Serre Ducali, Botanischer Garten Modena
Modena, Emilia-Romagna
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1836
- Stil
- Wintergewächshäuser im klassischen Stil, durch ein Herbariumsgebäude verbunden
- Abmessungen
- Etwa 300 m² für alle Gewächshäuser des Gartens (laut englischer Wikipedia)
- Status
- Seit der Wiedereröffnung am 30. Mai 2025 nach mehr als sechs Jahren Bauarbeiten für die Öffentlichkeit geöffnet
Im Herzen des 1758 von Herzog Franz III. d'Este gegründeten Botanischen Gartens wurden die beiden großen, 1836 fertiggestellten Serre Ducali gebaut, um exotische Topfpflanzen im Winter zu schützen. Später wurden sie durch ein als Museum und Herbarium gedachtes Gebäude verbunden. Heute sind sie als Bereich für Sukkulenten und als heiß-feuchter Bereich eingerichtet, in dem unter anderem Victoria cruziana wächst; sie wurden in einem Bauprogramm von mehr als sechs Jahren restauriert, das mit der Wiedereröffnung des Gartens am 30. Mai 2025 endete. Ein Sukkulentenhaus aus den 1980er-Jahren und eine halb unterirdische Serretta von 1994 vervollständigen die Gruppe.
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Geschichte
Der Botanische Garten von Modena wurde 1758 von Herzog Francesco III. d'Este gegründet, der einen Teil des herzoglichen Gartens für den Anbau von Heilpflanzen abtrennte. 1772 ging er an die Universität über und ist innerhalb des herzoglichen Gartens geblieben, heute einer der symbolträchtigen Orte der Universität.
Als Reisen und der internationale Austausch das Interesse an fremden Pflanzen steigerten, erhielt der Garten Überwinterungseinrichtungen. 1836 wurden die beiden großen Serre Ducali fertiggestellt; sie wurden später durch ein Gebäude verbunden, das als Museum und Herbarium dienen sollte. Dieser Block beherbergt heute die historischen Sammlungen des Gartens: das Herbarium, die Holzsammlung (Xylothek) und die Fruchtsammlung (Karpothek). Die englische Wikipedia beschreibt sie als das wichtigste Gebäude des Gartens. Die gelesenen Quellen nennen keinen Architekten.
Im 20. Jahrhundert erhielt der Garten ein Sukkulentenhaus, Mitte der 1980er-Jahre erbaut, und 1994 nahe dem Eingang eine halb unterirdische Serretta für exotische Pflanzen heißen, feuchten Klimas. Nach mehr als sechs Jahren Schließung wurde die Anlage mit regionalen Mitteln für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben, Mitteln der Universität und dem nationalen Wiederaufbauplan (PNRR) für historische Parks und Gärten restauriert, laut Presse zu Kosten von rund 720.000 Euro. Der Garten wurde am 30. Mai 2025 wiedereröffnet.
Architektur und Ingenieurbau
Die Serre Ducali gehören zur klassischen Gewächshausarchitektur des 19. Jahrhunderts. Sie wurden nach den Sammlungsprinzipien der Epoche dafür entworfen, in der kalten Jahreszeit eine große Zahl von Topfpflanzen aufzunehmen. Die Kulturerbe-Website verortet sie vor dem symmetrischen Parterre, das Ende des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Zwei verglaste Baukörper werden durch ein Mittelgebäude verbunden, das ursprünglich als Museum und Herbarium geplant war.
Die 2025 abgeschlossene Restaurierung umfasste die Verglasung der Gewächshäuser, die Umfassungsmauern, die Holzrahmen und die Glasscheiben. Presseberichte erwähnen außerdem die Sicherung der Gewölbe, die Verstärkung der Fundamente und neue Elektro- und Sicherheitsanlagen. Das historische Parterre wurde mit einer von einem Tiefbrunnen gespeisten Tropfbewässerung restauriert, und auch das zentrale Becken wurde wiederhergestellt.
Neben diesem historischen Block stehen das Sukkulentenhaus der 1980er-Jahre und die Serretta von 1994, halb unterirdisch nahe dem Eingang. Laut der englischen Wikipedia bedecken die Gewächshäuser des Gartens insgesamt 300 m². Die Abmessungen der Serre Ducali selbst erscheinen in den herangezogenen Quellen nicht.
Pflanzensammlungen
Die Serre Ducali sind heute in zwei Zonen unterteilt: eine für Sukkulenten, die andere heiß und feucht, die tropische Arten beherbergt wie Victoria cruziana, eine Riesenseerose, deren Blätter laut der konsultierten Kulturerbe-Website etwa einen Meter Durchmesser haben. Die Serretta von 1994 vereint fleischfressende Pflanzen, Farne und Orchideen; das Sukkulentenhaus aus der Mitte der 1980er-Jahre ist diesen Pflanzen gewidmet.
Im Freien zieht der Garten von etwa einem Hektar im Schulparterre rund 700 Arten, darunter mehr als hundert Irissorten, sowie in einem Arboretum auf der Montagnola etwa 200 Gehölze, wo eine rund 150 Jahre alte Terpentin-Pistazie (Pistacia terebinthus) genannt wird. Die englische Wikipedia nennt für den gesamten Garten etwa 1.400 Arten, während die Presse von 2025 nach der Restaurierung von mehr als 500 Arten spricht.
Besuch
Der Garten liegt am Viale Caduti in Guerra in Modena und umfasst knapp einen Hektar. Die herzoglichen Gewächshäuser stehen vor dem symmetrischen Parterre aus dem 18. Jahrhundert, zu dem ein Becken mit Brunnen gehört; die Montagnola beherbergt das Arboretum.
Planen Sie für das Parterre, die herzoglichen Gewächshäuser und die Serretta etwa eine Stunde ein. Da der Garten im Mai 2025 nach mehr als sechs Jahren Schließung wiedereröffnet wurde, lohnt es sich, die Zugangsregelungen vor dem Besuch zu prüfen. Die Iris im Parterre sieht man am besten im Frühling, während die Gewächshäuser das ganze Jahr über besucht werden können.
44.65° N, 10.93° E
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