🇩🇪Deutschland·Geöffnet, Eintritt frei

Gewächshäuser des Botanischen Gartens der Universität Regensburg

Regensburg, Bayern

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Quellen geprüft im Oktober 2026

„Vier nach Klimazonen geordnete Besuchergewächshäuser, von Kakao bis Kakteen, in einem 1977 gegründeten Universitätsgarten.“
Jahr
1972
Stil
Vier Schaugewächshäuser, nach Klima angeordnet
Abmessungen
Etwa 800 m² Gewächshausfläche, davon etwa 550 m² für Besucher zugänglich
Status
Öffentlich zugänglich, Eintritt frei; Gewächshäuser werktags geöffnet

Der Botanische Garten der Universität Regensburg wurde ab 1977 auf 4,5 Hektar angelegt; seine ersten Gewächshäuser stammen bereits von 1972. Vier Häuser mit rund 550 m² für Besucher sind nach Klima geordnet: Farne, Bromelien und Orchideen; fleischfressende Pflanzen und Nutzpflanzen gemäßigter Zonen; tropischer Regenwald und tropische Nutzpflanzen; Kakteen und andere Sukkulenten. Die Gewächshäuser sind werktags ganzjährig geöffnet und bilden den Großteil dessen, was im Winter besichtigt werden kann.

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Route
Im Detail ≈ 3 Min. Lesezeit

Geschichte

Regensburg suchte lange nach einem dauerhaften botanischen Garten. Um 1600 legte nach Angaben der Universität der Arzt Johann Oberndorffer einen Heilpflanzengarten an, die erste dokumentierte botanische Anlage der Stadt; die Stadt ergänzt, dass sie nur siebzehn Jahre bestand. Die 1790 von David Heinrich Hoppe gegründete Regensburger Botanische Gesellschaft unterhielt danach mehrere Sammlungen. Ein 1803 angelegter Garten, der zeitweise mehr als 4.000 Arten umfasste, wurde 1809 in den Kämpfen zerstört. Die Quellen weichen über seinen Standort ab: Laut der Stadt lag er beim ehemaligen protestantischen Spital, laut der Universität beim ehemaligen Kloster St. Emmeram. Ein neuer Garten, 1817 nahe dem Max- und dem Osten-Tor eröffnet, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aus finanziellen Gründen aufgegeben; seine letzten Reste verschwanden 1954, um dem Hallenbad Platz zu machen.

Der heutige Garten ging aus dem Ausbau der naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität hervor. Die ersten Gewächshäuser entstanden schon 1972, doch 1977 gilt als Gründungsjahr des Gartens, als auf 4,5 Hektar umfangreiche Bauarbeiten begannen. Weitere Bereiche folgten: 2004 gefährdete bayerische Pflanzen, 2005 biologische Pflanzengruppen und 2013–2014 ein Steingarten.

Die Gewächshäuser wurden energetisch saniert; die Quellen nennen dafür kein Datum. Laut einem Gewächshaushersteller wurden Fassade, außenliegender Sonnenschutz und Heizung erneuert und ein energiesparender Schirm ergänzt.

Architektur und Ingenieurbau

Die Gewächshäuser stehen im unteren Teil des Gartens, östlich des systematischen Abschnitts. Die schriftlichen Quellen nennen weder Architekten noch Bauherrn und geben die Materialien nicht an: Sie sprechen von „Gewächshäusern“ und „Schaugewächshäusern“. Die Universität nennt insgesamt etwa 800 m² Gewächshausfläche, davon rund 550 m² öffentlich zugänglich, verteilt auf vier Häuser.

Die Häuser sind nach Klima angeordnet. Laut der Stadt benötigen die Orchideen, der Kakaobaum und eine Kletterpflanze aus Java mindestens 22 °C; Haus 2 ist kühler, und im kühlsten Haus stehen die Kakteen. Die Sanierung durch einen Gewächshaushersteller umfasste die Fassade, den außenliegenden Sonnenschutz, die Heizung und im Innern die Kulturbänke; zusätzlich wurde ein energiesparender Schirm angebracht. Ein Foto des Herstellers zeigt Glaswände und ein lichtdurchlässiges Dach. In OpenStreetMap ist der Hauptkomplex als ein einziges Gebäude mit komplexem Umriss eingezeichnet; etwa vierzig Meter östlich davon liegt ein Kalthaus. Die Toiletten des Gartens befinden sich in der Nähe der Gewächshäuser.

Pflanzensammlungen

Laut der Website der Universität ist Haus 1 vor allem Farnen, Bromelien und Orchideen gewidmet; Haus 2 vereint fleischfressende Pflanzen mit Nutzpflanzen gemäßigter Zonen; Haus 3 beherbergt Pflanzen des tropischen Regenwaldes und viele tropische Nutzpflanzen. Ein Text der Stadt von 2023, der die Häuser nicht nummeriert, nennt weitere Einzelheiten: Im wärmsten Haus mit 22 °C oder mehr stehen Orchideen, der Kakaobaum und die aus Java stammende Kletterschraubenpalme, die von Fledermäusen bestäubt wird. Im kühleren Haus mit fleischfressenden Pflanzen (Sonnentau, Fettkraut, Kannenpflanzen) steht auch die „Pflanze der Unsterblichkeit“ aus Südostasien. Das Nachbarhaus vereint Erdbeerguave, Kaffee, Erdnuss, Papaya, Zitronengras und Pfeffer.

In Haus 4 nehmen Kakteen, Sukkulenten und Wolfsmilchgewächse aus Afrika und Amerika die Rückseite ein, während vorn fleischfressende Pflanzen kühlerer Regionen und Pflanzen der Südhalbkugel stehen.

Besuch

Die Gewächshäuser sind nur werktags ganzjährig geöffnet: montags bis freitags, freitags mit kürzeren Zeiten, nie am Wochenende oder an Feiertagen. Vom 15. Oktober bis 31. März bilden sie den regulären Zugang zum Garten, während die Freiflächen nur zugänglich sind, soweit dort gearbeitet wird. Der Eintritt ist frei. Der Garten liegt im Süden des Campus: zu Fuß sind es etwa 2,7 km vom Hauptbahnhof; er ist mit Bus und Auto erreichbar, Parkplätze sind kostenlos. Die Hauptwege sind mit dem Rollstuhl passierbar. Der Rundgang führt je nach Jahreszeit weiter über die Freiflächen, vom Auenwald bis zum Steingarten.

Auf dem interaktiven Globus ansehen

48.99° N, 12.09° E

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Quellen (9)

  1. uni-regensburg.de/biologie-vorklinische-medizin/forschen/arbeitsgruppen/ag-pflanzenoekolog
  2. uni-regensburg.de/biologie-vorklinische-medizin/forschen/arbeitsgruppen/ag-pflanzenoekolog
  3. uni-regensburg.de/biologie-vorklinische-medizin/forschen/arbeitsgruppen/ag-pflanzenoekolog
  4. regensburg.de/regensburg-507/sehenswert/der-botanische-garten-der-universitaet
  5. de.wikipedia.org/wiki/Botanischer_Garten_der_Universit%C3%A4t_Regensburg
  6. en.wikipedia.org/wiki/Botanischer_Garten_der_Universit%C3%A4t_Regensburg
  7. grust.eu/botanischer-garten-regensburg
  8. botanische-gaerten.de/botanischer-garten-der-universitaet-regensburg.html
  9. openstreetmap.org/way/1527825379
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