🇩🇪Deutschland·Für die Öffentlichkeit geöffnet

Manatihaus, Tiergarten Nürnberg

Nürnberg, Bayern

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Quellen geprüft im Oktober 2026

„Holzstege queren das Blätterdach eines nachgebildeten südamerikanischen Waldes und blicken auf ein Becken mit Karibik-Manatis hinab.“
Jahr
2011
Stil
Zeitgenössische Tropenhalle unter einem mehrlagigen Membrandach
Abmessungen
700 m² (350 m² Wasserfläche), 4,5–8,2 m hoch
Status
Für die Öffentlichkeit geöffnet (innerhalb des Zoos)

Das Ende Juli 2011 zusammen mit der benachbarten Delfinlagune eröffnete Manatihaus des Tiergartens Nürnberg ist eine 700 m² große Tropenhalle, die von einer vierlagigen Membran bedeckt wird, die 95 Prozent des ultravioletten Lichts durchlässt. Unter einer Höhe von 4,5 bis 8,2 m queren Holzstege einen Wald aus mehr als 50 ausschließlich südamerikanischen Arten und überblicken ein bis zu 4,5 m tiefes Becken von 350 m², in dem Karibik-Manatis leben. Sakis, Leguane, Schildkröten, Kolibris, Schmetterlinge und Blattschneiderameisen teilen sich diesen nachgebildeten Wald.

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Im Detail ≈ 2 Min. Lesezeit

Geschichte

Das Manatihaus ging aus demselben Projekt hervor wie die Delphinlagune des Tiergartens Nürnberg. Die Planung begann im Herbst 2005 und der Bau im September 2008; die beiden Anlagen wurden gleichzeitig gebaut und teilen sich eine gemeinsame technische Infrastruktur, und die Zoolex-Datenbank beziffert die Kosten des gesamten Komplexes auf 31 Millionen Euro.

Die Manatihalle wurde am 31. Juli 2011 eröffnet, nach der Fertigstellung der Delphinlagune, mit der sie verbunden ist. Als südamerikanischer Wald konzipiert, den die Besucher auf Stegen durchqueren, macht sie die Manatis zur Flaggschiffart einer Gemeinschaft von etwa 45 Tierarten.

2017 wurde die Halle für drei Wochen wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und am 25. Mai wiedereröffnet. 2022 verzeichnete der vom Zoo geprüfte Zoolex-Eintrag des Gebäudes zwei männliche und zwei weibliche Karibik-Manatis sowie zwei männliche Weißgesichtsakis.

Architektur und Ingenieurbau

Die Halle bedeckt 700 m², davon die Hälfte, 350 m², Wasserfläche; ihr Grundriss misst laut Wikipedia etwa 22,5 mal 32,5 m, und ihre Höhe variiert zwischen 4,5 und 8,2 m. Statt Glas besteht das Dach aus einer vierlagigen Membran, die 95 Prozent der ultravioletten Strahlen durchlässt. Das Manatibecken ist bis zu 4,5 m tief und fasst laut Zoolex etwa 675 m³ Wasser, laut anderen Quellen 700 m³.

Laut Zoolex wird die Luft ganzjährig bei 25 bis 33 °C mit 60 bis 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und das Wasser bei 23 bis 27 °C gehalten; Wikipedia nennt 24 bis 32 °C für die Luft, etwa 70 Prozent Luftfeuchtigkeit und 26 bis 28 °C für das Wasser. Der Besucherweg folgt mehreren Holzbrücken auf Kronenhöhe, von denen aus die Manatis von oben zu sehen sind. Im Blauen Salon erlauben zwei Unterwasserfenster von 5,5 mal 2,7 m, sie unter der Wasseroberfläche zu beobachten, vor nachgeformten Wurzeln, die drei Arten tropischer Bäume darstellen.

Pflanzensammlungen

Die Stars der Halle sind die Karibik-Manatis (Trichechus manatus). Sie teilen sich den Raum mit Weißgesichtsakis, Grünen Leguanen, Flussschildkröten (Podocnemis unifilis), Kolibris, Blattschneiderameisen, Pfeilgiftfröschen und Buntbarschen; rund zwanzig Schmetterlingsarten, darunter Blaue Morphofalter, fliegen frei umher, und Wikipedia erwähnt außerdem Blumenfledermäuse. Insgesamt werden etwa 45 Tierarten gezeigt.

Die Vegetation umfasst mehr als 50 Arten, allesamt südamerikanisch: natürliche Lianen von bis zu 12 m Länge, auf Gerüsten aus Robinienholz befestigte Epiphyten und Kulturpflanzen wie Kakao, Papaya, Passionsfrucht und Ananas.

Besuch

Das Manatihaus steht im Tiergarten Nürnberg im Osten der Stadt und ist mit der zeitgleich gebauten Delphinlagune verbunden. Dort herrscht das ganze Jahr über feuchte Wärme, was es bei kaltem Wetter zu einer willkommenen Station macht, vorausgesetzt, man trägt unter dem Mantel leichte Kleidung.

Der Blaue Salon mit seinen Unterwasserfenstern bietet Nahansichten der Manatis, während die Stege den Blick von oben auf das Becken freigeben. Der Rundgang führt ganz natürlich weiter zu den Freibecken der Delphinlagune.

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49.45° N, 11.14° E

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Quellen (3)

  1. zoolex.org/gallery/show/1646/
  2. de.wikipedia.org/wiki/Tiergarten_N%C3%BCrnberg
  3. openstreetmap.org/way/124990789
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