliche Klimate nach: tropisch, subtropisch, Palmfarne, Kakteen und Farne. Bis 2019 kostenlos und täglich geöffnet, sind sie seither wegen ihres Zustands geschlossen. 2023 genehmigte der Hamburger Senat 61 Millionen Euro für eine von 2026 bis 2029 vorgesehene Restaurierung.
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Geschichte
Die Tropengewächshäuser wurden 1962–63 nach Plänen des Architekten Bernhard Hermkes errichtet und während der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) von 1963 im Park Planten un Blomen im Zentrum von Hamburg eröffnet. Bis 2019 konnten sie täglich kostenlos besichtigt werden. Ihr Zustand erzwang dann die Schließung.
Im August 2023 genehmigte der Hamburger Senat ein Restaurierungsprojekt im Wert von 61 Millionen Euro. Die Pflanzen sollen vorübergehend in eine neu gebaute Einrichtung im Loki-Schmidt-Garten, dem Botanischen Garten der Universität, umziehen, und die Arbeiten sind für 2026 bis 2029 vorgesehen. Die Häuser und die benachbarten Mediterranen Terrassen stehen unter Denkmalschutz. Die herangezogenen Quellen sind sich nicht einig, welche IGA-Ausgaben in Planten un Blomen stattfanden (in der einen 1953 und 1973, in der anderen 1963); dass die Gewächshäuser im Zusammenhang mit der Ausgabe von 1963 eröffnet wurden, steht außer Zweifel.


Architektur und Ingenieurbau
Bernhard Hermkes entwarf ein Gebäude mit einem bemerkenswerten Tragprinzip: Die verglaste Konstruktion hängt an hohlen Kastenprofilen, die außen angebracht sind, sodass der Innenraum völlig stützenfrei ist. So entstehen durchgehende Räume.
Die Anlage bedeckt rund 2.800 m² Grundfläche und erreicht eine maximale Höhe von 13 m. Sie besteht aus fünf unterschiedlichen Klimabereichen: einem Tropenhaus, einem Subtropenhaus, einem Palmfarnhaus, einem Kakteenhaus und einem Farnhaus. Die Häuser und die angrenzenden Mediterranen Terrassen stehen unter Denkmalschutz. Die herangezogenen Quellen geben weder genaue Materialien noch die Fläche der einzelnen Häuser an.

Pflanzensammlungen
Die Pflanzen verteilen sich auf die fünf Klimabereiche der Anlage: tropische Vegetation, subtropische Pflanzen, Palmfarne, Kakteen und Farne. Die herangezogenen Quellen enthalten keine Artenliste und nennen keine bemerkenswerten Exemplare; die botanische Tradition des Parks selbst reicht bis 1821 zurück, als Johann Georg Christian Lehmann im späteren Alten Botanischen Garten eine Platane pflanzte.
Während der Schließung und der Arbeiten sollen die Pflanzen im Loki-Schmidt-Garten untergebracht werden, dem Botanischen Garten der Universität Hamburg, der 1979 auf etwa 25 Hektar eröffnet und 2012 zu Ehren von Hannelore „Loki“ Schmidt umbenannt wurde.
Besuch
Die Gewächshäuser sind seit 2019 geschlossen, und ihre Restaurierung ist bis 2029 vorgesehen: Derzeit lässt sich die Anlage nur von außen betrachten, und vor einem Besuch sollte man den Fortgang der Arbeiten prüfen. Der Park Planten un Blomen selbst bleibt ein Ziel für einen Spaziergang.
In der Nähe liegen die Wasserlichtkonzerte, die von Mai bis September stattfinden, der 1988 von Yoshikuni Araki angelegte Japanische Garten, der als der größte Europas beschrieben wird, der Rosengarten von 1993 mit rund 300 Sorten sowie der Alte Botanische Garten. Für den Park sollten Sie einen halben Tag einplanen.
53.56° N, 9.98° E
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