Gewächshäuser des Botanischen Gartens Neuenburg (Ermitage-Tal)
Neuenburg, Kanton Neuenburg

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Stil
- Drei Schaugewächshäuser: tropische Nutzpflanzen, Madagaskar, Subtropen
- Abmessungen
- Drei Gewächshäuser (Fläche nicht veröffentlicht)
- Status
- Öffentlich zugänglich, Eintritt frei
Im Ermitage-Tal oberhalb von Neuenburg öffnet der Botanische Garten, der 1998 an diesem Standort eingeweiht wurde, drei Gewächshäuser für die Öffentlichkeit. Das westlichste zeigt tropische Nutzpflanzen (Banane, Reis, Kaffee); das trockenere mittlere Haus vereint Halbwüstenpflanzen aus Madagaskar, Kalanchoen, Aloen und Flaschenbäume; das östlichste schafft eine üppige subtropische Atmosphäre mit Strelitzien, Pfefferpflanzen und Ingwergewächsen aus Südafrika, Brasilien, China oder Australien. Der Eintritt ist frei, die Gewächshäuser sind täglich geöffnet.
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Geschichte
Die Gewächshäuser gehören zum Standort im Ermitage-Tal, wohin der Botanische Garten der Universität Neuenburg nach mehreren Umzügen übersiedelte. Ein erster Garten war 1884 rund um das Gebäude an der Avenue du Premier-Mars angelegt worden; er diente dem Unterricht und war nicht öffentlich zugänglich. 1954 zog er auf Initiative von Professor Claude Favarger auf den Mail-Hügel um. Ein Projekt zur Verlegung in das Ermitage-Tal wurde 1989 ausgearbeitet; die Arbeiten begannen 1991, dauerten sechs Jahre und begleiteten die Übertragung der Sammlungen. Der Garten wurde Anfang Juni 1998 eingeweiht. Die herangezogenen Quellen datieren den Bau der drei Gewächshäuser nicht.
2006 verlangte der Kanton Neuenburg von der Universität eine Kürzung ihres Finanzierungsanteils, und die Schließung des Gartens wurde zeitweise befürchtet. Eine Petition des Freundesvereins sammelte 12.720 Unterschriften, die im Februar 2007 dem Staatsrat übergeben wurden; im Mai 2007 wurde eine Stiftung gegründet. Seit dem 1. Januar 2014 ist der Garten das vierte Museum der Stadt Neuenburg.

Architektur und Ingenieurbau
Die drei öffentlich zugänglichen Gewächshäuser stehen in einer Reihe von West nach Ost, und ihr Inhalt folgt einem Klimagefälle: tropische Nutzpflanzen im Westen, eine trockenere Halbwüstenflora in der Mitte, eine üppige subtropische Atmosphäre im Osten. In OpenStreetMap bilden sie einen einzigen Gebäudeumriss, nahe beim Jardin de l'évolution; ein Foto in der französischsprachigen Wikipedia zeigt diesen Garten im Vordergrund und die Gewächshäuser dahinter.
Die herangezogenen Texte nennen weder Fläche noch Dach- oder Wandmaterial, keinen Architekten und kein Baujahr; sie verwenden nur den Begriff „serre“ (Gewächshaus). Die Universität Neuenburg nutzt die Gewächshäuser des Gartens auch für Versuche (Weizen, Rotschwingel, Wegerich), unter Bedingungen, die die Forschenden als nicht vollständig kontrolliert beschreiben: Die Luft wird nicht gefiltert, Temperatur und Licht schwanken.
Pflanzensammlungen
Laut der offiziellen Seite sollen die drei Gewächshäuser einige Elemente der tropischen Vielfalt zeigen, mit Schwerpunkt auf Sukkulenten aus Madagaskar, tropischen Nutzpflanzen und subtropischen Pflanzen. Das westliche Haus zeigt Banane (Musa acuminata), Reis (Oryza sativa) und Kaffee (Coffea arabica).
Das mittlere Haus beherbergt viele Kalanchoen und Aloen sowie einige Flaschenbäume wie Moringa hildebrandtii oder Pachypodium lamerei. Das östliche Haus vereint Pflanzen aus Südafrika, Brasilien, China oder Australien: Strelitzien (Strelitzia), Bananen (Musa), Pfeffer (Piper) und Vertreter der Ingwerfamilie.
Auf Ebene des Gartens zählt die Wikipedia mehr als 3.000 Arten in acht Sammlungen, von denen nur eine der subtropischen Flora in Gewächshäusern gewidmet ist.
Besuch
Der Garten liegt am Chemin du Pertuis-du-Sault im Ermitage-Tal. Vom Bahnhof erreicht man ihn mit den Buslinien 106 und 109 oder mit der Standseilbahn Ecluse-Plan; Wege und Toiletten sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eingerichtet. Der Eintritt ist frei, die Gewächshäuser sind täglich geöffnet, im Winter mit kürzeren Zeiten.
Der Besuch lässt sich mit den benachbarten Sammlungen verbinden: dem Jardin de l'évolution, dem Alpinum Claude Favarger und dem Kräutergarten mit mehr als 180 Heilpflanzen neben der Villa, in der sich ein Ausstellungsraum und ein Café befinden.
47.00° N, 6.93° E
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Quellen (9)
- jbneuchatel.ch/decouvrez-le-jardin-botanique/les-jardins/serres
- jbneuchatel.ch/decouvrez-le-jardin-botanique/pour-vous-renseigner/horaires
- jbneuchatel.ch/decouvrez-le-jardin-botanique/pour-vous-renseigner/prix-dentree
- jbneuchatel.ch/decouvrez-le-jardin-botanique/infos-pratiques/acces
- fr.wikipedia.org/wiki/Jardin_botanique_de_Neuch%C3%A2tel
- unine.ch/media/wp-content/uploads/sites/17/uninews48_jardin_botanique.pdf
- neuchatelville.ch/fileadmin/sites/ne_ville/fichiers/votre_commune/Comptes_et_budgets/20-00
- museums.ch/fr/visite-au-musee/musees/musees/jardin-botanique-de-neuchatel-2616.html
- openstreetmap.org/way/35479503
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