🇨🇭Schweiz·Für die Öffentlichkeit geöffnet

Papiliorama (Tropenkuppeln in Kerzers)

Kerzers, Kanton Freiburg

Papiliorama (Tropenkuppeln in Kerzers), Kerzers, Kanton Freiburg
Foto : Chandres — CC BY-SA 3.0

Quellen geprüft im Oktober 2026

„1988 in Marin gegründet und nach einem Brand 1995 wiederaufgebaut, zog der Tropengarten 2003 unter eine 40-Meter-Kuppel in Kerzers um.“
Jahr
2003
Stil
Zeitgenössische Tropenkuppeln
Abmessungen
Hauptkuppel: 40 m Durchmesser, 14 m hoch, 1.500 m²
Status
Für die Öffentlichkeit geöffnet

1988 in Marin (Neuenburg) vom niederländischen Biologen Maarten Bijleveld van Lexmond und seiner Frau Catheline gegründet, wurde das Papiliorama am 1. Januar 1995 durch einen Brand zerstört und dank einer breiten Welle der Solidarität noch im selben Jahr wiederaufgebaut. Wegen Platzmangels zog es im April 2003 nach Kerzers um, auf 4,9 Hektar Land, das die Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung stellte. Seine Hauptkuppel von 40 Metern Durchmesser beherbergt mehr als tausend tropische Schmetterlinge; hinzu kommen das Nocturama, der nachtaktiven Fauna Amerikas gewidmet, und der Jungle Trek.

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Route
Im Detail ≈ 3 Min. Lesezeit

Geschichte

Der niederländische Biologe Maarten Bijleveld van Lexmond und seine Frau Catheline eröffneten das Papiliorama am 5. Mai 1988 in Marin im Kanton Neuenburg, neben einem Migros-Einkaufszentrum. In der Neujahrsnacht, am 1. Januar 1995, zerstörte ein Großbrand die Anlagen vollständig; getragen von einer landesweiten Welle der Solidarität, wurde der tropische Garten innerhalb des Jahres wieder aufgebaut.

Da es in Marin nicht weiter wachsen konnte, zog das Papiliorama nach Kerzers im Kanton Freiburg um, wo die Gemeinde 4,9 Hektar für 66 Jahre kostenlos zur Verfügung stellte. Das Projekt, das insgesamt 9 Millionen Franken kostete, sah damals vier Kuppelbauten vor. Die Papiliorama-Kuppel wurde am 15. April 2003 unter der Leitung von Caspar Bijleveld, dem Sohn der Gründer, eröffnet, und das Nocturama folgte im selben Jahr. Der Jungle Trek, die dritte tropische Kuppel, wird von Wikipedia auf 2007 und von der eigenen Website des Papiliorama auf 2008 datiert; 2004 wurde ein Garten einheimischer Schmetterlinge angelegt. Bis 2010 hieß die Einrichtung „Papiliorama – Swiss Tropical Gardens“.

Als Stiftung organisiert, ist das Papiliorama mit einer Schwesterstiftung, der ITCF, verbunden, die mehr als 23.500 Hektar tropische Natur in Belize schützt. Rund zwanzig Jahre nach der Eröffnung in Kerzers musste ein Teil des Dachs modernisiert werden.

Papiliorama (Tropenkuppeln in Kerzers), Kerzers, Kanton Freiburg — Le papiliorama (premier plan) et le nocturama (en bleu)
Le papiliorama (premier plan) et le nocturama (en bleu) · Chandres — CC BY-SA 3.0
Papiliorama (Tropenkuppeln in Kerzers), Kerzers, Kanton Freiburg — Outside view of the Papiliorama in Kerzers, FR, Switzerland
Outside view of the Papiliorama in Kerzers, FR, Switzerland · Hardcoreraveman — Public domain

Architektur und Ingenieurbau

Der Standort Kerzers vereint mehrere große Kuppeln. Die größte, die Papiliorama-Kuppel, hat einen Durchmesser von 40 Metern, ist bis zu 14 Meter hoch und bedeckt nach Wikipedia 1.500 m²; dieselbe Fläche nennt Wikipedia für das Nocturama und den Jungle Trek, während eine Mitteilung des Herstellers Velux stattdessen von einem tropischen Garten von 1.200 m² spricht. Bei der Eröffnung 2003 waren vier Kuppelbauten geplant, deren vierter für Wechselausstellungen vorgesehen war.

Rund zwanzig Jahre nach der Eröffnung wurde das Dach, das undicht geworden war und thermisch nicht mehr effizient war, saniert: Drei Lichtbänder von je fünf Metern mit thermisch getrennten Mehrkammer-Dämmprofilen ersetzten die alten Oberlichter über der Cafeteria, der Kasse und einem Ausstellungsraum. Die Arbeiten wurden abschnittsweise während des Sommerbetriebs und mit minimalen Störungen ausgeführt, und die Frischluftzufuhr wird nun von einer Gebäudeleittechnik gesteuert. Rund um die Kuppeln bedecken die Außenanlagen etwa zwei Hektar.

Papiliorama (Tropenkuppeln in Kerzers), Kerzers, Kanton Freiburg — Scarlet Mormon ( Papilio deiphobus rumanzovia ), mating. Photo taken at Papiliorama in…
Scarlet Mormon ( Papilio deiphobus rumanzovia ), mating. Photo taken at Papiliorama in Kerzers, Switzerland. · Jan Kameníček — CC BY-SA 3.0
Papiliorama (Tropenkuppeln in Kerzers), Kerzers, Kanton Freiburg — Zwei Fischer Tukane im Papiliorama in Kerzers.
Zwei Fischer Tukane im Papiliorama in Kerzers. · Valo139 — CC BY-SA 4.0

Pflanzensammlungen

In der Hauptkuppel leben zwischen unzähligen tropischen Pflanzen mehr als tausend frei fliegende tropische Schmetterlinge: bei der Eröffnung 2003 rund fünfzig Schmetterlingsarten, heute nach Wikipedia mehr als sechzig. In den Kuppeln leben außerdem Vögel wie der Rotschopfturako und die Nikobarentaube, Fische wie der Riesengurami und der Pfauenaugen-Stechrochen sowie Faultiere, Fledermäuse, Gürteltiere und Nachtaffen; das Nocturama ist der nachtaktiven tropischen Fauna Amerikas gewidmet. Insgesamt sind etwa hundert Tierarten und rund tausend Individuen zu sehen.

Im Freien ergänzen ein Garten einheimischer Schmetterlinge von etwa 500 m², ein Kinderzoo und ein Spielplatz die Kuppeln. Als Mitglied des Weltverbands der Zoos und Aquarien (WAZA) und des Europäischen Zoo- und Aquarienverbands (EAZA) unterstützt das Papiliorama über die ITCF den Schutz tropischer Wälder in Belize.

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500px provided description: what a beauty! [#switzerland ,#butterfly ,#animal ,#insect ,#canon ,#wow… · Greenlife — CC BY 3.0
Papiliorama (Tropenkuppeln in Kerzers), Kerzers, Kanton Freiburg — Papiliorama, Kerzers FR
Papiliorama, Kerzers FR · Chris.urs-o — CC BY-SA 4.0

Besuch

Das Papiliorama liegt in Kerzers an der Hauptstraße Richtung Lyss, im Herzen des Drei-Seen-Landes, und hat an der Bahnlinie Kerzers–Lyss eine eigene Haltestelle. Der Besuch führt durch die Schmetterlingskuppel, das Nocturama und den Jungle Trek, dann durch die Außenanlagen von etwa zwei Hektar mit dem Garten einheimischer Schmetterlinge, dem Kinderzoo und dem Spielplatz. Zum Zeitpunkt des Umzugs rechneten die Verantwortlichen mit 200.000 bis 250.000 Besuchern pro Jahr. Geleitet von Caspar Bijleveld, dem Sohn der Gründer, gehört das Papiliorama zu Zooschweiz, dem Verband der wissenschaftlich geleiteten Zoos der Schweiz.

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46.99° N, 7.20° E

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Quellen (4)

  1. papiliorama.ch/en/history/
  2. de.wikipedia.org/wiki/Papiliorama
  3. swissinfo.ch/ger/archive-wissenschaft/tropisches-schmetterlingsparadies/3265552
  4. press.velux.ch/sanierung-des-tropengartens-papiliorama/
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